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	<title>Aydan Özoguz (SPD Hamburg) &#187; Mindestlohn</title>
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	<description>Mitglied des Deutschen Bundestages</description>
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		<title>Fairness auf dem Arbeitsmarkt &#8211; das SPD-Konzept</title>
		<link>http://oezoguz.de/fairness-auf-dem-arbeitsmarkt-das-spd-konzept/996/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 10:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die SPD will mit grundlegenden Reformen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Die Begrenzung von Leiharbeit, mehr Mitbestimmung, ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro und ein sozialer Arbeitsmarkt sollen f&#252;r mehr Gerechtigkeit sorgen, die W&#252;rde der Menschen sichern und das Ziel von Vollbesch&#228;ftigung verfolgen. Daf&#252;r hat das SPD-Pr&#228;sidium am 15. M&#228;rz 2010 ein umfassendes [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/03/Gabriel-Scholz.jpg" rel="shadowbox[post-996];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-998" title="Gabriel Scholz" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/03/Gabriel-Scholz.jpg" alt="Gabriel Scholz" width="150" height="150" /></a>Die SPD will mit grundlegenden Reformen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Die Begrenzung von Leiharbeit, mehr Mitbestimmung, ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro und ein sozialer Arbeitsmarkt sollen f&#252;r mehr Gerechtigkeit sorgen, die W&#252;rde der Menschen sichern und das Ziel von Vollbesch&#228;ftigung verfolgen.</p>
<p>Daf&#252;r hat das SPD-Pr&#228;sidium am 15. M&#228;rz 2010 ein umfassendes Konzept beschlossen (<a href="http://www.spd.de/de/pdf/100315_beschluss_arbeitsmarkt.pdf" target="_blank">hier einsehen!</a>).<br />
Mit diesem arbeitsmarktpolitischen Gesamtkonzept hat die SPD einen Gegenentwurf vorgelegt zu den Hartz-IV-Thesen Guido Westerwelles und der Aufstocker-Logik von J&#252;rgen R&#252;ttgers. Wir zeigen detailliert Vorschl&#228;ge f&#252;r eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Selbstkritik mit Fehlentwicklungen aus den Arbeitsmarktreformen der rot-gr&#252;nen Bundesregierung geh&#246;ren ehrlicherweise auch dazu – bspw. bei der Leiharbeit oder auch bei der Verm&#246;gensanrechnung von Arbeitslosengeld II-Empf&#228;ngern („Hartz IV“). SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel und SPD-Vize Olaf Scholz stellten das Konzept in Berlin vor.</p>
<p>In der Kurzfassung hier die wichtigsten Eckpunkte:</p>
<p><strong>Arbeit muss sich lohnen</strong><br />
Im Kern geht es darum, den Trend auf dem Arbeitsmarkt weg von sozialversicherungspflichtiger und Existenz sichernder Besch&#228;ftigung zu stoppen. Deutschland darf nicht zu einer Transfergesellschaft werden, wie sie der nordrhein-westf&#228;lische Ministerpr&#228;sident R&#252;ttgers vertritt. Klare Absage auch an die FDP-Pl&#228;ne, das Lohnabstandsgebot durch K&#252;rzungen in der Grundsicherung vorzunehmen. Dies ist schon verfassungsrechtlich nicht machbar. Darum macht sich die SPD f&#252;r einen gesetzlichen Mindestlohn stark und unterst&#252;tzt den Deutschen Gewerkschaftsbund in seiner Forderung nach 8,50 Euro f&#252;r die Lohnuntergrenze.</p>
<p><strong>Leiharbeit begrenzen</strong><br />
Leih- und Zeitarbeit m&#252;ssen wieder auf ihren eigentlichen Zweck zur&#252;ckgef&#252;hrt werden. Denn die Leiharbeit hat sich – auch durch Tarifvertr&#228;ge mit neu entstandenen &#8220;Scheingewerkschaften&#8221; – weniger zu einem Instrument der Flexibilit&#228;t entwickelt als viel mehr zur Lohndr&#252;ckerei. Darum wollen wir die Mitbestimmungsrechte der Betriebsr&#228;te in den Entleihbetrieben st&#228;rken und den Grundsatz &#8220;gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit&#8221; durchsetzen.</p>
<p><strong>Neue Perspektiven f&#252;r Langzeitarbeitslose</strong><br />
Der von vielen voreilig kritisierte Ansatz von SPD-Vize Hannelore Kraft ist richtig: Wir brauchen einen ausgebauten sozialen Arbeitsmarkt gerade f&#252;r Langzeitarbeitslose, die wegen starker Vermittlungshemmnisse derzeit kaum Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. 200.000 neue Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse sollen geschaffen werden. Klar ist: Es darf keine regul&#228;re Besch&#228;ftigung vernichtet werden und die Annahme eines solchen Angebots ist freiwillig. Kein Stra&#223;enkehr-Zwang a la Guido Westerwelle!</p>
<p><strong>Qualifizierung verl&#228;ngert Arbeitslosengeld I-Bezug</strong><br />
Wichtige Verbesserungen schl&#228;gt das SPD-Konzept beim Arbeitslosengeld vor. Der Anspruch auf das Arbeitslosengeld I soll bei beruflichen Qualifizierungsma&#223;nahmen bis zu zw&#246;lf Monate verl&#228;ngert werden. Wegen des hohen b&#252;rokratischen Aufwands und auch um die Lebensleistung jedes Einzelnen zu honorieren fordert die SPD die Abschaffung der Verm&#246;genspr&#252;fung beim Arbeitslosengeld II. In den kommenden Wochen wollen wir au&#223;erdem pr&#252;fen, wie die zunehmende Zahl an freiberuflich T&#228;tigen, beispielsweise K&#252;nstler, Selbst&#228;ndige oder Subunternehmer in die sozialen Sicherungssysteme, insbesondere Alterssicherung, einbezogen werden k&#246;nnen.</p>
<p>Die vorgelegten Thesen, die jetzt in der Partei aber auch mit Gewerkschaften, Unternehmen und Sozialverb&#228;nden diskutiert werden sollen, sind eine konsequente Weiterentwicklung unserer Politik, die auch Korrekturen vornimmt.</p>
<p><strong>Endg&#252;ltig beschlossen wird das arbeitsmarktpolitische Konzept auf dem SPD-Parteitag im September 2010.</strong></p>
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		<title>Zur Hartz-IV-Debatte: das Lohnabstandsgebot am Beispiel Wandsbek</title>
		<link>http://oezoguz.de/zur-hartz-iv-debatte-das-lohnabstandsgebot-am-beispiel-wandsbek/717/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 13:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gr&#246;&#223;te Aufregung um Guido Westerwelles diskriminierende Sozialstaatsschelte ist mittlerweile etwas abgeflaut, und die Politik ist gefordert, konkrete Vorschl&#228;ge zu machen. Vermehrt taucht jetzt in den Zeitungen das Stichwort &#8220;Lohnabstandsgebot&#8221; auf. Der etwas sperrige Begriff zielt darauf ab, dass zwischen dem Lohn regul&#228;rer Erwerbsarbeit auf der einen, und Leistungen f&#252;r Arbeitslose auf der anderen Seite [...]]]></description>
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<p>Die gr&#246;&#223;te Aufregung um Guido Westerwelles <a href="http://oezoguz.de/spaetroemische-dekadenz-oder-guido-macht-die-westerwelle/550/" target="_blank">diskriminierende Sozialstaatsschelte</a> ist mittlerweile etwas abgeflaut, und die Politik ist gefordert, konkrete Vorschl&#228;ge zu machen.</p>
<p>Vermehrt taucht jetzt in den Zeitungen das Stichwort &#8220;Lohnabstandsgebot&#8221; auf. Der etwas sperrige Begriff zielt darauf ab, dass zwischen dem Lohn regul&#228;rer Erwerbsarbeit auf der einen, und Leistungen f&#252;r Arbeitslose auf der anderen Seite ein Abstand bestehen sollte, damit sich arbeiten auch &#8220;lohnt&#8221;.</p>
<p>Soweit ich die Debatte &#252;berschaue, sind sich alle einig, dass derjenige, der arbeitet, &#252;ber mehr Geld verf&#252;gen sollte, als jemand, der arbeitslos ist. Das Lohnabstandsgebot muss eingehalten werden.</p>
<p><strong>Das Dilemma:</strong> Viele Berufst&#228;tige haben trotz Vollzeitjob nicht mehr Geld zum Leben als ein Empf&#228;nger von Arbeistlosengeld II (ALG II, &#8220;Hartz-IV&#8221;). Drei Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdienen in Deutschland weniger als acht Euro pro Stunde. 1,3 Millionen verdienen sogar so wenig, dass sie noch zus&#228;tzlich zum Lohn Leistungen aus der Grundsicherung beziehen m&#252;ssen – also ihren k&#228;rglichen Lohn mit staatlichen Leistungen aufstocken. Das kann nicht sein!</p>
<p><strong>Die einfachste L&#246;sung:</strong> Mindestl&#246;hne! SPD, Gewerkschaften und immer mehr Wirtschaftsexperten fordern ihn, nur die Union und FDP str&#228;uben sich beharrlich, einen allgemeinen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro/Stunde per Gesetz festzuschreiben. Aber um einen merkbaren Lohnabstand zwischen ALG II-Empf&#228;ngern und Geringverdienern herzustellen, ist der Mindestlohn unabdingbar.</p>
<p><strong>Zum Vergleich:</strong> Ein alleinstehender ALG II-Empf&#228;nger – der ja keinesfalls anstrengungslosen Wohlstand einstreicht, wie Guido Westerwelle behauptet – erh&#228;lt im Monat 359 Euro. Au&#223;erdem werden die Miete und die Heizkosten bezahlt (allerdings nicht der Strom!): Wer beispielsweise <strong>in Wandsbek im Eulenkamp</strong> wohnt, zahlt nach dem Hamburger Mietspiegel f&#252;r eine 40qm-Wohnung (diese Quadratmeter gelten als Richtwert f&#252;r ALG II-Empf&#228;nger) im Schnitt monatlich 362 Euro Kaltmiete. Die Heizkosten w&#252;rden f&#252;r diese Wohngr&#246;&#223;e nach Sch&#228;tzung des Hamburger Mietervereins 40 Euro pro Monat betragen.</p>
<p>Umgerechnet bekommt ein alleinstehender ALG II-Empf&#228;nger nach diesem Beispiel also 761 Euro (Regelsatz + Miete + Heizkosten).</p>
<p>Wenn es nun einen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro/Stunde g&#228;be, w&#252;rde ein Vollzeitarbeitnehmer mit 40 Wochenstunden minimal 1.200 Euro brutto verdienen. Das sind 910 Euro netto. Abz&#252;glich der Miete (362,-) und der Heizkosten (40,-) blieben 508 Euro im Monat &#8211; immerhin knapp <strong>150 Euro mehr als der Hartz-IV-Regelsatz</strong>. Zur Erinnerung: Viele Geringverdiener haben aktuell trotz Arbeit weniger Geld zur Verf&#252;gung als ein Arbeitsloser.</p>
<p>Mindestl&#246;hne sind das Gebot der Stunde und f&#252;r den Lohnabstand zwingend notwendig – sie sind nur mit der SPD zu erreichen.</p>
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		<title>Nach dem Hartz IV-Urteil: SPD f&#252;r Mindestl&#246;hne &#8211; gegen Armut</title>
		<link>http://oezoguz.de/nach-dem-hartz-iv-urteil-spd-fuer-mindestloehne-gegen-armut/481/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 14:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht hat in dieser Woche Klarheit dar&#252;ber geschaffen, wie k&#252;nftig die Regels&#228;tze f&#252;r die Grundsicherung und die Sozialhilfe ermittelt werden m&#252;ssen. Die SPD begr&#252;&#223;t dieses Urteil (hier im Wortlaut) und fordert die Bundesregierung auf, jetzt schleunigst neue Berechnungen vorzulegen. Dass in Deutschland Kinder in Armut leben, ist ein Zustand, den wir nicht akzeptieren. Kinder [...]]]></description>
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<p>Das Bundesverfassungsgericht hat in dieser Woche Klarheit dar&#252;ber geschaffen, wie k&#252;nftig die Regels&#228;tze f&#252;r die Grundsicherung und die Sozialhilfe ermittelt werden m&#252;ssen. Die SPD begr&#252;&#223;t dieses Urteil (<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html" target="_blank">hier im Wortlaut</a>) und fordert die Bundesregierung auf, jetzt schleunigst neue Berechnungen vorzulegen. Dass in Deutschland Kinder in Armut leben, ist ein Zustand, den wir nicht akzeptieren. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, denen der Regelsatz von 359 Euro pauschal gek&#252;rzt werden kann. Sie brauchen einen eigenen Bedarf (z.B. f&#252;r Windeln, Schulmaterialien oder Kleidung), der – so sind sich alle Experten einig – h&#246;her ausfallen wird als bisher.</p>
<p>Armut verhindern wir aber nicht allein mit finanzieller Unterst&#252;tzung: Kinder sind arm, weil ihre Eltern keine oder schlecht bezahlte Arbeit haben. Vielfach sind fehlende Kinderbetreuungsm&#246;glichkeiten die Ursache daf&#252;r, dass Elternpaare oder Alleinerziehende keine Erwerbst&#228;tigkeit aufnehmen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>F&#252;r die SPD sind deshalb die folgenden Leitlinien wichtig:</strong></p>
<p><strong>Wer Vollzeit arbeitet, der muss von seinem Lohn auch leben k&#246;nnen.</strong> Wer &#252;ber eine Neuberechnung der Grundsicherung spricht, der muss auch &#252;ber Mindestl&#246;hne und &#252;ber eine St&#228;rkung von Tarifl&#246;hnen sprechen, damit sich Arbeit auszahlt. Vorschl&#228;ge aus Reihen der CDU, Dumpingl&#246;hne mit Steuergeldern „aufzustocken“, sind nicht sozial &#8211; weder f&#252;r die geringverdienenden Arbeitnehmer, noch f&#252;r den Steuerzahler. Ebenso besch&#228;mend sind <a title="Schwarz-gelb denkt &#252;ber Hartz IV-K&#252;rzungen nach" href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/hartz-iv-koalition-diskutiert-ueber-kuerzungen-bei-hartz-iv_aid_478888.html" target="_blank">erste schwarz-gelbe Forderungen</a>, nach dem Urteil die Hartz IV-Regels&#228;tze zu senken.</p>
<p><strong>Arbeit f&#246;rdern – Job-Center sichern</strong>. Wer Armut verhindern will, muss Chancen auf Arbeit st&#228;rken. Dazu brauchen wir eine leistungsf&#228;hige Arbeitsvermittlung. Deshalb ist es wichtig, dass die Job-Center ihre Arbeit fortsetzen k&#246;nnen. Die SPD ist bereit, mit der Union &#252;ber eine gesetzliche L&#246;sung und die daf&#252;r notwendige Verfassungs&#228;nderung zu verhandeln. Aber es darf keine K&#252;rzungen bei der Arbeitsf&#246;rderung geben.</p>
<p><strong>Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land ordentlich bezahlte Arbeitspl&#228;tze haben oder finden.<br />
Gute L&#246;hne f&#252;r gute Arbeit. SPD.</strong></p>
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		<title>Mindestlohn in der Tonne</title>
		<link>http://oezoguz.de/mindestlohn-in-der-tonne/274/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 09:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aydan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Die angek&#252;ndigte Vertagung auf unbestimmte Zeit droht eine Vertagung auf den Sankt Nimmerleinstag zu werden. Die Bundeskanzlerin l&#228;sst sich von der FDP vorf&#252;hren und in den Bruch eines Wahlversprechens treiben. Das ist ein Schlag ins Gesicht der 160.000 Besch&#228;ftigten in der Abfallwirtschaft! Vor der Bundestagswahl haben Angela Merkel und die Union noch versprochen, dass es [...]]]></description>
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<p>Die angek&#252;ndigte Vertagung auf unbestimmte Zeit droht eine Vertagung auf den Sankt Nimmerleinstag zu werden. Die Bundeskanzlerin l&#228;sst sich von der FDP vorf&#252;hren und in den Bruch eines Wahlversprechens treiben. Das ist ein Schlag ins Gesicht der 160.000 Besch&#228;ftigten in der Abfallwirtschaft!</p>
<p>Vor der Bundestagswahl haben Angela Merkel und die Union noch versprochen, dass es bei den vereinbarten Mindestl&#246;hnen bleibt. Der Mindestlohn f&#252;r die Abfallbranche geh&#246;rt in diese Kategorie der vereinbarten Mindestl&#246;hne. Noch im August 2009 hatte sich der Tarifausschuss im Bundesarbeitsministerium f&#252;r die Lohnuntergrenze der Abfall- und Entsorgungsbranche ausgesprochen. Der Mindestlohntarifvertrag, der eine H&#246;he von 8,02 Euro vorsieht, m&#252;sste nur noch laut den g&#252;ltigen gesetzlichen Bestimmungen von der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen per Verordnung f&#252;r allgemeinverbindlich erkl&#228;rt werden. Die weitere Festlegung im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung, wonach stets das Kabinett einvernehmlich einem Mindestlohn zustimmen muss, ist eine weitere H&#252;rde und steht nicht im Einklang mit den Versprechen der Bundeskanzlerin.</p>
<p>Dass Herr Br&#252;derle nun dieses vereinbarte Verfahren per Veto torpedieren kann, ist eine Provokation f&#252;r den Tarifausschuss, der sich in langen Verhandlungen auf einen Kompromiss geeinigt hat, der f&#252;r Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragbar ist. Die FDP tritt die Tarifhoheit mit F&#252;&#223;en und dabei die Wahlversprechen der Union gleich mit in die Tonne.</p>
<p><small>Bildquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/henteaser/113354148/">Flickr / henteaser</a></small></p>
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		<item>
		<title>FDP verkauft Sozialk&#252;rzung als Wohltat</title>
		<link>http://oezoguz.de/fdp-verkauft-sozialkurzung-als-wohltat/145/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 11:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aydan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die FDP verkauft Sozialk&#252;rzungen als Wohltat. Angeblicher B&#252;rokratieabbau ist in Wirklichkeit nichts anderes als die K&#252;rzung von Sozialleistungen f&#252;r Bed&#252;rftige und Arbeitsuchende. Die FDP betreibt reinen Etikettenschwindel. Mit dem B&#252;rgergeld sollen alle steuerfinanzierten Sozialleistungen k&#252;nftig pauschaliert gezahlt werden. Gemeint sind das Arbeitslosengeld II (einschlie&#223;lich der Kosten f&#252;r Unterkunft und Sonderzahlungen wie Alleinerziehendenzuschlag, Schulstarterpaket etc.), f&#252;r [...]]]></description>
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<p>Die FDP verkauft Sozialk&#252;rzungen als Wohltat. Angeblicher B&#252;rokratieabbau ist in Wirklichkeit nichts anderes als die K&#252;rzung von Sozialleistungen f&#252;r Bed&#252;rftige und Arbeitsuchende. Die FDP betreibt reinen Etikettenschwindel.</p>
<p>Mit dem B&#252;rgergeld sollen alle steuerfinanzierten Sozialleistungen k&#252;nftig pauschaliert gezahlt werden. Gemeint sind das Arbeitslosengeld II (einschlie&#223;lich der Kosten f&#252;r Unterkunft und Sonderzahlungen wie Alleinerziehendenzuschlag, Schulstarterpaket etc.), f&#252;r das Sozialgeld, die Grundsicherung im Alter, den Kinderzuschlag, das Wohngeld und die Sozialhilfe.</p>
<p>Pauschal hei&#223;t: Es wird nicht mehr geschaut, was der Mensch zum Leben ben&#246;tigt. Es regiert vielmehr die Gie&#223;kanne. Der Bedarf wird nicht mehr im Einzelfall ermittelt, alle erhalten den gleichen Satz. Die Folge sind Leistungsk&#252;rzung f&#252;r viele, weil die pers&#246;nliche Lage (Kinder, Wohnkosten etc.) keine Rolle mehr spielen soll. B&#252;rgergeld bedeutet: Kinderarmut. Am meisten gek&#252;rzt wird bei Alleinerziehenden und deren Kindern, die heute eine erh&#246;hte Leistung bekommen.</p>
<p>Das B&#252;rgergeld soll laut FDP bundesweit bei 662 Euro pro Erwachsenem liegen &#8211; alle Kosten, auch f&#252;r die Wohnung, eingeschlossen. Vielerorts w&#252;rde das bedeuten, dass die Menschen ihre Wohnung nicht mehr finanzieren k&#246;nnen und auf der Stra&#223;e landen, weil preiswerter Wohnraum fehlt.</p>
<p>F&#252;r zus&#228;tzliche Einkommen soll es Freigrenzen geben. Bis zu 100 Euro monatlich kann man abgabenfrei hinzuverdienen, bis zu einem Zusatz-Einkommen von 600 Euro sind Steuern, aber keine Sozialabgaben f&#228;llig. B&#252;rgergeld bedeutet: mehr Armut trotz Arbeit. Die FDP will das B&#252;rgergeld als Mindesteinkommen, das der Staat zahlt. Dar&#252;ber hinaus sollen die Menschen Billigjobs annehmen, um ein paar Euro hinzuzuverdienen. So f&#246;rdert der Staat einen immer gr&#246;&#223;eren Niedriglohnbereich. Immer mehr Menschen werden von staatlichen Leistungen abh&#228;ngig, um ihr Existenzminimum zu finanzieren.</p>
<p>B&#252;rgergeld bedeutet keine Mindestl&#246;hne. Das ist der Einstieg in den fl&#228;chendeckenden Niedriglohnsektor mit staatlich subventioniertem Lohndumping. Wie schon in der Finanzkrise soll der Staat als Ausfallb&#252;rge herhalten, wenn Unternehmen keine anst&#228;ndigen L&#246;hne zahlen. Das ist der direkte Weg zu Staatsl&#246;hnen.</p>
<p>B&#252;rgergeld bedeutet aber auch, dass es keine gezielte F&#246;rderung von Arbeitsuchenden mehr gibt. Mit dem B&#252;rgeld speist der Staat Arbeitslose mit einem Minimaleinkommen ab statt sie zu f&#246;rdern, damit sie schnell wieder ins normale Arbeitsleben zur&#252;ckfinden.</p>
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