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Demografiestrategie der Bundesregierung noch stark ausbaufähig

Demografiestrategie der Bundesregierung noch stark ausbaufähig

Deutschlandskarte mit Alterspyramide - oder besser Alterspilz oder -dönerspieß?.

Was lange währt, ist nicht immer gut: Heute hat die Bundesregierung ihre “Demografiestrategie” (hier einsehen) vorgestellt. Die “Strategie” ist eine fleißige Bestandsaufnahme, aber bei weitem kein Konzept. Sie offenbart neben wenigen Lichtblicken viel Uneinigkeit, Ratlosigkeit und überholte gesellschaftliche Vorstellungen:

  • Einerseits will die Bundesregierung mehr Frauen auf dem Arbeitsmarkt, andererseits hält sie am Betreuungsgeld fest.
  • Einerseits wünscht sie mehr Zuwanderung, andererseits verweigert sie ein neues Zuwanderungsgesetz.
  • Einerseits möchte die Regierung auch die Städte und Kommunen unter demografischen Gesichtspunkten umgestalten, andererseits streicht sie die Mittel für die Städtebauförderung in dreistelliger Millionenhöhe.

Das sind Widersprüche, die unglaubwürdig machen.

Deutschland braucht langfristig angelegte und ganzheitliche Konzepte zur Gestaltung des Demografischen Wandels. Konkret bedeutet das: Frühkindliche Bildung und Betreuung konsequent weiter auszubauen. Die Vielfalt von Menschen und Kulturen zu integrieren und ihre Potenziale auszuschöpfen. Und bezahlbare und bedarfsgerechte Wohnungen vorzuhalten. Es bedeutet mehr erfüllte Kinderwünsche, gute Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitmodelle, einen fairen Mindestlohn sowie Gesundheits- und Aktivitätsförderung.

Wer den demografischen Wandel wirksam gestalten will, kann dies nur im Miteinander aller Akteure. Wir wollen ein Miteinander auf Augenhöhe und ausdrücklich kein “alles tanzt nach der Pfeife des Kanzleramtes”.

Die SPD-Bundestagsfraktion lädt in ihrem Projekt Zukunft dagegen alle ein, sich an Vorschlägen zum Miteinander der Generationen. Hier können Sie dies ganz bequem online tun!

Die Veranstalter des 10. Deutschen Seniorentages, der nächste Woche mit über 20.000 Besuchern in Hamburg stattfinden wird, haben zu Recht kritisiert, dass die „Demografiestrategie“ der Regierung zu defizitorientiert sei. Generationenübergreifende Ansätze fehlen, auch der Hinweis, dass die demografische Entwicklung auch als Chance genutzt werden könne. Genau das aber muss in einer „Strategie“ enthalten sein!

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