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	<title>Aydan Özoguz (SPD Hamburg) &#187; Steuerpolitik</title>
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	<description>Mitglied des Deutschen Bundestages</description>
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		<title>Steuersenkungen auf Pump sind der falsche Weg</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 09:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundesregierung hat am Mittwoch in der Kabinettsitzung Einkommensteuersenkungen von sechs Milliarden Euro beschlossen. Diesen Weg halten wir in der SPD-Bundestagsfraktion f&#252;r vollkommen falsch, denn die schwarz-gelbe Bundesregierung gibt damit ihrer Steuersenkungsideologie Vorrang vor einer soliden Finanzpolitik und einem ausgeglichenen Bundeshaushalt in Zeiten guter konjunktureller Lage am Arbeitsmarkt. Angesichts der auch in den kommenden Jahren [...]]]></description>
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<div id="attachment_5133" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/Euro_M&#252;nzen.jpg" rel="shadowbox[post-5132];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5133" title="Euro_M&#252;nzen" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/Euro_M&#252;nzen-290x300.jpg" alt="" width="205" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Bildrechte: J&#252;rgen Oberguggenberger / pixelio.de</p></div>
<p>Die Bundesregierung hat am Mittwoch in der Kabinettsitzung Einkommensteuersenkungen von sechs Milliarden Euro beschlossen. Diesen Weg halten wir in der SPD-Bundestagsfraktion f&#252;r vollkommen falsch, denn die schwarz-gelbe Bundesregierung gibt damit ihrer <strong>Steuersenkungsideologie Vorrang vor einer soliden Finanzpolitik</strong> und einem ausgeglichenen Bundeshaushalt in Zeiten guter konjunktureller Lage am Arbeitsmarkt. Angesichts der auch in den kommenden Jahren hohen Neuverschuldung von Bund, L&#228;ndern und Gemeinden gibt es aber keine Spielr&#228;ume f&#252;r Steuerentlastungen. Auch die unsichere Wirtschaftsentwicklung erh&#246;ht noch die Notwendigkeit f&#252;r eine vorsichtige Finanzplanung – w&#228;hrend die Bundesregierung sich feiert f&#252;r die Ausd&#252;nnung der Einnahme-Seite des Staates.</p>
<p>Die Steuersenkungen werden <strong>Gering- und Mittelverdienern</strong> &#252;berhaupt nicht oder kaum zu Gute kommen. Hauptprofiteure sind die Bezieher hoher Einkommen. Daran &#228;ndert auch die marginale Absenkung der Grenze f&#252;r die Reichensteuer nichts. Wir m&#252;ssen leider eine soziale Schieflage der Steuersenkung feststellen.</p>
<p>Auch die Begr&#252;ndung von Schwarz-Gelb, mit den Steuerpl&#228;nen die verfassungsrechtliche Vorgabe f&#252;r eine Anhebung des <strong>Grundfreibetrages</strong> zu erf&#252;llen, ist nicht nachvollziehbar. Die steuerrechtliche Anpassung an das Existenzminimum muss – wie bisher – auf Basis des regelm&#228;&#223;ig alle zwei Jahre zu erstellenden Existenzminimumberichts festgestellt werden. Sollte eine Anpassung in 2014 f&#228;llig sein, wird die SPD die verfassungsrechtlichen Vorgaben selbstverst&#228;ndlich einhalten. Eine Anhebung des Grundfreibetrages m&#252;sste dann allerdings solide finanziert sein, was die Bundesregierung mit ihren aktuellen Pl&#228;nen &#252;berhaupt nicht einh&#228;lt.</p>
<p>Es passt leider gar nicht zusammen, wenn Merkel in diesen Tagen den Mitgliedsstaaten der EU strenges Sparen und Konsolidieren abverlangt, aber selbst dazu nicht in der Lage ist trotz bester Zahlen am Arbeitsmarkt und bei den Steuereinnahmen.</p>
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		<title>Das wird teuer! Mehrbelastungen 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 12:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im neuen Jahr „begl&#252;ckt“ die schwarz-gelbe Bundesregierung Sie mit empfindlichen Mehrbelastungen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose und deren Familien &#8211; f&#252;r alle bedeutet Schwarz-Gelb: Weniger Netto ab Januar 2011! Das ist der Bruch des zentralen Wahlversprechens von CDU/CSU und FDP aus dem Jahre 2009: Statt mehr bleibt am Ende weniger Netto vom Brutto [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/01/Euro_M&#252;nzen.jpg" rel="shadowbox[post-3489];player=img;"><img class="size-medium wp-image-3495 alignleft" title="Euro_M&#252;nzen" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/01/Euro_M&#252;nzen-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a></p>
<p>Im neuen Jahr „begl&#252;ckt“ die schwarz-gelbe Bundesregierung Sie mit empfindlichen Mehrbelastungen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, Arbeitslose und deren Familien &#8211; f&#252;r alle bedeutet Schwarz-Gelb: Weniger Netto ab Januar 2011! Das ist der Bruch des zentralen Wahlversprechens von CDU/CSU und FDP aus dem Jahre 2009: Statt mehr bleibt am Ende weniger Netto vom Brutto im Portemonnaie der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger. Noch schlimmer: Die Mehrbelastungen sind sozial ungleich verteilt. Denn w&#228;hrend Arbeitnehmer mit hohen Einkommen kaum belastet werden, zahlen vor allem Arbeitslose, Geringverdiener und Bezieher mittlerer Einkommen sowie Familien mit Kindern und Rentnerinnen und Rentner.</p>
<p>&#8220;Nach Golde dr&#228;ngt, am Golde h&#228;ngt doch alles. Ach wir Armen!&#8221; &#8211; das wusste schon Gretchen in Goehtes &#8220;Faust&#8221;, und auch Finanzminister Sch&#228;uble will nur Ihr Bestes, n&#228;mlich Ihr Geld.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Was die Bundesregierung von Ihnen im Jahr 2011 mehr abkn&#246;pft, finden Sie hier (das ist nur eine Auswahl!):</span></p>
<ul>
<li>Die <strong>Beitr&#228;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen</strong> von bisher 14,9 auf k&#252;nftig 15,5%. Dabei bleibt die Beitragslast weiter ungleich verteilt: W&#228;hrend die Arbeitgeber nur 7,3% tragen, m&#252;ssen die Arbeitnehmer 8,2% aufbringen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Der <strong>Beitrag zur Arbeitslosenversicherung</strong> von 2,8 auf k&#252;nftig 3,0%. Sie zahlen statt 1,4 nunmehr 1,5% Ihres Monatsgehaltes in die Arbeitslosenversicherung ein.</li>
</ul>
<ul>
<li>Weiter steigende<strong> Zusatzbeitr&#228;ge f&#252;r die Krankenversicherung in den Folgejahren </strong>m&#252;ssen allein von den Arbeitnehmern getragen werden, weil Schwarz-Gelb den Arbeitgebern die dauerhafte Festschreibung des Arbeitgeberanteils bei den jetzt erreichten 7,3% garantiert. Alle k&#252;nftigen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, so will es die Bundesregierung, sollen die Versicherten durch einheitliche Zusatzbeitr&#228;ge vollst&#228;ndig selbst tragen. So kommt die unsoziale Kopfpauschale Schritt f&#252;r Schritt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Neben den Sozialabgaben erh&#246;ht Schwarz-Gelb aber auch noch<strong> Steuern: </strong>Flugreisende zahlen k&#252;nftig eine <strong>Flugticketabgabe</strong>, die insgesamt 1 Mrd. Euro im Jahr erbringen soll. Weitere 200 Mio. Euro soll die <strong>Erh&#246;hung der Tabaksteuer</strong> bringen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Gleich 300 Euro monatlich verlieren ALG-II-Bezieherinnen und ihre Familien im ersten Lebensjahr ihrer Kinder. Denn <strong>f&#252;r Familien im ALG-II-Bezug wird das Elterngeld komplett gestrichen</strong>. Einsparung f&#252;r den Bund: 450 Mio. Euro. Im Klartext: Schwarz-Gelb stopft Haushaltsl&#246;cher durch zus&#228;tzliche Kinderarmut!</li>
</ul>
<ul>
<li>Einbu&#223;en auch f&#252;r viele Empf&#228;ngerinnen und Empf&#228;nger von Elterngeld mit geringen und mittleren Einkommen – k&#252;nftig werden <strong>nur noch 65% anstatt der bisherigen 67% des Nettoeinkommens durch Elterngeld </strong>ersetzt.</li>
</ul>
<ul>
<li>Ebenfalls werden die <strong>Rentenversicherungsbeitr&#228;ge f&#252;r Langzeitarbeitslose gestrichen</strong>. Einsparvolumen: 1,85 Mio. Euro. Das bedeutet: K&#252;nftig werden Arbeitslose auch noch st&#228;rker von Altersarmut bedroht sein.</li>
</ul>
<ul>
<li>Bei den <strong>Wohngeldempf&#228;ngern streicht Schwarz-Gelb den</strong> bislang gew&#228;hrten <strong>Heizkostenzuschuss. </strong>Ein-Personen-Haushalte verlieren dadurch 24 Euro Wohngeld im Monat, Zwei-Personen-Haushalte 31 Euro und f&#252;r jedes weitere Familienmitglied kommen 6 Euro Wohngeldverlust im Monat dazu. Diesen Zuschuss hatte die Gro&#223;e Koalition auf Betreiben der SPD eingef&#252;hrt, damit Geringverdiener, die zur Begleichung ihrer Miete unterst&#252;tzend Wohngeld erhalten, wenigstens von dem rasanten Anstieg der Heizkosten entlastet werden. Die Abschaffung des Heizkostenzuschusses betrifft allein in Hamburg knapp 18.000 Haushalte, allen voran einkommensschwache Familien mit Kindern. Das Statistikamt Nord teilte mir mit, dass ab Januar 2011 den Hamburger Wohngeldempf&#228;nger-Haushalten im Schnitt 32 Euro monatlich fehlen werden.</li>
</ul>
<p>Wie viele Euros die Mehrbelastungen des Jahres 2011 ausmachen, hat der Steuerzahlerbund in der nachstehenden Tabelle errechnet. Die Daten zeigen, dass vor allem untere und mittlere Einkommen sowie Familien mit Kindern &#252;berproportional von den Mehrbelastungen betroffen sind. Das ist &#228;u&#223;erst ungerecht und ein schlechter Start der schwarz-gelben Koalition ins neue Jahr.</p>
<p><strong>Ihre Mehrausgaben 2011 im &#220;berblick: </strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/01/Mehrbelastung-20111.png" rel="shadowbox[post-3489];player=img;"><img class="size-full wp-image-3490 aligncenter" title="Mehrbelastung 2011" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/01/Mehrbelastung-20111.png" alt="" width="598" height="529" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach G20-Pleite: Finanztransaktionssteuer in der EU verwirklichen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 12:43:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gruppe der 20 wichtigsten Volkswirtschaften der Welt haben die Entscheidung &#252;ber eine internationale Finanztransaktionssteuer beim Gipfeltreffen in Kanada auf die lange Bank geschoben. Bundeskanzlerin Angela Merkel fehlte es offensichtlich an der Kraft, eine Mehrheit f&#252;r die Steuer innerhalb der G20 zu organisieren. Wir in der SPD-Bundestagsfraktion sind ohnehin skeptisch, ob Schwarz-Gelb die Finanztransaktionssteuer &#252;berhaupt [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/06/G20neu.png" rel="shadowbox[post-2213];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-2214" title="G20neu" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/06/G20neu.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Gruppe der 20 wichtigsten Volkswirtschaften der Welt haben die Entscheidung &#252;ber eine internationale Finanztransaktionssteuer beim Gipfeltreffen in Kanada auf die lange Bank geschoben. Bundeskanzlerin Angela Merkel fehlte es offensichtlich an der Kraft, eine Mehrheit f&#252;r die Steuer innerhalb der G20 zu organisieren. Wir in der SPD-Bundestagsfraktion sind ohnehin skeptisch, ob Schwarz-Gelb die Finanztransaktionssteuer &#252;berhaupt will.</p>
<p>Bei den Griechenland-Hilfen und dem Euro-Rettungspaket hatte sich die Bundesregierung bereits geweigert, flankierend eine Finanztransaktionssteuer auf den Weg zu bringen, wie es die SPD gefordert hatte.</p>
<p>Nach der abermaligen Pleite des G20-Gipfels, brauchbare Beschl&#252;sse gegen das Zocken zu fassen, erwartet die SPD-Bundestagsfraktion, dass sich die Bundesregierung nun darum bem&#252;ht, bis zum n&#228;chsten G20-Treffen eine Finanztransaktionssteuer wenigstens innerhalb der EU zu beschlie&#223;en. Die EU sollte mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, dass sie an einer wirksamen Regulierung und Kostenbeteiligung der Finanzakteure interessiert ist.</p>
<p>Warum diese Steuer? Weil das Aufkommen der Finanztransaktionssteuer sowohl zum Abbau des Haushaltsdefizits, als auch f&#252;r dringend notwendige Wachstumsimpulse genutzt werden k&#246;nnte. Die bisherige Politik der Bundesregierung, bei den unteren und mittleren Einkommen zu sparen, gef&#228;hrdet den Wohlstand in Deutschland. Eine europ&#228;ische Finanztransaktionssteuer w&#228;re dringend erforderlich und gerecht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>39.000.000.000 € weniger bis 2013 &#8211; verheerende Steuersch&#228;tzung f&#252;r Schwarz-Gelb</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 13:08:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
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		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute am 6. Mai 2010 hat der Steuersch&#228;tzerkreis die Zahlen auf den Tisch gelegt: Die Steuersch&#228;tzung best&#228;tigt die von allen Fachleuten bef&#252;rchteten Ausf&#228;lle. Schwarz-Gelb hatte mit Verweis auf die Bekanntgabe der heutigen Zahlen die bisherige Unt&#228;tigkeit der Bundesregierung in den letzten Monaten begr&#252;ndet. Es war doch aber die ganze Zeit schon klar, dass die Steuerausf&#228;lle [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/05/geld.jpg" rel="shadowbox[post-1692];player=img;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1693" title="geld" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/05/geld-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Heute am 6. Mai 2010 hat der Steuersch&#228;tzerkreis die Zahlen auf den Tisch gelegt: Die Steuersch&#228;tzung best&#228;tigt die von allen Fachleuten bef&#252;rchteten Ausf&#228;lle. Schwarz-Gelb hatte mit Verweis auf die Bekanntgabe der heutigen Zahlen die bisherige Unt&#228;tigkeit der Bundesregierung in den letzten Monaten begr&#252;ndet. Es war doch aber die ganze Zeit schon klar, dass die Steuerausf&#228;lle gewaltig sein w&#252;rden, und kein Spielraum f&#252;r absurde schwarz-gelbe Steuersenkungspl&#228;ne da ist.</p>
<p>Nun also ist es &#8220;amtlich&#8221;: Die Einnahmeprognosen f&#252;r den Gesamtstaat m&#252;ssen in den Jahren 2010 bis 2013 im Vergleich zu den bisherigen Sch&#228;tzungen um rund <strong>39 Milliarden Euro reduziert</strong> werden. Das Minus bel&#228;uft sich im laufenden Jahr auf rund 1,2 Milliarden Euro und w&#228;chst im Jahr 2011 auf rund 11,7 Milliarden Euro, 2012 auf rund 12,3 Milliarden Euro und 2013 auf rund 13,7 Milliarden Euro. Diese Mindereinnahmen versch&#228;rfen die ohnehin katastrophale Finanzlage der &#246;ffentlichen Haushalte. Die Kommunen sind von &#252;berproportionalen Verlusten betroffen.</p>
<p>Ursache f&#252;r die Verschlechterung der Einnahmebasis ist dabei nicht nur die Wachstumsabschw&#228;chung in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat mit ihren bereits beschlossenen Steuergeschenken f&#252;r Hoteliers, internationale Konzerne und reiche Erben wesentlich zu den Einnahmeausf&#228;llen beigetragen.</p>
<p>Angesichts dieser desastr&#246;sen Steuersch&#228;tzung m&#252;ssen Kanzlerin Merkel und Bundesfinanzminister Sch&#228;uble endlich ihr Spiel auf Zeit aufgeben und Klarheit schaffen. Es gibt jetzt keine Ausfl&#252;chte mehr. Merkel und Sch&#228;uble m&#252;ssen den eigenen Anh&#228;ngern in Union und FDP klar machen, dass es f&#252;r ihre illusorischen Steuersenkungspl&#228;ne keinerlei Spielr&#228;ume gibt. Vor allem aber muss der Bundesfinanzminister umgehend ein belastbares Konzept zur Bew&#228;ltigung der Haushaltsprobleme vorlegen, um die Leistungsf&#228;higkeit von Bund, L&#228;ndern und Kommunen sicherzustellen. Wer will fiskalisch betrachtet griechische Verh&#228;ltnisse bei uns?</p>
<p>Wieder einmal zeigt sich, dass nur mit der SPD solides Wirtschaften m&#246;glich ist. Ich bin mir sicher, dass selbst viele Abgeordnete in CDU/CSU dem sozialdemokratischen Finanzminister Peer Steinbr&#252;ck nachtrauern!</p>
<p>Den schwarz-gelben Steuer-Irrsinn bringt auch der Artikel von Thorsten Denkler auf s&#252;ddeutsche.de hervorragend auf den Punkt (<a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/finanzen/329/510448/text/" target="_blank">hier lesen</a>)!</p>
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		<title>&#220;ber Guido bricht sich die Westerwelle – FDP verschiebt Steuersenkungspl&#228;ne</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es zeichnete sich seit Langem ab, heute wurde es offiziell verk&#252;ndet: Die FDP vollzieht die Kehrtwende in ihrer Steuerpolitik. Die im Wahlkampf versprochene schnelle Steuer-Entlastung der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger wird es nicht geben. Angesichts der Rekord-Neuverschuldung des Bundes f&#252;r das Jahr 2010 (80,2 Milliarden Euro) m&#252;ssten die B&#252;rger mindestens zwei Jahre auf Steuererleichterungen warten, wie [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/04/geld.jpg" rel="shadowbox[post-1377];player=img;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1383" title="geld" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/04/geld-150x150.jpg" alt="geld" width="150" height="150" /></a>Es zeichnete sich seit Langem ab, heute wurde es offiziell verk&#252;ndet: Die FDP vollzieht die Kehrtwende in ihrer Steuerpolitik. Die im Wahlkampf versprochene schnelle Steuer-Entlastung der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger wird es nicht geben. Angesichts der Rekord-Neuverschuldung des Bundes f&#252;r das Jahr 2010 (80,2 Milliarden Euro) m&#252;ssten die B&#252;rger mindestens zwei Jahre auf Steuererleichterungen warten, wie Hermann-Otto Solms (FDP-Finanzpolitiker) im Namen der Parteispitze heute verk&#252;ndete.</p>
<p>Guido Westerwelle hatte im Wahlkampf im September 2009 noch eine „elementare Steuerreform“ mit einem Entlastungsvolumen von 35 Milliarden Euro versprochen. <strong>Nichts davon ist &#252;brig geblieben!</strong> Mich wundert dieses Eingest&#228;ndnis des Scheiterns 1. Klasse &#252;berhaupt nicht: Die Staatsverschuldung Deutschlands liegt aktuell bei 1,7 Billionen Euro, pro Sekunde w&#228;chst der Schuldenberg um 4.481 Euro. Statistisch gesehen ist jeder B&#252;rger mit 20.728 Euro pro Kopf verschuldet (Quelle: Bund der Steuerzahler, Stand: 13. April). Nehmen wir dazu die aktuelle Neuverschuldung f&#252;r 2010 (80,2 Mrd. Euro), ist das Ergebnis unter dem Strich einfach: Es gibt einfach keinen Spielraum f&#252;r Steuersenkungen – das wissen auch die SteuerzahlerInnen. Umso schlimmer, dass Schwarz-Gelb zu Beginn des Jahres erst einmal die Hotel-Besitzer mit der sinnlosen Mehrwertsteuer-Senkung von 19 auf 7 Prozent entlastet haben.</p>
<p>Warum aber genau jetzt die Kehrtwendung der FDP? Ich denke, das hat eine Menge mit der bevorstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu tun, wo Schwarz-Gelb in den Umfragen die Mehrheit weggebrochen ist. Die FDP will sich jetzt von ihren Altlasten befreien, die bei den W&#228;hlerInnen unpopul&#228;r sind – sehr durchsichtig.</p>
<p>Es war einst im April 2010, als eine Westerwelle &#252;ber Guido hereinbrach und sein zentrales Wahlkampf-Versprechen wegsp&#252;lte…<br />
Wer auf eine solide Finanz- und Steuerpolitik setzt, muss SPD w&#228;hlen. <a href="http://www.nrwspd.de/html/-1/welcome/index.html">Auch am 9. Mai in NRW</a>!</p>
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		<title>Koalition im R&#252;ckw&#228;rtsgang</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 08:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aydan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[24 Milliarden Euro Steuerentlastung hat Schwarz-Gelb den Menschen vollmundig im Koalitionsvertrag versprochen. Kaum im Amt zeigt die Bundeskanzlerin, dass die Vereinbarung nicht viel wert ist &#8211; und schiebt den Bundesl&#228;ndern den schwarzen Peter zu. Flankiert wurde das Zur&#252;ckrudern Angela Merkels durch ihren neuen Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble, der via Bild-Zeitung (Donnerstagsausgabe) erkl&#228;rte, dass erst Mitte 2010 [...]]]></description>
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<p>24 Milliarden Euro Steuerentlastung hat Schwarz-Gelb den Menschen vollmundig im Koalitionsvertrag versprochen. Kaum im Amt zeigt die Bundeskanzlerin, dass die Vereinbarung nicht viel wert ist &#8211; und schiebt den Bundesl&#228;ndern den schwarzen Peter zu.</p>
<p>Flankiert wurde das Zur&#252;ckrudern Angela Merkels durch ihren neuen Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble, der via Bild-Zeitung (Donnerstagsausgabe) erkl&#228;rte, dass erst Mitte 2010 &#8211; nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen &#8211; klar sei, wie eine Steuerreform aussehen k&#246;nne.</p>
<p>Das deckt sich offensichtlich mit der Vorstellung der Bundeskanzlerin. Nach ihrer Vereidigung sagte sie in Fernseh-Interviews zu der angek&#252;ndigten 24-Milliarden-Steuerentlastung: &#8220;Auf Punkt und Komma kann ich es ihnen nicht garantieren, weil noch andere mitwirken, die nicht Teil der Koalitionsvereinbarung sind.&#8221; Gemeint waren die Ministerpr&#228;sidenten, denn auch von Merkels Parteifreunden in den L&#228;ndern kommt scharfe Kritik an den Pl&#228;nen, die im Bundesrat scheitern k&#246;nnten.</p>
<p>Frau Merkel reagiert, wie zu erwarten war. Die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch nicht trocken, schon weicht Frau Merkel vor dem sich aufbauenden Widerstand zur&#252;ck&#8221; und nehme die L&#228;nder als &#8220;Alibi&#8221;. Dies entspricht Merkels Art zu arbeiten: Am Vortag steht sie noch fest bei CSU und FDP, aber heute bereits relativiert sie alles und ist schon halb bei ihren m&#228;chtigen Kritikern aus den eigenen L&#228;ndern.</p>
<p>Frau Merkel bleibt die Meisterin des Durchlavierens.</p>
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		<title>Schwarz-gelber Fehlstart</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 22:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aydan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch bevor die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen hat, versch&#228;rft sich die &#246;ffentliche Kritik am Koalitionsvertrag. &#8220;Nichts ist beantwortet, alle wichtigen Fragen sind in Kommissionen verlagert worden&#8221;, fasste Frank-Walter Steinmeier zusammen. Kurz vor Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung nimmt der Widerstand gegen die Vorhaben von Union und FDP zu. Im Zentrum der Kritik stehen insbesondere die [...]]]></description>
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<p>Noch bevor die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen hat, versch&#228;rft sich die &#246;ffentliche Kritik am Koalitionsvertrag. &#8220;Nichts ist beantwortet, alle wichtigen Fragen sind in Kommissionen verlagert worden&#8221;, fasste Frank-Walter Steinmeier zusammen.</p>
<p>Kurz vor Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung nimmt der Widerstand gegen die Vorhaben von Union und FDP zu. Im Zentrum der Kritik stehen insbesondere die Steuer- und die Gesundheitspolitik &#8211; sogar in den eigenen Reihen. So k&#252;ndigte die designierte Ministerpr&#228;sidentin Th&#252;ringens, Christine Lieberknecht an, Steuersenkungen, die sich negativ auf den Landeshaushalt auswirken, zu verhindern. Auch der saarl&#228;ndische Finanzminister Peter Jacoby will Einnahmeausf&#228;lle nicht hinnehmen, und sein Ministerpr&#228;sident Peter M&#252;ller stellt fest: &#8220;Wir haben Diskussionsbedarf&#8221; &#8211; und das nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen.</p>
<p><strong>&#8220;Drastische Geb&#252;hrenerh&#246;hung&#8221; erwartet</strong></p>
<p>Alarm schlagen auch die St&#228;dte und Gemeinden: &#8220;Die Steuerausf&#228;lle nehmen uns die Luft zum Atmen&#8221;, klagt der Hauptgesch&#228;ftf&#252;hrer des Deutschen St&#228;dte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der mit Einnahmeausf&#228;llen von 3,6 Milliarden Euro rechnet. &#8220;Wenn es wahr wird, dass das Mehrwertsteuerprivileg f&#252;r &#246;ffentliche Unternehmen f&#228;llt, schneidet das nicht nur tief in die kommunalen Haushalte&#8221;, sagt auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier, &#8220;sondern es wird vor allem eine drastische Geb&#252;hrenerh&#246;hung f&#252;r die Einwohner in St&#228;dten und Gemeinden geben&#8221;.</p>
<p>Dass sich die Steuermindereinnahmen durch h&#246;heres Wirtschaftswachstum selbst gegen finanzieren, wie es Schwarz-Gelb versprechen, glaubt indes kaum jemand. Sp&#228;testens nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, vermutet der Finanzexperte im Deutschen Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung, Stefan Bach, werde die Regierung feststellen, dass die &#246;ffentlichen Haushalte komplett aus dem Ruder laufen. &#8220;Dann wird man konkrete Pl&#228;ne schmieden m&#252;ssen, entweder auf der Ausgabenseite zu k&#252;rzen oder eben an anderer Stelle Steuern und Abgaben zu erh&#246;hen.&#8221;</p>
<p>&#214;ffentlichen Streit gibt es sogar zwischen den Koalitionspartnern in der Gesundheitspolitik. So hatte unter anderem Horst Seehofer wiederholt signalisiert, dass der Gesundheitsfonds eine Zukunft habe. Die FDP will das nicht.</p>
<p><strong>&#8220;Alle Ma&#223;nahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt&#8221;</strong></p>
<p>Vieles erscheint also auch nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen offen, zahlreiche Kommissionen sollen eingerichtet werden, um die nach wie vor offenen Fragen zu kl&#228;ren. Nach den vermeintlich positiven Botschaften von Steuersenkungen, werden die Zumutungen f&#252;r die Menschen vermutlich erst nach der Landtagswahl in NRW deutlich werden. Denn die entscheidende Passage im Koalitionsvertrag, die auch der k&#252;nftige Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble im Kopf haben d&#252;rfte, findet sich auf Seite 20: &#8220;Alle Ma&#223;nahmen des Koalitionsvertrages stehen unter Finanzierungsvorbehalt.&#8221;</p>
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		<title>Schwarz-gelber R&#252;ckschritt</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 19:18:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aydan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurz vor Beginn der schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen zeichnet sich ein neoliberaler Kurs f&#252;r das Land ab. Atomausstieg und die solidarische Gesundheitsversicherung stehen ebenso zur Disposition wie Mindestl&#246;hne und K&#252;ndigungsschutz. Es droht der R&#252;ckschritt in die 90er Jahre. F&#252;nf Tage stritten CDU, CSU und FDP, was aus der jeweiligen Sicht nicht verhandelbar sei. Versuchte Angela Merkel anfangs [...]]]></description>
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<p>Kurz vor Beginn der schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen zeichnet sich ein neoliberaler Kurs f&#252;r das Land ab. Atomausstieg und die solidarische Gesundheitsversicherung stehen ebenso zur Disposition wie Mindestl&#246;hne und K&#252;ndigungsschutz. Es droht der R&#252;ckschritt in die 90er Jahre.</p>
<p>F&#252;nf Tage stritten CDU, CSU und FDP, was aus der jeweiligen Sicht nicht verhandelbar sei. Versuchte Angela Merkel anfangs noch, wichtige von der SPD durchgesetzte Fortschritte zu verteidigen, wird zunehmend klar: Gegen ihren eigenen Wirtschaftsfl&#252;gel und gegen die FDP Guido Westerwelles wird sie sich kaum durchsetzen k&#246;nnen. F&#252;r schnelle Steuersenkungen vor allem f&#252;r Reiche macht au&#223;erdem noch die CSU Druck.</p>
<p>Schnell einigen werden sich Union und FDP auf l&#228;ngere Laufzeiten f&#252;r Atomkraftwerke, die den Energieriesen m&#228;chtige Zusatzgewinne einbringt &#8211; aber auch die Endlagerfrage versch&#228;rft und massiv die Forschung und Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien bremst. Schwarz-Gelb ist hier klar in der Pflicht der Atomlobby, die viel Geld und M&#252;he in dieses Ergebnis investiert hatte.</p>
<p>Klar ist auch: Den vollmundigen Steuersenkungsversprechen m&#252;ssen Union und FDP Taten folgen lassen. Welche tiefen sozialen Einschnitte zur Gegenfinanzierung folgen, bleibt noch offen. Dass angesichts der Belastungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise und der zus&#228;tzlichen Einnahmeausf&#228;lle des Staates durch Steuersenkungen f&#252;r Reiche kein Geld f&#252;r bessere Bildung zur Verf&#252;gung steht, ist offensichtlich.</p>
<p>Alles ist verhandelbar, sagt Guido Westerwelle. Die Feststellung ist deutlich mehr Richtung Union adressiert als sie eigene Kompromissbereitschaft signalisieren soll: Er will unter anderem die Aufweichung des K&#252;ndigungsschutzes, die Abschaffung von Mindestl&#246;hnen und eine Privatisierung des Gesundheitswesens. Das will auch der Wirtschaftsfl&#252;gel der Union.</p>
<p>Klare Regeln f&#252;r die Finanzm&#228;rkte und die Beteiligung der Verursacher der Krise an deren Lasten, will hingegen keiner der k&#252;nftigen Koalitionspartner wirklich vorantreiben. An dieser Stelle wird es keine Bewegung geben.</p>
<p>Am Montag wollen CDU, CSU und FDP ihre Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Der erste schwarz-gelbe Schritt zur&#252;ck in die 90er Jahre.</p>
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