Red Hand Day gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten

Red Hand Day gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten

Mein Händeabdruck anlässlich des Red Hand Day im Paul-Löbe-Haus des Bundestages.

Heute fand im Deutschen Bundestag wieder die große Aktion „Rote Hand“ anlässlich des internationalen “Red Hand Days” statt. Ich habe natürlich wieder teilgenommen. Die Aktion ist Teil des weltweiten Gedenktages, der auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam macht. Seit zehn Jahren gibt es diesen Gedenktag, immer am 12. Februar. Da der 12.2. aber kein Sitzungstag des Bundestages ist, fand die Aktion schon heute statt.

Der internationale Tag hat große Symbolkraft im Kampf gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten: Elf Jahre sind seit dem Inkrafttreten des UNO-Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten vergangen, doch die Probleme um den Missbrauch von Kindern für den Kampfeinsatz sind noch längst nicht beseitigt. Im Gegenteil: Zehntausende Kinder werden weltweit gezwungen, eine Waffe in die Hand zu nehmen und zu kämpfen! Gerade deshalb finde ich es sehr wichtig, Jahr für Jahr die „Entwaffnung aller Kinder“ zu fordern und sich für die Rechte der Kinder stark zu machen.

Die heutige Aktion im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages ist eine der vielen Initiativen, die anlässlich dieses Tages auf die unglaublichen Missstände  aufmerksam machen wollen. Schön, dass es mittlerweile eine richtige Tradition geworden ist: Wie auch schon im letzten Jahr hat die Kinderkommission des Bundestages, in der ich Mitglied bin, alle Abgeordneten dazu eingeladen, ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Kindersoldaten zu setzen. An Bindfäden haben alle teilnehmenden Bundestagsabgeordneten ihre persönlichen Statements aufgehängt. Auf meinem weißen Blatt mit meinem roten Handabdruck steht in diesem Jahr: „Lasst die Hände von unschuldigen Kindern“!