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Mein Rahlstedt

Rahlstedt ist “mein Stadtteil”: Hier wohne ich mit meinem Mann und meiner kleinen Tochter.

Wir Rahlstedter wohnen im bevölkerungsreichsten der 104 Stadtteile Hamburgs: 5% aller Hamburger haben hier ihren Wohnsitz!

Zur Geschichte

Erstmals wurde Rahlstedt 1248 als Radoluestede urkundlich erwähnt. Es gehörte damals zum Herzogtum Holstein unter dänischer Krone, fiel mit ihm 1864 an Preußen. 1927 werden die Ortschaften Altrahlstedt, Neurahlstedt, Meiendorf und Oldenfelde sowie Teile von Tonndorf-Lohe und Jenfeld zur preußischen Gemeinde Rahlstedt zusammengeschlossen und kamen nach dem Groß-Hamburg-Gesetz 1937 zu Hamburg.

Im Ortsteil Hohenhorst wurden viele Straßen nach Berliner Bezirken benannt, so der Berliner Platz, Schöneberger Straße, Potsdamer Straße, Neuköllner Ring und viele andere. Der alte Kern bestand aus dem Bahnhof, gelegen an der Vogelfluglinie (über Fehmarn nach Skandinavien) und der aus der Anfangszeit des Ortes stammenden alten Dorfkirche Alt-Rahlstedt, an der Rahlstedter Straße (der ältesten Südstormaner Kirche).

Der ehemalige Truppenübungsplatz Höltigbaum wird nach Schließung der Kasernen 1997 teilweise zu einem Naturschutzgebiet, teilweise zum Gewerbegebiet Höltigbaum. Eine Gedenktafel erinnert seit 2003 an die 330 Exekutionen aufgrund von Militärgerichtsurteilen, die hier im zweiten Weltkrieg durchgeführt wurden.

Die Menschen

Die Einwohnerzahl hat sich durch die Bildung der Ortsteile Hohenhorst, Rahlstedt-Ost sowie zunächst Großlohe-Nord und ab 1964 schließlich auch Großlohe-Süd in den Anfängen der 1960er Jahre erheblich vergrößert. Diese Bereiche waren einst „Kuhkoppeln“, wurden mit so genannten Plattenbauten bzw. Montagebauten und einigen Hochhäusern überbaut. Damals wurde Wohnraum wurde dringendst benötigt wegen der vielen Obdachlosen vom 16. und 17. Februar 1962. Zwar hatte Rahlstedt längst vor der Flutkatastrophe angefangen zu wachsen, die Ereignisse beschleunigten jedoch sein Wachstum.

Die neu entstandenen Ortsteile, vor allem Rahlstedt-Ost, waren ein krasser Gegensatz zu dem meist mit Villen bebauten Alt-Rahlstedt. So ist in diesem Teil Rahlstedts der Anteil an Sozialschwachen und Zuwanderern rasant gestiegen.

Durch die Aufgabe zweier Kasernengelände (Graf Goltz Kaserne und Boehn-Kaserne) 1997 entstanden die neuen Siedlungsgebiete Rahlstedter Boltwiesen und Rahlstedter Höhe. Die neuen Siedlungen führten zu einem Anstieg der Einwohnerzahl auf über 85.000.

Die Ortsteile in Rahlstedt sind ein Zusammenschluss der alten Dörfer Altrahlstedt, Neurahlstedt, Meiendorf und Oldenfelde, sowie der neu dazugekommenen Ortsteile Hohenhorst, Rahlstedt-Ost, Großlohe-Nord, Großlohe-Süd, Boltwiesen, Rahlstedter Höhe und Lohe.

Alt-Rahlstedt

Wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche Alt-Rahlstedt aus dem 13. Jahrhundert war Zentrum eines großen Kirchspiels. Im 14. Jahrhundert erwarb das Hamburger Domkapitel große Teile des Ortes. Im 16. Jahrhundert kam es zum alten landesherrlichen Amt Trittau. Im Dreißigjährigen Krieg quartierten sich 1627 die Feldherren der Katholischen Liga Tilly und Wallenstein in Alt-Rahlstedt ein.

1814 musste das Dorf nach dem Gefecht bei Braak rund 22`000 russische Soldaten und ihre Pferde bei deren Belagerung zum Entsatz von Hamburg beherbergen. Mit der Eröffnung des Bahnhofes 1865 bekam Alt-Rahlstedt einen Aufschwung und wurde zum Hamburger Villenvorort. 1889 wurde Alt-Rahlstedt Sitz des gleichnamigen Amtes. 1896 wurde die erste Sparkasse des Ortes gegründet. Die Elektrische Kleinbahn Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf wurde am 29. September 1904 eröffnet und schloss die Hamburger Enklaven im Nordosten an das Eisenbahnnetz an.

Neu-Rahlstedt

Ist fast ebenso alt wie Alt-Rahlstedt. Während Alt-Rahlstedt eine sächsische Siedlung war (also von Germanen besiedelt), war Neu-Rahlstedt bis zur Kolonisation der Wenden eine wendische Siedlung (siehe Deutsche Ostkolonisation). In Neu-Rahlstedt ist noch ein alter Dorfkern in der Hufeisenform eines wendischen Rundling erkennbar. Er wurde 1985 unter Milieuschutz gestellt. In unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes steht die 1961 von Olaf Andreas Gulbransson erbaute Martinskirche. Mit ihrem architektonisch bemerkenswerten Zeltdach und dem auffälligen weißen Anstrich weist sie stilistische Anklänge an die von Le Corbusier 1955 erbaute Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut bei Ronchamp auf. Die Kirchenfenster wurden von Hubert Distler geschaffen.

Die erste Schule wurde in Rahlstedt 1895 neben das zwei Jahre zuvor errichtete Pastorat gebaut. Seit 1921 gab es eine Mittelschule in der Barsbütteler Straße (heute Hüllenkamp), die 1929 Realschule wird und seit 1937 Gymnasium ist. Außerdem gibt es Gymnasien in den Ortsteilen Oldenfelde (Birrenkovenallee seit 1977) und Meiendorf (Schierenberg). Grundschulen bestehen in Altrahlstedt, am Großlohering, Wildschwanbrook, Am Sooren, Bekassinenau, Brockdorfstraße, Kamminer Straße, Meiendorf, Nydamer Weg, Potsdamer Straße, Rahlstedter Höhe und in Neurahlstedt. GHR-Schulen gibt es in Altrahlstedt, Neurahlstedt, Oldenfelde. Ferner besteht eine Schule für geistig Behinderte in der Paracelsusstraße und zwei Förderschulen.

Insgesamt kommt Rahlstedt damit auf 18 staatliche Schulen.