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	<title>Aydan Özoguz (SPD Hamburg) &#187; Koalitionsvertrag</title>
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		<title>Schuldenpolitik im Blindflug und soziale Spaltung</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 15:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aydan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Koalitionsverhandlungen, der Koalitionsvertrag und der anschlie&#223;ende Koalitionsstreit beweisen: Union und FDP sind auf alles vorbereitet, nur nicht darauf, gemeinsam zu regieren. Das Urteil der Wirtschaftspresse zum Fehlstart von Schwarz-Gelb k&#246;nnte vernichtender nicht sein: „Blanker Dilettantismus“, „Klientel statt Klarheit“, „Finanzpolitischer Blindflug“. Acht Kommissionen und mindestens 15 Pr&#252;fauftr&#228;ge enth&#228;lt der Koalitionsvertrag. Kaum ist die Tinte unter [...]]]></description>
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<p>Die Koalitionsverhandlungen, der Koalitionsvertrag und der anschlie&#223;ende Koalitionsstreit beweisen: Union und FDP sind auf alles vorbereitet, nur nicht darauf, gemeinsam zu regieren. Das Urteil der Wirtschaftspresse zum Fehlstart von Schwarz-Gelb k&#246;nnte vernichtender nicht sein: „Blanker Dilettantismus“, „Klientel statt Klarheit“, „Finanzpolitischer Blindflug“. Acht Kommissionen und mindestens 15 Pr&#252;fauftr&#228;ge enth&#228;lt der Koalitionsvertrag. Kaum ist die Tinte unter diesem Dokument der Verunsicherung getrocknet, m&#252;ssen in Schloss Meseberg die ersten Nachverhandlungen stattfinden. Schwarzgelb erfindet die „ewigen Koalitionsverhandlungen“. So viel Zeit geben wir ihnen nicht. Jetzt ist es an der Zeit, der Verschleierungstaktik ein Ende zu machen.</p>
<p><strong>Das Zukunftsverhinderungsgesetz</strong></p>
<p>Die erste Ma&#223;nahme der Koalition ist das „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“. Orwell h&#228;tte seine Freude gehabt an dieser Vernebelungssprache. In Wirklichkeit ist es ein Zukunftsverhinderungs- und Klientelbefriedigungsgesetz. F&#252;r die konkret angek&#252;ndigten Ma&#223;nahmen von Schwarz-Gelb muss allein der Bund 3,9 Milliarden Euro Zinsen mehr bis 2013 zahlen. Die Ausf&#228;lle von L&#228;ndern und Kommunen kommen hinzu. Dieses Geld fehlt f&#252;r Zukunftsinvestitionen. Schwarz-Gelb will Steuersenkungen auf Pump. So entsteht kein Wachstum. Das ist keine Konjunktur-, sondern Klientelpolitik.</p>
<p><strong>T&#228;uschungsversuch Schattenhaushalt</strong></p>
<p>Schuldenmachen f&#252;r Steuersenkungen sollte in einem Schattenhaushalt versteckt werden, obendrein noch mit dem Etikettenschwindel „Defizitausgleich f&#252;r Sozialversicherungen“. Nach einer Welle der Emp&#246;rung ruderten Union und FDP zur&#252;ck – scheinbar. Denn noch immer steht der Schattenhaushalt als zu pr&#252;fendes „Sonderverm&#246;gen“ im Vertrag.</p>
<p><strong>Neue Mauern und soziale Gr&#228;ben</strong></p>
<p>Angela Merkel hat in ihrer Rede vor dem amerikanischen Kongress mit Blick auf 20 Jahre 1989 davon gesprochen, es sei unsere Aufgabe, Mauern eines „kurzsichtigen Eigeninteresses“ niederzurei&#223;en. Wieder zu Hause, steht sie f&#252;r eine Koalition der sozialen Spaltung, die neue Mauern in der Gesellschaft errichtet und neue Gr&#228;ben aufrei&#223;t.</p>
<p><strong>Spaltung zwischen den Generationen</strong></p>
<p>Steuersenkungen auf Pump finanzieren sich nicht selbst. Das hat weder bei Ronald Reagan noch bei Theo Waigel funktioniert. Stattdessen wird das strukturelle Defizit vergr&#246;&#223;ert. Es werden tiefe L&#246;cher in die Haushalte von L&#228;ndern und Kommunen gerissen. Union und FDP werden dort sparen m&#252;ssen, wo es um die Lebenschancen unserer Kinder geht. Sie zahlen die Zeche.</p>
<p><strong>Spaltung zwischen Kindern mit und Kindern ohne Chancen</strong></p>
<p>Diese Finanzpolitik hei&#223;t im Klartext: h&#246;here Kita-Beitr&#228;ge, weniger Geld f&#252;r neue Ganztagsschulen und Betreuungseinrichtungen, weniger Geld f&#252;r Erzieherinnen und Erzieher, weniger Jugendsozialarbeit. Union und FDP erh&#246;hen das Kindergeld um 20 Euro. Das k&#246;nnen viele Familien gut gebrauchen. Aber noch wichtiger ist der Ausbau der Betreuungspl&#228;tze. Das hilft Alleinerziehenden, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Das gibt Kindern Chancen, die es von Haus aus schwerer haben. Die Einf&#252;hrung eines Betreuungsgeldes hingegen ist eine fatale Fehlentscheidung. Besonders Kinder aus Einwandererfamilien und bildungsfernen Schichten brauchen keine Pr&#228;mie f&#252;rs Zuhausebleiben, sondern konkrete Hilfe, Sprachtrainer, F&#246;rderlehrer, intensive Betreuung. Politik hei&#223;t, Priorit&#228;ten zu setzen. Und die Priorit&#228;ten von Schwarz-Gelb sind falsch. Schwarz-Gelb setzt auf privates Bildungssparen und Stipendienprogramme. Das geht an denen vorbei, die im Bildungssystem ausgeschlossen sind. Was wir brauchen, ist die Beseitigung der Barrieren: ein starkes BAf&#246;G und die Abschaffung der Geb&#252;hren von der Kita bis zur Universit&#228;t.</p>
<p><strong>Spaltung in der Gesundheitspolitik</strong></p>
<p>Bei der Gesundheitspolitik stellen Union und FDP das Solidarprinzip zur Disposition. Arbeitgeberbeitr&#228;ge sollen eingefroren werden. F&#252;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer droht die unsoziale Kopfpauschale. H&#246;here &#196;rztehonorare, teurere Arzneimittel und neue Behandlungsmethoden schlagen bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu Buche. F&#252;r sie wird es teuer. Entsolidarisierung findet auch im Risikoausgleich zwischen den Krankenkassen statt. Gut f&#252;r Bayern, aber schlecht f&#252;r Ostdeutschland.</p>
<p><strong>Spaltung zwischen starken und schwachen Regionen</strong></p>
<p>Ein weiteres Vernebelungswort von Schwarz-Gelb ist der Begriff „Regionalisierung“. Regionalisierung bei den Krankenkassen oder regionale Hebes&#228;tze bei der Erbschaftsteuer. Worum es in Wahrheit geht, ist die Spaltung des Landes in Regionen, in denen der Lebensstandard steigt, und Regionen, in denen er sinkt. Die Gleichwertigkeit der Lebensverh&#228;ltnisse, zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls erst wieder feierlich beschworen, wird schleichend aufgegeben. Versch&#228;rft wird das durch die Einnahmeausf&#228;lle der St&#228;dte und Gemeinden, durch die Infragestellung der Gewerbesteuer und die Aussicht einer Mehrwertsteuer f&#252;r kommunale Betriebe. Die Frankfurter Oberb&#252;rgermeisterin Petra Roth, bekanntlich kein SPD-Mitglied, spricht von einer Demontage der kommunalen Selbstverwaltung. Die Menschen werden es bitter zu sp&#252;ren bekommen. Weniger Leistungen, aber mehr Geb&#252;hren und Abgaben. Schwarz-Gelb bedeutet f&#252;r die meisten Menschen am Ende nicht mehr, sondern weniger Netto vom Brutto.</p>
<p><strong>Spaltung bei den L&#246;hnen</strong></p>
<p>Schwarz-Gelb gibt das Grundprinzip unserer Arbeitsgesellschaft auf. Auf den Wahlplakaten stand: „Arbeit muss sich lohnen“. Das genaue Gegenteil wird jetzt f&#252;r Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Realit&#228;t. Bestehende Mindestl&#246;hne werden &#252;berpr&#252;ft, neue Mindestl&#246;hne blockiert. Das angek&#252;ndigte Verbot sittenwidriger L&#246;hne bedeutet im Klartext, dass Stundenl&#246;hne von 4 Euro akzeptiert werden. Das bringt viele Menschen in die entw&#252;rdigende Situation, dass sie den ganzen Tag arbeiten und trotzdem von staatlichen Leistungen abh&#228;ngig sind. Dagegen werden wir eine k&#228;mpferische Opposition organisieren. Schwarz-Gelb hei&#223;t Steuersenkungen auf Pump, Schuldenpolitik im Blindflug, Schw&#228;chung der Schwachen, St&#228;rkung der Starken, Perspektivlosigkeit ganzer Regionen, Ausbluten der Kommunen. Diese Regierung handelt nach derselben Methode, mit der verantwortungslose Banker die Wirtschaft in den Abgrund gerissen haben: Mit purer Spekulation, mit reinen Luftbuchungen und haltloser Kreditaufnahme. Mit einem Unterschied: Den Banken konnte der Staat mit einem Schutzschirm zu Hilfe kommen. Diese Regierung aber vertritt den Staat.</p>
<p><strong>Keine Visionen, kein Aufbruch</strong></p>
<p>Deutschland braucht einen Aufbruch, den die Regierung Merkel verweigert. Hin zu einer moderneren, sozialen und &#246;kologischen Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die allen Menschen Chancen er&#246;ffnet. Einer Gesellschaft, die ihre Kraft aus der Solidarit&#228;t bezieht. In der Bildung kein Luxusgut ist. Die alle Menschen, egal woher sie stammen, willkommen hei&#223;t. An dieser Vision werden wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten weiter arbeiten.</p>
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		<title>Koalition im R&#252;ckw&#228;rtsgang</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 08:19:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[24 Milliarden Euro Steuerentlastung hat Schwarz-Gelb den Menschen vollmundig im Koalitionsvertrag versprochen. Kaum im Amt zeigt die Bundeskanzlerin, dass die Vereinbarung nicht viel wert ist &#8211; und schiebt den Bundesl&#228;ndern den schwarzen Peter zu. Flankiert wurde das Zur&#252;ckrudern Angela Merkels durch ihren neuen Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble, der via Bild-Zeitung (Donnerstagsausgabe) erkl&#228;rte, dass erst Mitte 2010 [...]]]></description>
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<p>24 Milliarden Euro Steuerentlastung hat Schwarz-Gelb den Menschen vollmundig im Koalitionsvertrag versprochen. Kaum im Amt zeigt die Bundeskanzlerin, dass die Vereinbarung nicht viel wert ist &#8211; und schiebt den Bundesl&#228;ndern den schwarzen Peter zu.</p>
<p>Flankiert wurde das Zur&#252;ckrudern Angela Merkels durch ihren neuen Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble, der via Bild-Zeitung (Donnerstagsausgabe) erkl&#228;rte, dass erst Mitte 2010 &#8211; nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen &#8211; klar sei, wie eine Steuerreform aussehen k&#246;nne.</p>
<p>Das deckt sich offensichtlich mit der Vorstellung der Bundeskanzlerin. Nach ihrer Vereidigung sagte sie in Fernseh-Interviews zu der angek&#252;ndigten 24-Milliarden-Steuerentlastung: &#8220;Auf Punkt und Komma kann ich es ihnen nicht garantieren, weil noch andere mitwirken, die nicht Teil der Koalitionsvereinbarung sind.&#8221; Gemeint waren die Ministerpr&#228;sidenten, denn auch von Merkels Parteifreunden in den L&#228;ndern kommt scharfe Kritik an den Pl&#228;nen, die im Bundesrat scheitern k&#246;nnten.</p>
<p>Frau Merkel reagiert, wie zu erwarten war. Die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch nicht trocken, schon weicht Frau Merkel vor dem sich aufbauenden Widerstand zur&#252;ck&#8221; und nehme die L&#228;nder als &#8220;Alibi&#8221;. Dies entspricht Merkels Art zu arbeiten: Am Vortag steht sie noch fest bei CSU und FDP, aber heute bereits relativiert sie alles und ist schon halb bei ihren m&#228;chtigen Kritikern aus den eigenen L&#228;ndern.</p>
<p>Frau Merkel bleibt die Meisterin des Durchlavierens.</p>
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		<title>Schwarz-gelber Fehlstart</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 22:01:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch bevor die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen hat, versch&#228;rft sich die &#246;ffentliche Kritik am Koalitionsvertrag. &#8220;Nichts ist beantwortet, alle wichtigen Fragen sind in Kommissionen verlagert worden&#8221;, fasste Frank-Walter Steinmeier zusammen. Kurz vor Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung nimmt der Widerstand gegen die Vorhaben von Union und FDP zu. Im Zentrum der Kritik stehen insbesondere die [...]]]></description>
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<p>Noch bevor die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen hat, versch&#228;rft sich die &#246;ffentliche Kritik am Koalitionsvertrag. &#8220;Nichts ist beantwortet, alle wichtigen Fragen sind in Kommissionen verlagert worden&#8221;, fasste Frank-Walter Steinmeier zusammen.</p>
<p>Kurz vor Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung nimmt der Widerstand gegen die Vorhaben von Union und FDP zu. Im Zentrum der Kritik stehen insbesondere die Steuer- und die Gesundheitspolitik &#8211; sogar in den eigenen Reihen. So k&#252;ndigte die designierte Ministerpr&#228;sidentin Th&#252;ringens, Christine Lieberknecht an, Steuersenkungen, die sich negativ auf den Landeshaushalt auswirken, zu verhindern. Auch der saarl&#228;ndische Finanzminister Peter Jacoby will Einnahmeausf&#228;lle nicht hinnehmen, und sein Ministerpr&#228;sident Peter M&#252;ller stellt fest: &#8220;Wir haben Diskussionsbedarf&#8221; &#8211; und das nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen.</p>
<p><strong>&#8220;Drastische Geb&#252;hrenerh&#246;hung&#8221; erwartet</strong></p>
<p>Alarm schlagen auch die St&#228;dte und Gemeinden: &#8220;Die Steuerausf&#228;lle nehmen uns die Luft zum Atmen&#8221;, klagt der Hauptgesch&#228;ftf&#252;hrer des Deutschen St&#228;dte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der mit Einnahmeausf&#228;llen von 3,6 Milliarden Euro rechnet. &#8220;Wenn es wahr wird, dass das Mehrwertsteuerprivileg f&#252;r &#246;ffentliche Unternehmen f&#228;llt, schneidet das nicht nur tief in die kommunalen Haushalte&#8221;, sagt auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier, &#8220;sondern es wird vor allem eine drastische Geb&#252;hrenerh&#246;hung f&#252;r die Einwohner in St&#228;dten und Gemeinden geben&#8221;.</p>
<p>Dass sich die Steuermindereinnahmen durch h&#246;heres Wirtschaftswachstum selbst gegen finanzieren, wie es Schwarz-Gelb versprechen, glaubt indes kaum jemand. Sp&#228;testens nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, vermutet der Finanzexperte im Deutschen Institut f&#252;r Wirtschaftsforschung, Stefan Bach, werde die Regierung feststellen, dass die &#246;ffentlichen Haushalte komplett aus dem Ruder laufen. &#8220;Dann wird man konkrete Pl&#228;ne schmieden m&#252;ssen, entweder auf der Ausgabenseite zu k&#252;rzen oder eben an anderer Stelle Steuern und Abgaben zu erh&#246;hen.&#8221;</p>
<p>&#214;ffentlichen Streit gibt es sogar zwischen den Koalitionspartnern in der Gesundheitspolitik. So hatte unter anderem Horst Seehofer wiederholt signalisiert, dass der Gesundheitsfonds eine Zukunft habe. Die FDP will das nicht.</p>
<p><strong>&#8220;Alle Ma&#223;nahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt&#8221;</strong></p>
<p>Vieles erscheint also auch nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen offen, zahlreiche Kommissionen sollen eingerichtet werden, um die nach wie vor offenen Fragen zu kl&#228;ren. Nach den vermeintlich positiven Botschaften von Steuersenkungen, werden die Zumutungen f&#252;r die Menschen vermutlich erst nach der Landtagswahl in NRW deutlich werden. Denn die entscheidende Passage im Koalitionsvertrag, die auch der k&#252;nftige Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble im Kopf haben d&#252;rfte, findet sich auf Seite 20: &#8220;Alle Ma&#223;nahmen des Koalitionsvertrages stehen unter Finanzierungsvorbehalt.&#8221;</p>
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		<title>Bittere Wahrheiten kommen sp&#228;ter</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 07:45:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine &#8220;Halbwertzeit bis Mai 2010&#8243; sagt Frank-Walter Steinmeier dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag voraus. Bis dahin w&#252;rden Union und FDP soziale Einschnitte weitgehend verschweigen. Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erst k&#228;men die &#8220;bitteren Wahrheiten&#8221;. &#220;berrascht zeigte sich der SPD-Fraktions- und stellvertretende Parteivorsitzende, dass CDU, CSU und FDP &#8220;auf das Regieren noch schlechter vorbereitet sind, als ich bef&#252;rchtet [...]]]></description>
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<p>Eine &#8220;Halbwertzeit bis Mai 2010&#8243; sagt Frank-Walter Steinmeier dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag voraus. Bis dahin w&#252;rden Union und FDP soziale Einschnitte weitgehend verschweigen. Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erst k&#228;men die &#8220;bitteren Wahrheiten&#8221;.</p>
<p>&#220;berrascht zeigte sich der SPD-Fraktions- und stellvertretende Parteivorsitzende, dass CDU, CSU und FDP &#8220;auf das Regieren noch schlechter vorbereitet sind, als ich bef&#252;rchtet hatte&#8221;. &#8220;Das passt alles nicht zusammen und wird auch nicht funktionieren&#8221;, stellte Steinmeier im Interview mit der Frankfurter Rundschau fest.</p>
<p>Man k&#246;nne nicht Steuern senken, ohne zu sagen, wie das bezahlt werden soll. &#8220;Ich bin gespannt, wie aussagekr&#228;ftig dieser Koalitionsvertrag wird.&#8221; Wegen der im Mai anstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen geht der SPD-Fraktionschef von &#8220;einer Halbwertszeit bis 2010&#8243; f&#252;r die Vereinbarung aus. Beispielhaft nannte er die Einf&#252;hrung einer PKW-Maut. Vor der Wahl hatte Angela Merkel dies ausgeschlossen, jetzt wolle sie das durch eine Kommission pr&#252;fen lassen.</p>
<p>&#8220;Der Koalitionsvertrag&#8221;, so Steinmeiers Prognose, &#8220;wird keinen ernsten Anspruch auf Zukunftsgestaltung erheben&#8221;.</p>
<p><small>Fotoquelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/nrwspd/3362069165/">Flickr</a></small></p>
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