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	<title>Aydan Özoguz (SPD Hamburg) &#187; Hamburg</title>
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	<description>Mitglied des Deutschen Bundestages</description>
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		<title>Mein Jahresr&#252;ckblick 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 09:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Weihnachtsfest r&#252;ckt n&#228;her, die letzte Sitzungswoche des Deutschen Bundestages ging am vergangenen Freitag zu Ende. Das ist f&#252;r mich Anlass, das Jahr 2011 noch einmal Revue passieren zu lassen und Ihnen einen kleinen, pers&#246;nlichen R&#252;ckblick zu geben, was ich in diesem Jahr so alles als Bundestagsabgeordnete in Hamburg-Wandsbek, aber auch bundesweit, unternommen habe. 2011 [...]]]></description>
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<p>Das Weihnachtsfest r&#252;ckt n&#228;her, die letzte Sitzungswoche des Deutschen Bundestages ging am vergangenen Freitag zu Ende. Das ist f&#252;r mich Anlass, das Jahr 2011 noch einmal Revue passieren zu lassen und Ihnen einen kleinen, pers&#246;nlichen R&#252;ckblick zu geben, was ich in diesem Jahr so alles als Bundestagsabgeordnete in Hamburg-Wandsbek, aber auch bundesweit, unternommen habe. 2011 war f&#252;r mich pers&#246;nlich ein tolles Jahr, das mit meiner Wahl zur stellvertretenden SPD-Vorsitzenden am 5. Dezember seinen politischen H&#246;hepunkt fand. Auch die SPD kann auf ein gutes Jahr zur&#252;ckblicken, mit gewonnenen Landtagswahlen und daraus resultierend neuen Mehrheitsverh&#228;ltnissen im Bundesrat.</p>
<p><strong>Ich hoffe, dass auch Sie zufrieden auf das Jahr zur&#252;ckblicken k&#246;nnen und w&#252;nsche Ihnen schon jetzt alles Gute, Gesundheit und Erfolg im Jahr 2012.</strong></p>
<p>Das war mein Jahr 2011:</p>
<div id="attachment_5199" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-01-11-Aydan-in-Walsrode_Klingbeil.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5199" title="2011 01 11 Aydan in Walsrode_Klingbeil" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-01-11-Aydan-in-Walsrode_Klingbeil-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Januar: bei MdB Lars Klingbeil (rechts) in Walsrode.</p></div>
<p>Im <strong>Januar</strong> ging es f&#252;r mich so richtig am 11. los: Ich war zu Gast bei meinem Fraktionskollegen Lars Klingbeil in Walsrode und Rotenburg/W&#252;mme. Drei Tage sp&#228;ter fand die Jahresauftakt-Klausur der SPD-Bundestagsfraktion in Magdeburg statt, wo wir u.a. das aktuelle Integrationskonzept der Fraktion (<a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/01/SPD-Integrationskonzept.pdf" target="_blank">hier einsehen</a>) beschlossen. Der Januar war in Hamburg nat&#252;rlich gepr&#228;gt von den Vorbereitungen auf die B&#252;rgerschaftswahl, mit dem Landesparteitag am 15. und vielen Veranstaltungen, bei denen ich nach Kr&#228;ften die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten unterst&#252;tzt habe, z.B. in Ottensen Gabi Dobusch, die es auch wieder in die B&#252;rgerschaft schaffen sollte, oder Gulfam Malik aus Langenhorn.</p>
<div id="attachment_5200" class="wp-caption alignleft" style="width: 312px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/HamburgWahl..png" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5200" title="HamburgWahl." src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/HamburgWahl.-300x238.png" alt="" width="302" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">Februar: Absolute Mehrheit f&#252;r die SPD in Hamburg.</p></div>
<p>Olaf Scholz und die SPD-Hamburg sollten bei der B&#252;rgerschaftswahl am 20.<strong> Februar</strong> triumphieren, mit &#252;ber 48% der W&#228;hlerstimmen konnte die SPD die absolute Mehrheit in der Hamburgischen B&#252;rgerschaft erlagen und regiert seitdem die Freie und Hansestadt – auch mein Mann Michael Neumann als Innensenator steuert seitdem die politischen Geschicke unserer Stadt.</p>
<p>Im <strong>M&#228;rz </strong>verabschiedete der Bundestag das Gesetz gegen Zwangsheiraten, wobei ich in meiner Rede im Bundestag deutlich machte, dass das Gesetz teilweise widerspr&#252;chlich ist, bspw. bei der willk&#252;rlichen Erh&#246;hung der Ehebestandszeit von zwei auf drei Jahre f&#252;r einen eigenen Aufenthaltstitel f&#252;r Opfer von Zwangsheiraten. 	In meinem Wahlkreis Hamburg-Wandsbek war der Monat gepr&#228;gt vom Praxistag Gesundheit, den ich am 29. im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Rahlstedt absolvierte.</p>
<div id="attachment_5229" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-03-31-Gruppenbild-Tulpe-Verleihung1.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5229" title="2011 03 31 Gruppenbild Tulpe Verleihung" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-03-31-Gruppenbild-Tulpe-Verleihung1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">M&#228;rz: Verleihung der Hamburger Tulpe.</p></div>
<p>Als Bundestagsabgeordnete ist es wirklich wichtig, direkte Einblicke vor Ort zu bekommen und Gespr&#228;che mit allen Beteiligten – hier eben im Gesundheitskomplex “Krankenhaus” – zu f&#252;hren. Darum der Praxistag, an dem sich bundesweit &#252;ber 200 Politikerinnen und Politiker der SPD aus Bundestag und Landtagen beteiligten. Den M&#228;rz beschloss die Verleihung der Hamburger Tulpe, das ist der Preis der K&#246;rber-Stiftung f&#252;r interkulturellen Gemeinsinn. Ich durfte die Laudatio auf das Projekt SchlauFox halten, das im November auf meinen Vorschlag hin auch die Integrationsmedaille der Bundesregierung erhalten sollte (siehe November!). Ebenfalls am 31. fand in meinem B&#252;rgerb&#252;ro ein Politfr&#252;hst&#252;ck f&#252;r interessierte B&#252;rgerinnen und B&#252;rger statt, die hier alle Fragen, Anregungen und Kritik an ihre Wandsbeker Bundestagsabgeordnete richten konnten. Das Politfr&#252;hst&#252;ck biete ich seitdem immer wieder an – halten Sie Ausschau nach den n&#228;chsten Terminen auf meiner Homepage!</p>
<p>Im<strong> April </strong>hatte ich wieder M&#228;dchen aus Hamburg-Wandsbek zum Girls‘ Day nach Berlin eingeladen, um ihnen meine Arbeit als Abgeordnete zu zeigen. Leider mehr Bewerberinnen als Pl&#228;tze, aber 2 gl&#252;ckliche Wandsbekerinnen fuhren schlie&#223;lich nach Berlin. Aufbauend auf dem Praxistag Gesundheit (29. M&#228;rz) hatte ich dann am 15. im Kulturschloss Wandsbek Prof. Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, zu Gast. Lauterbach informierte &#252;ber die schwarz-gelbe Gesundheitspolitik und stellte unser SPD-Modell der B&#252;rgerversicherung als Alternative vor.</p>
<div id="attachment_5202" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-05-19-M&#252;nte-und-Aydan.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5202" title="Exif_JPEG_PICTURE" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-05-19-M&#252;nte-und-Aydan-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mai: M&#252;ntefering zu Gast in Wandsbek.</p></div>
<p>Im <strong>Mai</strong> folgte gleich die zweite Diskussionsveranstaltung von mir im Kulturschloss, diesmal mit Franz M&#252;ntefering. Am 19. diskutierten wir unter dem Motto “&#228;lter – weniger – bunter” mit &#252;ber 100 G&#228;sten &#252;ber den Demographischen Wandel und seine Folgen, aber auch Chancen f&#252;r unsere Gesellschaft.</p>
<p>Aber nicht nur in Hamburg-Wandsbek, sondern auch bundesweit war ich bei Diskussionsveranstaltungen zu Gast, dort stets zur Integrationspolitik. So reiste ich im<strong> Juni </strong>z.B. am 14. nach Saarbr&#252;cken zu Elke Ferner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, und am 16. zur SPD W&#252;rzburg. Es war f&#252;r mich wirklich aufschlussreich, im Jahr 2011 in alle Teile unserer sch&#246;nen Bundesrepublik zu reisen und aufzunehmen, welche Probleme, Herausforderungen und L&#246;sungsm&#246;glichkeiten in der jeweiligen Region bestehen. Man diskutiert in L&#252;neburg (dort war ich bei MdB Kirsten L&#252;hmann am 1.3. zu Gast) oder in Hennigsdorf bei Berlin (dort besuchte ich MdB Angelika Kr&#252;ger-Lei&#223;ner am 4.4.) &#252;ber vollkommen unterschiedliche Fragestellungen und Problematiken, wenn es um Integrationspolitik geht. Mal sind es Schulabbrecher-Quoten, mal Fl&#252;chtlingsfragen, dann wieder Probleme im Kiez, wenn Mittel bei der Stadtentwicklung zusammengek&#252;rzt werden.</p>
<div id="attachment_5203" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/1384.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5203" title="1384" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/1384-300x208.jpg" alt="" width="288" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Juni: Peer Steinbr&#252;ck kam auch nach Wandsbek.</p></div>
<p>Mein Highlight im Juni war eindeutig in Hamburg: Am 22. war Peer Steinbr&#252;ck, Bundesminister a.D., bei meiner dritten gro&#223;en Veranstaltung, diesmal im B&#252;rgersaal Wandsbek. Thema (wie k&#246;nnte es anders sein im ablaufenden Jahr): Finanzpolitik in Zeiten der Euro-Krise. War der B&#252;rgersaal jemals voller als an diesem Tag?</p>
<p>Im<strong> Juli</strong> ging es dann in die parlamentarische Sommerpause des Bundestages, in der ich dann doch so etwas wie zwei Wochen Urlaub machen konnte – das Handy stets in Greifweite, denn unter anderem verlangte das Projekt Zukunft der SPD-Fraktion, bei dem ich den Bereich Integration leite, vollste Aufmerksamkeit und intensive Textarbeit. Auch in der Sommerpause habe ich meine bundesweiten Besuche bei Integrationsprojekten und Fraktionskolleginnen und –kollegen fortgesetzt, u.a in Witten (bei Dortmund) bei MdB Christel Humme am 17. August.</p>
<div id="attachment_5240" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-08-17-Dortmund-mit-Humme.png" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5240" title="2011 08 17 Dortmund mit Humme" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-08-17-Dortmund-mit-Humme-300x200.png" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">August: Bei Christel Humme in Witten. </p></div>
<p>Im <strong>August</strong> startete gleich zu Beginn der islamische Fastenmonat Ramadan, der f&#252;r mich stets einen vollen Terminkalender mit sich f&#252;hrt: Empf&#228;nge werden gegeben, ich besuchte Moscheen und dann warteten noch die knapp tausend Ramadankarten, die ich zum Ende des Fastenmonats verschicke, auf meine Unterschriften. In dem Monat war ich au&#223;erdem in Verden an der Aller, um im nieders&#228;chsischen Kommunal-Wahlkampf dem B&#252;rgermeisterkandidaten der SPD zu unterst&#252;tzen. Er sollte bei der folgenden Wahl Erfolg haben, herzlichen Gl&#252;ckwunsch auch nochmal von dieser Stelle, lieber Lutz Brockmann. Zu Gast war ich ebenfalls beim Kollegen MdB Michael Hartmann in Mainz zu einer weiteren integrationspolitischen Diskussionsveranstaltung.</p>
<p>Wie gewohnt startete der Bundestag nach der Sommerpause im <strong>September</strong> mit der 1. Lesung des Bundeshaushaltes f&#252;r 2012. In dieser Zeit fieberten schon alle dem Papstbesuch am 22. entgegen. Sollte Papst Benedikt im Bundestag sprechen oder nicht? Ich war in dieser Frage relativ entspannt, ich finde es immer gut, wenn man sich im direkten Kontakt &#252;ber politische oder gesellschaftliche Fragen austauschen kann und die Argumente anderer h&#246;ren kann. Warum dann nicht auch den Papst im Plenum sprechen lassen? Der Papst hielt eine sehr theoretische Rede &#252;ber den Werdegang der Philosophie, alle Bef&#252;rchtungen im Vorfeld, er k&#246;nne &#252;ber heikle politische Themen (Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehe) im Plenarsaal dozieren, zerstreuten sich schnell.</p>
<div id="attachment_5241" class="wp-caption alignleft" style="width: 314px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0023.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5241" title="IMG_0023" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_0023-300x225.jpg" alt="" width="304" height="229" /></a><p class="wp-caption-text">Oktober: Mit Sigmar Gabriel bei der ASM. </p></div>
<p>Der <strong>Oktober</strong> stand im Zeichen von 50 Jahren deutsch-t&#252;rkischem Anwerbeabkommen, das am 30. Oktober 1961 geschlossen worden war. Sigmar Gabriel besuchte mit mir am 6. die Arbeitsgemeinschaft selbst&#228;ndiger Migranten (ASM e.V.). Das ist eine Einrichtung in Hamburg, die seit 2007 Unternehmer und Existenzgr&#252;nder mit Migrationshintergrund unterst&#252;tzt und mit Erfolg versucht, diese als Ausbilder f&#252;r das Duale System der Berufsausbildung zu gewinnen. Am 26. sprach ich in der Plenardebatte des Bundestages zu 50 Jahren deutsch-t&#252;rkisches Anwerbeabkommen, am 27. feierte die SPD mit einem gro&#223;en Empfang. Der Hamburger Senat gab ebenfalls einen Empfang anl&#228;sslich des Jubil&#228;ums, am 8. November &#8211; es war eine sch&#246;ne Veranstaltung, die ich im Rathaus moderieren durfte.</p>
<div id="attachment_5242" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/TCR2011101815_klein.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5242" title="SPD-Veranstaltung in Rahlstedt" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/TCR2011101815_klein-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Oktober: Wolfgang Thierse in Rahlstedt - 50 Jahre Mauerbau.</p></div>
<p>Am 18. Oktober war aber zun&#228;chst Bundestagsvizepr&#228;sident Wolfgang Thierse bei mir in Rahlstedt zu Gast. „Die Mauer – Grenze durch Deutschland“, unter diesem Motto diskutierten Thierse und ich anl&#228;sslich des 50. Jahrestages des Mauerbaus im vollbesetzten Veranstaltungsraum der Rahlstedt Arcaden. Die Diskussionsrunde war gleichzeitig Er&#246;ffnung der gleichnamigen Ausstellung in den Rahlstedt Arcaden. In meinem Berliner B&#252;ro begleitete mich im Oktober im Rahmen der Woche der GewerkschaftsjuniorInnen der SPD-Fraktion Stefan Schad von der IG Metall/Bezirk K&#252;ste. Die Woche der GewerkschaftsjuniorInnen f&#252;hrt die Fraktion jedes Jahr durch, Interessierte junge Gewerkschafter aus Hamburg bitte bei mir melden, dann sind Sie n&#228;chstes Jahr mit dabei!</p>
<div id="attachment_5266" class="wp-caption alignleft" style="width: 316px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0074zugeschn3.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5266" title="CIMG0074zugeschn" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0074zugeschn3-300x243.jpg" alt="" width="306" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">November: Auszeichnung f&#252;r Gloria Boateng.</p></div>
<p>Im <strong>November</strong> stieg dann das Medieninteresse an meiner Person rasant an, da der Bundesparteitag der SPD so langsam n&#228;her r&#252;ckte und bekannt wurde, dass ich f&#252;r den Posten der Vizevorsitzenden kandidieren solle. Mehrere Interviews pro Tag, Autorisierung der Zitate nach dem Gespr&#228;ch – es ist schon interessant, wie viel Organisation und Zeitaufwand selbst ein kleiner Zeitungsartikel fordert, ganz zu schweigen von den Fernsehinterviews. Im Sp&#228;therbst nahm auch der Zukunftsdialog der SPD-Bundestagsfraktion an Fahrt auf, mit weiteren Praxistagen und Diskussionsveranstaltungen rund um die Integrationspolitik. Ich war z.B. zu Gast beim Fraktionskollegen Ernst-Dieter Rossmann in Pinneberg und Elmshorn. Sehr gefreut habe ich mich im November &#252;ber die Integrationsmedaille der Bundesregierung f&#252;r SchlauFox und Frau Gloria Boateng aus Hamburg. Ich hatte diese ehrenamtliche, absolut professionelle wie erfolgreiche Initiative, die Jugendliche in Hamburg bei ihrem Schulabschluss unterst&#252;tzt, f&#252;r die Medaille vorgeschlagen. Am 30. erhielt Frau Boateng die Integrationsmedaille im Bundeskanzleramt aus den H&#228;nden von Frau Prof. B&#246;hmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.</p>
<div id="attachment_5276" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/BPT21.jpg" rel="shadowbox[post-5195];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5276" title="BPT2" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/BPT21-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Dezember: Bundesparteitag, meine Vorstellungsrede.</p></div>
<p>Im <strong>Dezember</strong> stand f&#252;r mich nat&#252;rlich der SPD-Bundesparteitag im Fokus. Die Delegierten w&#228;hlten mich am 5. mit 87% zur stellvertretenden Parteivorsitzenden – ein gro&#223;e Ehre f&#252;r mich und gro&#223;e Aufgabe zugleich. In meiner kurzen Vorstellungsrede vor der Wahl habe ich deutlich gemacht, dass wir uns dem Thema Integration weniger oberfl&#228;chlich n&#228;hern m&#252;ssen. Weg von Schubladen-Denken oder Begriffen wie Integration oder Multikulti, von denen kaum jemand wei&#223;, was sie jeweils bedeuten sollen und sich jeder seinen Teil denkt. Vom Bundesparteitag 2011 geht das Signal aus, dass wir Sozialdemokraten die n&#228;chste Bundesregierung stellen wollen und werden. Am 12. war ich dann bei der ersten regul&#228;ren Sitzung des Parteivorstandes im Willy-Brandt-Haus.</p>
<p>Insgesamt betrachtet war das Jahr 2011 f&#252;r mich also sehr erfolgreich, abwechslungsreich und stets mit vollem Terminkalender. So kann es auch im n&#228;chsten Jahr weitergehen, wenn ich meine Arbeit als stellvertretende Parteivorsitzende aufnehme, im Bundestag weiter im Familienausschuss, in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ und als Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion wirke und meinen Wahlkreis Hamburg-Wandsbek weiter in Berlin vertreten werde.</p>
<p><strong>Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben, w&#252;nsche Ihnen jetzt aber erst einmal ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und nat&#252;rlich Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit im Jahr 2012</strong>!</p>
<p>Ihre Aydan &#214;zoguz, MdB</p>
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		<title>Integrationsmedaille an Gloria Boateng und SchlauFox aus Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Integrationspolitik]]></category>

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<div id="attachment_5084" class="wp-caption alignleft" style="width: 349px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0059zugeschn.jpg" rel="shadowbox[post-5081];player=img;"><img class="size-full wp-image-5084" title="CIMG0059zugeschn" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0059zugeschn.jpg" alt="" width="339" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Gloria Boateng erh&#228;lt von Frau B&#246;hmer die Integrationsmedaille</p></div>
<p>Gestern wurde im Bundeskanzleramt die Integrationsmedaille der Bundesregierung vergeben. Ich habe mich riesig gefreut, dass <strong>Gloria Boateng aus Hamburg vom Verein SchlauFox</strong> die Medaille aus den H&#228;nden von Frau Prof. B&#246;hmer, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, erhielt. Es war eine sch&#246;ne Feierstunde im Kanzleramt, die die insgesamt acht Medaillentr&#228;gerinnen und –tr&#228;ger f&#252;r ihr jahrelanges aktives Engagement f&#252;r Integration in unserer Gesellschaft auszeichnete.</p>
<div id="attachment_5083" class="wp-caption alignleft" style="width: 349px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0074zugeschn.jpg" rel="shadowbox[post-5081];player=img;"><img class="size-full wp-image-5083" title="CIMG0074zugeschn" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0074zugeschn.jpg" alt="" width="339" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Die Preistr&#228;ger der Medaille und ihre &quot;Paten&quot;</p></div>
<p>Ich hatte Gloria Boateng f&#252;r die Medaille nominiert, weil sie mit dem Hamburger Verein SchlauFox im Bildungsbereich der wichtigen Frage nachgeht, wie <strong>Jugendliche mit einer schlechten Schulprognose</strong> in Klasse 7 und 8 auf ihrem Bildungsweg <strong>unterst&#252;tzt </strong>werden und doch noch einen Schulabschluss erreichen k&#246;nnen. SchlauFox ber&#228;t die Jugendlichen individuell, erm&#246;glicht fachliche F&#246;rderung und stellt erg&#228;nzend ein Angebot vielf&#228;ltiger Ferienprogramme zusammen – all` das leistet das Team um Gloria Boateng komplett ehrenamtlich und neben Studium oder Arbeit. Ich danke der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung ganz herzlich, dass sie meinen Vorschlag aufgenommen hat.</p>
<div id="attachment_5082" class="wp-caption alignleft" style="width: 350px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0080zugeschn.jpg" rel="shadowbox[post-5081];player=img;"><img class="size-full wp-image-5082" title="CIMG0080zugeschn" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/12/CIMG0080zugeschn.jpg" alt="" width="340" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Gloria Boateng als gefragter Gast beim Fernsehen nach der Verleihung</p></div>
<p>Die Auszeichnung mit der Integrationsmedaille ist f&#252;r SchlauFox eine tolle Belohnung des unglaublichen Engagements der letzten Jahre. F&#252;r mich hat das Projekt <strong>Leuchtturm-Funktion</strong> im Integrationsbereich, an dem sich weitere Projekte sehr gut orientieren k&#246;nnen. Vielen Jugendlichen, die in ihren Schulen als hoffnungsloser Fall schon aufgegeben hatten, konnte SchlauFox helfen. Realschulabschluss statt Schulabbruch – dank SchlauFox und Gloria Boateng. <strong>Herzlichen Gl&#252;ckwunsch noch einmal an das ganze Team, macht weiter so!</strong></p>
<p>Wer jetzt neugierig geworden ist, was SchlauFox alles so macht, kann hier auf der <a href="http://schlaufox.de/" target="_blank">Homepage des Vereins</a> alle Infos einsehen.</p>
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		<title>Bundesweiter Vorlesetag &#8211; ich las in Steilshoop vor</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute fand zum achten Mal der bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen e. V. statt. Ich habe sofort meine Teilnahme am Vorlesetag zugesagt und heute in der Kita L&#246;wenzahn in Hamburg-Steilshoop vorgelesen. Mir hat der Besuch im Gropiusring sehr viel Spa&#223; gemacht, Danke an alle Kinder und das freundliche Team der Kita L&#246;wenzahn, die sich &#252;brigens [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/vorlesetag.png" rel="shadowbox[post-5046];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-5047" title="vorlesetag" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/vorlesetag.png" alt="" width="252" height="150" /></a>Heute fand zum achten Mal der bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen e. V. statt. Ich habe sofort meine Teilnahme am Vorlesetag zugesagt und heute in der Kita L&#246;wenzahn in Hamburg-Steilshoop vorgelesen. Mir hat der Besuch im Gropiusring sehr viel Spa&#223; gemacht, Danke an alle Kinder und das freundliche Team der Kita L&#246;wenzahn, die sich &#252;brigens in der Tr&#228;gerschaft des Deutschen Roten Kreuzes befindet.</p>
<p>Die Idee, die sich hinter diesem Vorlesetag verbirgt, ist einfach: Jeder, der Spa&#223; am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen etwas vor. Vielleicht haben auch Sie noch Erinnerungen an die Abende, an denen Ihnen vorgelesen wurde und Sie in die tollsten Abenteuer eingetaucht sind? Diese Bilder und Erlebnisse bleiben im Kopf und befl&#252;geln die Phantasie. Alle Bildungsexperten und Sprachwissenschaftler sind sich einig: Lesen und Vorlesen sind f&#252;r Vorstellungskraft, Kreativit&#228;t und Bildung unerl&#228;sslich und bilden die Grundlage f&#252;r die Neugier aufs Unbekannte. Kinder, denen regelm&#228;&#223;ig vorgelesen wurde, greifen auch als Erwachsene noch regelm&#228;&#223;ig zu B&#252;chern, um sich zu bilden, aber auch zu unterhalten. Kindern vorzulesen ist also ein nachhaltiger Beitrag f&#252;r ein lebenslanges Lernen und Neugierigbleiben.</p>
<p>Wunderbar, n&#228;chstes Jahr bin ich mit Sicherheit auch wieder dabei!</p>
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		<title>K&#246;rber-Stiftung feiert 50 Jahre deutsch-t&#252;rkisches Anwerbeabkommen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 10:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Integrationspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern feierte auch die K&#246;rber-Stiftung 50 Jahre deutsch-t&#252;rkisches Anwerbeabkommen. Im vollbesetzten K&#246;rber-Forum in Hamburg durfte ich die Festveranstaltung mit dem t&#252;rkischen Generalkonsul Devrim &#214;zt&#252;rk moderieren. Nach der Begr&#252;&#223;ung von Dr. Lothar Dittmer (Vorstand der K&#246;rber-Stiftung) und der Ansprache des t&#252;rkischen Generalkonsuls zeigte Paul Schwarz seinen Dokumentarfilm »Hier ist unsere Heimat«. Der Film zeigt sehr eindrucksvoll, [...]]]></description>
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<div id="attachment_4979" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/2011-11-02-K&#246;rber-50jahre-1.png" rel="shadowbox[post-4977];player=img;"><img class="size-medium wp-image-4979 " title="2011 11 02 K&#246;rber 50jahre 1" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/2011-11-02-K&#246;rber-50jahre-1-300x200.png" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos: Claudia H&#246;hne, © Archiv K&#246;rber-Stiftung. Dirk Halm und ich w&#228;hrend der Podiumsdiskussion.</p></div>
<p>Gestern feierte auch die K&#246;rber-Stiftung 50 Jahre deutsch-t&#252;rkisches Anwerbeabkommen. Im vollbesetzten K&#246;rber-Forum in Hamburg durfte ich die Festveranstaltung mit dem t&#252;rkischen Generalkonsul Devrim &#214;zt&#252;rk moderieren. Nach der Begr&#252;&#223;ung von Dr. Lothar Dittmer (Vorstand der K&#246;rber-Stiftung) und der Ansprache des t&#252;rkischen Generalkonsuls zeigte Paul Schwarz seinen <strong>Dokumentarfilm</strong> »Hier ist unsere Heimat«. Der Film zeigt sehr eindrucksvoll, unter welchen Bedingungen die Menschen damals mit Z&#252;gen nach Deutschland kamen &#8211; eine beschwerliche Reise, die &#252;ber 50 Stunden dauerte. Paul Schwarz port&#228;tierte in seinem Film Zeitzeugen und erz&#228;hlt ihr Schicksal als &#8220;Gastarbeiter&#8221;: Viele kamen aus l&#228;ndlichen Regionen, konnten kaum lesen und schreiben, geschweige denn Deutsch sprechen, arbeiteten hart und lebten fernab der Familie.</p>
<p>Nach dem Film startete die Podiumsdiskussion: &#220;ber die vergangenen 50 Jahre des deutsch-t&#252;rkischen Zusammenlebens und die Zukunftsperspektiven diskutierte ich mit Filiz Polat (Mitglied des nieders&#228;chsischen Landtags, GR&#220;NE), Nevfel Cumart (renommierter Dichter und Islamwissenschaftler) und Dr. Dirk Halm (Zentrum f&#252;r T&#252;rkeistudien und Integrationsforschung).</p>
<div id="attachment_4980" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/2011-11-02-K&#246;rber-50jahre-21.png" rel="shadowbox[post-4977];player=img;"><img class="size-medium wp-image-4980 " title="2011 11 02 K&#246;rber 50jahre 2" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/2011-11-02-K&#246;rber-50jahre-21-300x200.png" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Claudia H&#246;hne, © Archiv K&#246;rber-Stiftung. (v.r.n.l.:) Nevfel Cumart, Filiz Polat, Dirk Halm und ich. </p></div>
<p><strong>Filiz Polat</strong> erz&#228;hlte sch&#246;ne Anekdoten aus ihrer Kindheit und Jugend zum deutsch-t&#252;rkischen Zusammenleben und schlug gekonnt die Br&#252;cke in die Gegenwart: Polat ist im Vorstand des j&#252;ngst gegr&#252;ndeten Vereins „Museum und Dokumentationszentrum &#252;ber die Gastarbeiter in Deutschland e.V.“ in Hildesheim. Wie der Verein die Historie der „Gastarbeiter“ heutzutage, im Jahr 2011 einem breiteren Publikum bekannt zu machen, konnte Polat aus erster Hand berichten.</p>
<p>Den wie immer interessanten Ausf&#252;hrungen von Dichter <strong>Nevfel Cumart</strong> h&#246;rten insbesondere Filiz Polat und ich &#8211; als Politikerinnen &#8211; aufmerksam zu, denn: Cumart findet als Humanist bar jeder Sch&#228;rfe stets die richtigen Worte, um im teilweise doch sehr aufgeregten Integrationdiskurs eben jene Sch&#228;rfe zu nehmen und f&#252;r Verst&#228;ndnis und Verst&#228;ndigung zu werben. Sehr unterhaltsam!</p>
<p><strong>Dirk Halm</strong> vom Zetrum f&#252;r T&#252;rkeistudien (in Essen) befragte ich nach seiner Einsch&#228;tzung zu den letzten Jahren (und Jahrzehnten) des Integrationsdiskurses und der Integrationspolitik. Halm gab „damals“ im Jahr 2001 ein Gutachten f&#252;r die Zuwanderungskommission der Bundesregierung heraus. Wie wir wissen, ist bis heute bei weitem nicht alles umgesetzt und angegangen, was damals die Kommission unter der hervorragenden Leitung von Rita S&#252;ssmuth (CDU) empfohlen hatte &#8211; es sei nur erinnert an die Empfehlung f&#252;r gesteuerte Zuwanderung Hochqualifizierter nach einem Punktesystem.</p>
<p>Es war eine gelungene Veranstaltung der K&#246;rber-Stiftung zu 50 Jahren deutsch-t&#252;rkischem Anwerbeabkommen, wie auch die angeregte und sachliche Diskussion mit den G&#228;sten im Publikum nach der Podiumsdiskussion zeigte. Vielen Dank den OrganisatorInnen f&#252;r diesen Abend im K&#246;rber-Forum!</p>
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		<title>Meine Stadt – mein Baum. Hamburg soll sch&#246;ner werden.</title>
		<link>http://oezoguz.de/meine-stadt-mein-baum-hamburg-soll-schoener-werden/4740/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 15:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wandsbek]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Stadt &#8211; mein Baum. Mit dieser Aktion soll Hamburg im Jahr der Umwelthauptstadt noch sch&#246;ner werden und 2011 B&#228;ume gepflanzt werden. Die f&#252;r Umwelt zust&#228;ndige Senatorin Jutta Blankau m&#246;chte damit auch die Hamburger direkt ansprechen, sich f&#252;r mehr Natur im Stadtbild einzusetzen. Mit Ihrer Spende k&#246;nnen Sie dazu beitragen, dass alle Bauml&#252;cken, die in [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/Karte-Mein-Baum.png" rel="shadowbox[post-4740];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4741" title="Karte-Mein Baum" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/Karte-Mein-Baum-300x255.png" alt="" width="300" height="255" /></a>Meine Stadt &#8211; mein Baum. Mit dieser Aktion soll Hamburg im Jahr der Umwelthauptstadt noch sch&#246;ner werden und 2011 B&#228;ume gepflanzt werden. Die f&#252;r Umwelt zust&#228;ndige Senatorin Jutta Blankau m&#246;chte damit auch die Hamburger direkt ansprechen, sich f&#252;r mehr Natur im Stadtbild einzusetzen. Mit Ihrer Spende k&#246;nnen Sie dazu beitragen, dass alle Bauml&#252;cken, die in den vergangenen Jahren an Stra&#223;enr&#228;ndern entstanden sind, geschlossen werden.</p>
<p><strong>Und das geht so: </strong><strong></strong></p>
<p>1. In der <a href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/meinbaum-meinestadt/" target="_blank">Hamburg-Karte auf der Homepage der Umwelthauptstadt Hamburg</a> finden Sie alle Standorte, an denen B&#228;ume nachgepflanzt werden k&#246;nnen. Dort finden Sie auch alle Infos zu der Aktion. Klicken Sie in der Karte einfach auf den Standort Ihrer Wahl &#8211; in Ihrer Stra&#223;e, vor Schulen oder Kinderg&#228;rten, in der Stra&#223;e vor Ihrem Vereinshaus oder wo es Ihnen wichtig ist &#8211; oder geben Sie in der Suchmaske einfach Ihre Stra&#223;e ein.</p>
<p>2. Suchen Sie sich einen „gr&#252;n“ gekennzeichneten Baumstandort Ihrer Wahl &#8211; und spenden Sie f&#252;r Ihren Wunschbaum. Sobald ein Baum die Summe von 500 Euro an Spenden erreicht, garantiert die Stadt Hamburg die Pflanzung und legt noch einmal die gleiche Summe drauf, da ein Baum inklusive Pflanzung im Durchschnitt 1.000 Euro kostet. Viele B&#228;ume sind schon gespendet!</p>
<p>Auch ich habe in Oldenfelde f&#252;r einen Baum gespendet. Vielleicht ist auch vor Ihrer Haust&#252;r demn&#228;chst ein Baum, gespendet von Ihnen und Ihren Nachbarn? Meine Stadt &#8211; mein Baum, eine sch&#246;ne Aktion!</p>
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		<title>Zu Besuch im Frauenwirtschaftszentrum Hamburg</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 08:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ich zu Gast im Interkulturellen Frauenwirtschaftszentrum in der Lerchenstra&#223;e (St. Pauli). Ein tolles Projekt: Um das weibliche Gr&#252;ndungspotenzial zu f&#246;rdern, ist das erste Frauenwirtschaftszentrum in Hamburg seit M&#228;rz 2011 ge&#246;ffnet. Unter dem Namen &#8220;Lerche 28&#8243; sind 15 B&#252;ros nur f&#252;r Gr&#252;nderinnen und Unternehmerinnen entstanden. Das Ziel: Hochqualifizierte Frauen in der Gr&#252;ndungs- und Startphase [...]]]></description>
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<div id="attachment_4705" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/2011-09-12-Frauenwirtschaftszentrum-Hamburg1.jpg" rel="shadowbox[post-4700];player=img;"><img class="size-medium wp-image-4705" title="2011 09 12 Frauenwirtschaftszentrum Hamburg" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/2011-09-12-Frauenwirtschaftszentrum-Hamburg1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Im Gespr&#228;ch mit Lioubov Kuchenbecker vom Team des Frauenwirtschaftszentrums</p></div>
<p>Gestern war ich zu Gast im Interkulturellen Frauenwirtschaftszentrum in der Lerchenstra&#223;e (St. Pauli). Ein tolles Projekt: Um das weibliche Gr&#252;ndungspotenzial zu f&#246;rdern, ist das erste Frauenwirtschaftszentrum in Hamburg seit M&#228;rz 2011 ge&#246;ffnet. Unter dem Namen &#8220;Lerche 28&#8243; sind 15 B&#252;ros nur f&#252;r Gr&#252;nderinnen und Unternehmerinnen entstanden. Das Ziel: Hochqualifizierte Frauen in der Gr&#252;ndungs- und Startphase zu f&#246;rdern, insbesondere mit Fokus auf Interkulturalit&#228;t und Branchenvielfalt.</p>
<p>F&#252;r interessierte Frauen stehen in der Lerchenstra&#223;e kleine B&#252;roeinheiten mit kurzen K&#252;ndigungsfristen von nur vier Wochen bereit. Hohe Decken und viel nat&#252;rliches Licht schaffen eine gute Arbeitsatmosph&#228;re. Die Frauen k&#246;nnen w&#228;hrend der maximal f&#252;nf Jahre Mietdauer ihre Marktposition festigen. Das Projekt entstand auf Initiative der ehemaligen Beh&#246;rde f&#252;r Wirtschaft und Arbeit und wird von Unternehmer ohne Grenzen e.V. in Zusammenarbeit mit der steg Hamburg umgesetzt. Ich fand es sehr beeindruckend, wie sch&#246;n die R&#228;umlichkeiten sind und wie schnell selbstst&#228;ndige Frauen von der Idee des Frauenwirtschaftszentrums zu begeistern waren. Die B&#252;ros sind bereits fast alle vergeben. Die Bandbreite der Unternehmerinnen reicht von Therapie-Angeboten &#252;ber Journalismus bis hin zu Beratungst&#228;tigkeiten.</p>
<p>Am 28. September l&#228;dt das Frauenwirtschaftszentrum zum Tag der offenen T&#252;r (<a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/Tag-der-offenen-T&#252;r.pdf" target="_blank">hier das Programm einsehen!</a>). Sie sind eine Frau und wollen mit Ihrer Gesch&#228;ftsidee durchstarten? Dann informieren Sie sich vor Ort bei diesem tollen Projekt am 28.09. bei B&#252;robesichtigungen und Fachvortr&#228;gen!</p>
<p>Alle Infos finden Sie auch hier auf der <a href="http://uog-ev.de/frauenwirtschaftszentrum/frauenwirtschaftszentrum/" target="_blank">Homepage des Frauenwirtschaftszentrums</a>.</p>
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		<title>Bundestag und Kind – wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie funktioniert</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 11:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Mir ist es wichtig, abends noch einmal nach dem Rechten zu sehen und meine Tochter morgens zu umarmen, bevor sie in die Schule geht. Man muss ganz klar Priorit&#228;ten setzen.&#8221; Dieses Zitat von mir k&#246;nnen Sie in der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblattes nachlesen. In dem Zeitungsartikel lege ich dar, wie ich mein Bundestagsmandat und [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/HA.jpg" rel="shadowbox[post-4691];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4693" title="HA" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/HA-265x300.jpg" alt="" width="185" height="211" /></a>&#8220;Mir ist es wichtig, abends noch einmal nach dem Rechten zu sehen und meine Tochter morgens zu umarmen, bevor sie in die Schule geht. Man muss ganz klar Priorit&#228;ten setzen.&#8221; Dieses Zitat von mir k&#246;nnen Sie in der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblattes nachlesen. In dem Zeitungsartikel lege ich dar, wie ich mein Bundestagsmandat und meine Rolle als Mutter in Einklang zu bringen versuche. Aktueller Anlass des Artikels von Nina Paulsen ist die heutige R&#252;ckkehr von Bundesfamilienministerin Schr&#246;der an ihren Schreibtisch im Ministerium, nachdem sie nach der Geburt ihres Kindes in Mutterschutz und Elternzeit gewesen war.  <a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/09/Hamburger-Abendblatt_12.09.2011.pdf" target="_blank">Hier k&#246;nnen Sie den Artikel einsehen</a>, viel Spa&#223; bei der Lekt&#252;re!</p>
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		<title>Sigmar Gabriel zu Gast in Hamburg &#8211; Rede zur Sicherheitspolitik</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 09:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12. Juli war der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zu Gast an der Helmut-Schmidt-Universit&#228;t der Bundeswehr in Hamburg. Im Thomas-Ellwein-Saal der Bundeswehr-Uni hielt er einen Vortrag zur &#8220;Sicherheitspolitik f&#252;r das 21. Jahrhundert&#8221;. Eine sich ver&#228;nderte Bedrohungslage nach dem Ende des Kalten Krieges, ein breiteres Aufgabenspektrum mit einer angepassten Organisation der Armee, die Weiterentwicklung politischer B&#252;ndnisse und [...]]]></description>
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<div id="attachment_4567" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/07/2011-07-12-Gabriel-und-Aydan-BSU1.jpg" rel="shadowbox[post-4561];player=img;"><img class="size-full wp-image-4567" title="2011 07 12 Gabriel und Aydan BSU" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/07/2011-07-12-Gabriel-und-Aydan-BSU1.jpg" alt="" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Sigmar Gabriel und Aydan &#214;zoguz, Bild: BSU</p></div>
<p>Am 12. Juli war der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zu Gast an der Helmut-Schmidt-Universit&#228;t der Bundeswehr in <em> </em>Hamburg. Im Thomas-Ellwein-Saal der Bundeswehr-Uni hielt er einen Vortrag zur &#8220;Sicherheitspolitik f&#252;r das 21. Jahrhundert&#8221;.</p>
<p>Eine sich ver&#228;nderte Bedrohungslage nach dem Ende des Kalten Krieges, ein breiteres Aufgabenspektrum mit einer angepassten Organisation der Armee, die Weiterentwicklung politischer B&#252;ndnisse und die technische Entwicklung w&#252;rden das neue Erscheinungsbild der Bundeswehr im 21. Jahrhundert nachhaltig pr&#228;gen, so Gabriel.</p>
<p>Der SPD-Vorsitzende unterst&#252;tzte auch die Einrichtung der Bundeswehr-Universit&#228;ten: &#8220;Ich bin mir sicher, dass die Bedeutung der Bundeswehrhochschulen als universit&#228;re Lehreinrichtung beim Umbau zur Berufsarmee auch weiter an Bedeutung zunehmen wird.&#8221; &#8211; und erteilte somit allen Sparpl&#228;nen oder drohenden Schlie&#223;ungen eine Absage.</p>
<div id="attachment_4570" class="wp-caption alignright" style="width: 410px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/07/2011-07-12-BSU-Michael-und-Aydan.jpg" rel="shadowbox[post-4561];player=img;"><img class="size-full wp-image-4570 " title="2011 07 12 BSU Michael und Aydan" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/07/2011-07-12-BSU-Michael-und-Aydan.jpg" alt="" width="400" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Innensenator Michael Neumann (links) in Uniform war nat&#252;rlich auch dabei! Bild: BSU</p></div>
<p>Lesen Sie nachstehend die Rede von Sigmar Gabriel, es lohnt sich, wie ich Ihnen als Zuh&#246;rer versichern kann:</p>
<p><strong>Rede von Sigmar Gabriel &#8220;Sicherheitspolitik f&#252;r das 21. Jahrhundert&#8221; vom 12.07.2011: </strong></p>
<p>- Es gilt das gesprochene Wort -</p>
<p>Ich freue mich sehr, hier an dieser Universit&#228;t vor Ihnen sprechen zu k&#246;nnen. Dass Ihre Hochschule den Namen eines hoch angesehenen Sozialdemokraten tr&#228;gt, freut mich als Vorsitzender der SPD nat&#252;rlich au&#223;erordentlich.</p>
<p>Aber Helmut Schmidt war und ist auch ein &#252;ber alle Parteigrenzen hinweg hochgesch&#228;tzter Staatsmann, Europ&#228;er und Weltb&#252;rger. Vor allem aber ist er ein echter Hamburger. Als ehemaliger Verteidigungsminister war er dar&#252;ber hinaus Mitgestalter einer Tradition sozialdemokratischer Verteidigungspolitik, die stets eine verantwortungsvolle und auf gesellschaftliche Verankerung bedachte F&#252;hrung der Streitkr&#228;fte in den Mittelpunkt des Handelns setzte. Die Gr&#252;ndung von Hochschulen der Bundeswehr durch Helmut Schmidt – als Bundesverteidigungsminister im Jahr 1972 &#8211; war daher eine logische Konsequenz. Es ging um m&#252;ndige und informierte B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, Staatsb&#252;rger in Uniform, die den Dienst an der Waffe und ihre gesellschaftliche Verantwortung als eine gemeinsame Pflicht erkennen und danach handeln sollten. Die schrecklichen Erfahrungen der deutschen Geschichte sollten sich nie mehr wiederholen k&#246;nnen.</p>
<p>F&#252;r das Prinzip der Inneren F&#252;hrung und der Idee des Staatsb&#252;rgers in Uniform, auf das die Bundeswehr im Vergleich zu anderen Armeen zu Recht stolz ist, bedeutete der dazu gewonnene Bildungsauftrag der Bundeswehr ein wesentliches und weiter wachsendes Qualit&#228;tsmerkmal f&#252;r unsere Armee. Ich bin mir sicher, dass die Bedeutung der Bundeswehrhochschulen als universit&#228;re Lehreinrichtung beim Umbau zur Berufsarmee auch weiter an Bedeutung zunehmen wird. Das Potenzial an Bildungsangeboten innerhalb der Bundeswehr war immer schon gro&#223; und hat sich inzwischen weiter diversifiziert. Vom nachgeholten Hauptschulabschluss &#252;ber den Gesellen bis zum Meister, vom Bachelor bis zum Vollstudium verf&#252;gt die Bundeswehr seit Jahren &#252;ber viele M&#246;glichkeiten, ihre Attraktivit&#228;t darzustellen und jungen Frauen und M&#228;nnern anzubieten. Im Wettbewerb um das berufliche Engagement junger Menschen wird die Bundeswehr als Berufsarmee aber nur dann bestehen k&#246;nnen, wenn sie ihren Bildungsauftrag neu definiert und ihn an zentraler Stelle in das Programm zur Steigerung ihrer Attraktivit&#228;t aufnimmt.</p>
<p>Helmut Schmidt hat vor 40 Jahre eine Kommission unter dem bedeutenden Politik- und Verwaltungswissenschaftler Thomas Ellwein eingesetzt – den Namensgeber dieses Saales -, der eine umfassende Evaluierung der Bildungslandschaft vorgenommen hat. Das brauchen wir jetzt wieder! Ich w&#252;rde mir w&#252;nschen, dass im jetzigen Reformvorhaben der Bildungsauftrag der Bundeswehr umfassend und an zentraler Stelle mit bedacht wird. Die Bundeswehr muss eine Armee der dauerhaften Qualifizierung und fachlichen Weiterbildung werden. Zum einen, weil sich ihr Auftrag in Zukunft weiter ver&#228;ndern wird &#8211; dazu komme ich noch! Zum anderen, damit sie im Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs mit anderen Arbeitgebern mithalten kann.</p>
<p>Ich kam Ende der Siebzigerjahre zur Bundeswehr und habe mich damals f&#252;r zwei Jahre verpflichtet. Heute fr&#252;h war ich bei der Marine in Kiel und im letzten Herbst beim Heer an Standorten in Bayern, u. a. in Hammelburg beim Ausbildungsstandort f&#252;r Auslandseins&#228;tze. Und ich muss aus eigener Erfahrung feststellen, dass sich unsere Armee in diesen 30 Jahren stark ver&#228;ndert hat. Die Bundeswehr hat den neuen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen und damit auch den neuen Anforderungen an die verschiedenen F&#228;higkeiten umfassend Rechnung getragen. Vielleicht ist der Stubenappell noch eines der wenigen Relikte von damals. Aber ich vermute, dass nun auch dieses Relikt – zusammen mit der Wehrpflicht – ausgesetzt wird. Doch im Ernst: Eine sich ver&#228;nderte Bedrohungslage nach dem Ende des Kalten Krieges, ein breiteres Aufgabenspektrum mit einer angepassten Organisation der Armee, die Weiterentwicklung politischer B&#252;ndnisse und nicht zuletzt die technische Entwicklung pr&#228;gen das neue Erscheinungsbild der Bundeswehr nachhaltig.</p>
<p>Es scheint, dass in den Streitkr&#228;ften demokratischer Nationen die einzige feste Gr&#246;&#223;e der Imperativ zur steten Erneuerung ist. Sicherheitspolitische, aber eben auch gesellschaftspolitische Entwicklungen verlangen nach neuen Antworten in der Ausrichtung einer Armee. Dabei geht es um die milit&#228;rische Leistungsf&#228;higkeit und zugleich um die gesellschaftliche Akzeptanz der Streitkr&#228;fte. F&#252;r die Bundeswehr hat der damalige Verteidigungsminister Peter Struck mit dieser Transformation einen Prozess eingeleitet, der ein kontinuierliches Nachsteuern auf sicherheitspolitische Ver&#228;nderungen erm&#246;glicht. Sie werden als k&#252;nftige milit&#228;rische F&#252;hrungskr&#228;fte in Ihrer aktiven Zeit die Aufgabe haben, den in Gang gesetzten Reformprozess der Bundeswehr als Akteur mitgestalten und, wie ich hoffe, diesen auch aktiv voran zu treiben. Mit dem Ende der Wehrpflicht und dem Umbau in eine Berufsarmee werden aber vor allem gesellschaftspolitische Fragen zu beantworten sein.</p>
<p>Lassen Sie mich an dieser Stelle einige Gedanken zur geplanten Bundeswehrreform formulieren. Und seien Sie nicht &#252;berrascht, wenn ich diesen Prozess zwar kritisch betrachte, aber zugleich an einem Gelingen der Reform ein hohes Interesse habe!</p>
<p>Die Bundeswehr braucht eine innovative und zeitgem&#228;&#223;e Ausrichtung und Orientierung, um den Umbau in eine Berufsarmee erfolgreich zu bestehen. Ob mit dieser Bundeswehrreform allerdings die hochgesteckten Ziele erreicht werden k&#246;nnen, daran habe ich meine Zweifel. Denn klar ist: Die Bundeswehr soll wesentlich kleiner werden und dabei einsatzf&#228;higer. W&#228;hrend dieses Prozesses soll sie zudem viel Geld einsparen. Und dar&#252;ber hinaus gibt es die Vorgabe, dass sie in der Gesellschaft pr&#228;sent bleibt, aber mit weniger Soldaten und viel weniger Standorten.</p>
<p>Diese gesetzten Eckpunkte und meine politische Lebenserfahrung sagen mir, dass diese Aufgabe, vor der die Bundeswehr steht, hoch ambitioniert ist. Bereits jetzt zeigt sich doch deutlich, dass die selbstauferlegte Eile oftmals auf Kosten der Gr&#252;ndlichkeit in der Vorbereitung ging. Au&#223;erdem kann man sich bei der Betrachtung dieses Vorhaben nicht des Eindrucks erwehren, dass die einzige strategische Gr&#246;&#223;e in der Planung die Sparvorgabe ist. Einen stringenten sicherheitspolitischen Faden, der sich durch alle Ausarbeitungen zieht, sucht man bislang vergeblich.</p>
<p>Ich will nur auf einige Aspekte n&#228;her eingehen:</p>
<p>Die Wehrpflicht stand 55 Jahre lang als Symbol f&#252;r den vorsorgenden und wehrhaften Staat. Sie war ein Erfolgsmodell der Bundeswehr. Im 21. Jahrhundert ist die allgemeine Dienstpflicht sicherheitspolitisch allerdings nicht mehr zu rechtfertigen. Dazu kam die fehlende Wehrgerechtigkeit und bei einigen die Hoffnung auf einen wesentlichen Beitrag zur Sparvorgabe, die das Aus f&#252;r die Wehrpflicht besiegelte. Auf unserem Parteitag vor vier Jahren hier in Hamburg hat die SPD diese Entscheidung bereits getroffen. Wir haben sie aber auch mit einem klaren Ersatz verkn&#252;pft &#8211; und das mit gutem Grund: Wir forderten damals schon einen freiwilligen Wehrdienst. Der freiwillige Dienst bei der Bundeswehr oder bei zivilen Tr&#228;gern ist ein wichtiger Schritt zur St&#228;rkung unserer zivilen B&#252;rgergesellschaft. Ich denke, wir k&#246;nnen die Bedeutung des freiwilligen Engagements in unserer Gesellschaft, aber auch im Leben junger Menschen, die sich daf&#252;r bereit erkl&#228;ren, gar nicht hoch genug einsch&#228;tzen. In der neuen Berufsarmee k&#228;me dem freiwilligen Wehrdienst weiterhin eine wichtige Br&#252;ckenfunktion zwischen Streitkr&#228;ften und Gesellschaft zugute. Au&#223;erdem tr&#228;gt er zur Rekrutierung aus der Mitte der Gesellschaft bei.</p>
<p>Leider spiegeln die Pl&#228;ne der Bundesregierung in keiner Weise die Bedeutung der freiwilligen Dienste wider. Mit minimal 5.000 Freiwilligen pro Jahr f&#252;r die Bundeswehr wird mutlos eine Zahl mit verschwindender Wirkung anvisiert. Wehrpflichtige, die ihren Dienst freiwillig verl&#228;ngern, retten die Bundeswehr nur &#252;ber die erste H&#252;rde. Allerdings ist dieser Personalpuffer bald ausgesch&#246;pft. Erste Zahlen bei den zivilen Freiwilligendiensten geben ein unverf&#228;lschtes Bild ab: Erst 3.000 statt der erwarteten 35.000 Freiwilligen finden den Weg zu den Wohlfahrtsverb&#228;nden.</p>
<p>Wir brauchen uns keine falschen Hoffnungen zu machen. Wenn selbst der politische Wille nicht erkennbar ist, den Freiwilligendienst zum Erfolg zu bringen, dann wird auch die Nachfrage bei jungen Menschen ausbleiben. Aus Gr&#252;nden der Ehre allein werden nur wenige einen freiwilligen Dienst anstreben. Wir setzen zwar auf selbstbestimmte junge Menschen, die freiwillig und aus innerer &#220;berzeugung Verantwortung f&#252;r die Gesellschaft &#252;bernehmen, aber ganz ohne gesellschaftliche Anerkennung und materielle Anreize wird ein solches Vorhaben nicht gelingen. An dieser Stelle gilt es schnellstens nachzulegen und nachzusteuern. Ein Gesamtkonzept zur St&#228;rkung aller freiwilligen Dienste, das seinen Namen auch verdient, muss auf den Tisch. Hier steht die Bundesregierung in der Pflicht und in der Verantwortung.</p>
<p>Die Bundeswehr ist eine Armee im Wandel und gleichzeitig eine Armee im Einsatz. Das unterscheidet sie &#252;brigens fundamental von meiner pers&#246;nlichen Bundeswehrerfahrung vor drei Jahrzehnten. Die Anforderungen und die Belastung an die Soldatinnen und Soldaten wie auch an die zivilen Angestellten sind schon heute sehr hoch. Eine erfolgreiche Umgestaltung der Bundeswehr kann, soviel steht fest, nur zusammen mit den Menschen in den Streitkr&#228;ften sowie deren Familien gelingen. Es ist ein Gebot der Vernunft, dass eine Reform auch sp&#252;rbare Verbesserungen f&#252;r die Angeh&#246;rigen der Bundeswehr bringen muss. Und die Binsenweisheit, dass zufriedene Mitarbeiter auch die beste Werbung f&#252;r den Arbeitgeber sind, will ich vor dem Hintergrund des Umbaus in eine Berufsarmee nicht explizit heraus stellen. Sie versteht sich von selbst! Hier verpasst die Politik die Chance, etwas Konkretes und f&#252;r die Betroffenen Sp&#252;rbares ins Werk zu setzen. Der Eindruck, der sich den Menschen in der Bundeswehr stattdessen aufdr&#228;ngt, ist inzwischen besorgniserregend.</p>
<p>Die Soldaten arbeiten seit Beginn der Reformdebatte im Mai 2010 mit der Gewissheit, dass viele Stellen gestrichen werden – mit all den negativen Konsequenzen f&#252;r die eigene Karriereplanung innerhalb der Armee. Sie wissen, dass zahlreiche Standorte geschlossen werden und dass dies einen langwierigen Umzug mit der Familie bedeuten kann. Sie wissen auch, dass das harte Spardiktat kaum finanzielle Freir&#228;ume f&#252;r die lang geforderte Anpassung der Bez&#252;ge er&#246;ffnet. Dabei ist inzwischen allen Beteiligten klar, dass Gehaltsanpassungen &#252;berf&#228;llig sind. Ein Beispiel, das aus meiner Sicht sehr einpr&#228;gend ist: Ein Unteroffizier oder ein Offizier erh&#228;lt f&#252;r einen 24-Stunden-Dienst umgerechnet 2,24 Euro pro &#220;berstunde. Ein Polizist – und das ist eine Berufsgruppe, an die man sich mit dem Umbau in die Berufsarmee zuk&#252;nftig orientieren muss – ein Polizist erh&#228;lt je nach Rang zwischen 17 und fast 27 Euro pro Stunde.</p>
<p>Ich kann die Reaktion vieler Soldatinnen und Soldaten, mit denen ich gesprochen habe, absolut nachvollziehen: Sie betrachten die Reform, gelinde gesagt, mit Skepsis und Unverst&#228;ndnis. Eine Reform muss aber zuerst stets als eine Chance f&#252;r positive Ver&#228;nderungen begriffen werden. Das m&#252;ssen wir – das muss die Politik – dann aber auch aktiv angehen und die beteiligten Menschen dabei mitnehmen. Wir m&#252;ssen deutlich machen, dass eine Karriere bei der Bundeswehr attraktiv ist. Dass es sich lohnt, unserem Land, das ein Teil Europas ist, zu dienen. Entsprechende Ma&#223;nahmen und Mittel sind deshalb in der Neuausrichtung der Armee einzuplanen, um die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiv und wettbewerbf&#228;hig zu machen. Und das muss auch die Grundlage sein, die Nachwuchsgewinnung mit Blick auf die Zukunft unserer Armee neu aufzustellen.</p>
<p>Unser Anspruch muss zudem sein, qualifizierten Nachwuchs aus der Mitte der Gesellschaft zu erreichen. Von Debatten &#252;ber eine Prekariatsarmee oder ausl&#228;ndische S&#246;ldner in der Bundeswehr halte ich offen gesagt, nichts. Diese Horror-Debatten lenken nur von der eigentlichen Aufgabe ab, die vor uns steht. Und diese lautet: Wir brauchen eine Reform, die nicht zur Last wird, sondern zur Entlastung der Menschen in der Bundeswehr beitr&#228;gt. Zum Beispiel in Form eines umfassenden Attraktivit&#228;tsprogramms, welches die Ziele einer ausgewogenen Nachwuchsgewinnung ber&#252;cksichtigt.</p>
<p>Ich wei&#223;, dass dies alles Geld kosten wird. Aber ich wei&#223; auch, dass diese Ausgaben mittel- und langfristig zu finanzieren sind und nicht von heute auf morgen. Genug Zeit also, um Schritt f&#252;r Schritt den notwendigen Transformationsprozess unserer Bundeswehr aktiv zu gestalten. Hinzu kommt: Wenn wir an dieser Stelle sparen, dann k&#252;rzen wir an der Zukunftsf&#228;higkeit unserer Streitkr&#228;fte. Die Sparvorgabe des Bundeskabinetts in H&#246;he von 8,3 Milliarden Euro f&#252;r den Verteidigungshaushalt ist zugleich das Damoklesschwert der Reform. Wir haben damals kritisiert, dass dies eine Reform nach Haushaltslage sei und dass jegliche sicherheitspolitische Begr&#252;ndung und Unterlegung fehle. Nat&#252;rlich muss auch die Bundeswehr einen Beitrag zur Konsolidierung des Gesamthaushaltes erbringen, aber die F&#228;higkeiten der Streitkr&#228;fte m&#252;ssen trotzdem von einem sicherheits- und verteidigungspolitischen Gesamtkonzept getragen sein. Dieses fehlt bis heute!</p>
<p>Der einfache Dreiklang lautet doch: Erstens, welche Bedrohungen existieren, die gegebenenfalls milit&#228;risch beantwortet werden m&#252;ssen. Zweitens, welche Ressourcen stehen zur Verf&#252;gung. Und drittens, welche F&#228;higkeiten muss die Bundeswehr priorit&#228;r erf&#252;llen k&#246;nnen und welche k&#246;nnen auch arbeitsteilig zusammen mit Partnern in der NATO und in der EU umgesetzt werden. Die jetzige Planung verfolgt das Ziel, alle milit&#228;rischen F&#228;higkeiten erf&#252;llen zu wollen und gleichzeitig das volle Sparvolumen einzuhalten. Das kann nicht funktionieren. Die Bundeswehr ist bereits jetzt chronisch unterfinanziert. Das Einsparpotential ist zu Beginn des notwendigen Reformprozesses &#252;berschaubar, und die Erfahrungen aus anderen L&#228;ndern zeigen, dass der Umbau in eine Berufsarmee einer Anschubfinanzierung – also zun&#228;chst mehr Geld – bedarf. Der Sparzwang im Verteidigungshaushalt ist gewiss kein rein deutsches Ph&#228;nomen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise fordert auch von Frankreich, England und weiteren europ&#228;ischen L&#228;ndern K&#252;rzungen bei den Streitkr&#228;ften. Dieser Blick &#252;ber die Landesgrenzen hinweg macht aber zugleich klar, wo die Chancen einer umfassenden Reform liegen. Sie liegen in einer klaren Europ&#228;isierung unserer Au&#223;en- und Sicherheitspolitik. Und dies ist zugleich eine Chance f&#252;r Europa als Gesamtprojekt. Eine Chance, die Europa vielleicht gerade jetzt dringend ben&#246;tigt.</p>
<p>Europa ist ins Gerede gekommen. Manche Beobachter sehen unseren Kontinent bereits in einer tiefen Krise. Und seit Jahren hadern die Menschen mit den europ&#228;ischen Institutionen, die zu weit weg sind und deren Sinn und Funktion sie nicht mehr verstehen. Die Debatten um den Euro und Griechenland verunsichern zudem viele Menschen in Europa und lassen sie am Ziel eines vereinten Europas zweifeln. D&#228;nische Grenzkontrollen sind der sichtbarste Auswuchs eines Trends zu einer verst&#228;rkten Renationalisierung. Der Fall Libyen macht den fehlenden politischen Willen und die Schwierigkeiten deutlich, aktuelle Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die Gemeinsame Au&#223;en- und Sicherheitspolitik in Europa – die GASP -, f&#252;r die sich meine Partei immer stark gemacht hat und deren Grundgedanken wir in Berlin und Br&#252;ssel von Beginn an vorangetrieben haben, ist faktisch wieder auf ein Niveau von vor Jahren zur&#252;ckgefallen. Das ist die Lage!</p>
<p>Aber Politik darf sich nicht mit Zust&#228;nden abfinden. Politik muss Zust&#228;nde ver&#228;ndern oder &#252;berwinden. Politik muss mutig und entschlossen neue Wege &#246;ffnen und beschreiten. Und damit eines von Beginn an klar ist. Mit meiner Partei wird es keine Renationalisierung geben. Ich hasse zwar dieses Wort, weil es den unerl&#228;sslichen Gestaltungsanspruch von Politik untergr&#228;bt, aber benutze es hier trotzdem: Europa ist gerade f&#252;r uns Deutsche „alternativlos“! Die politische Integration der Mitgliedsl&#228;nder und das Zusammenwachsen der Bev&#246;lkerungen mit dem Fernziel der europ&#228;ischen F&#246;deration ist das einzige erfolgversprechende Zukunftsmodell f&#252;r Europa.</p>
<p>Wir m&#252;ssen ehrlich zu uns selbst sein. In 2050 werden weder Deutschland oder Frankreich und schon gar nicht kleinere L&#228;nder wie Belgien eine nennenswerte politische und wirtschaftliche Rolle spielen k&#246;nnen &#8211; im Vergleich zu den USA, China und vielleicht auch Indien oder Brasilien. Nur Europa als Ganzes hat eine Chance im globalen Wettbewerb von Ideen, Werten und Willensbildungsprozessen sowie nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen in der &#246;konomischen Wertsch&#246;pfungskette – und zwar genau in der Reihenfolge. Nur Europa als Ganzes kann gen&#252;gend Gewicht in die globale Waagschale werfen.</p>
<p>Deshalb: Europa muss sich aus seiner Starre und seinen Selbstzweifeln befreien. Seien wir doch einmal stolz auf das, was die europ&#228;ischen B&#252;rgerinnen und B&#252;rger seit Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges auf diesem Kontinent zustande gebracht haben. Das gilt f&#252;r Politik, Recht, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Das sind Fortschritte f&#252;r die gesamte internationale Staatengemeinschaft. Wir leben heute in einem Staatenverbund, aber eben noch nicht in einer wirklichen politischen Union. Wir nutzen einen gemeinsamen Markt, die Reisefreiheit und eine gemeinsame W&#228;hrung. Wir k&#246;nnen &#252;berall in Europa arbeiten und studieren. Wir haben die Trennung des Kontinents gemeinsam und friedlich &#252;berwunden.</p>
<p>Das ist eine einzigartige historische Leistung von millionen Menschen, von denen ein gro&#223;er Teil diesen Fortschritt nicht mehr selbst erleben durfte. Es ist also ein kostbares geistiges und zugleich materiell fassbares Erbe, das wir nicht verzehren d&#252;rfen, sondern weiter entwickeln m&#252;ssen!</p>
<p>Deshalb: Lassen Sie uns das immer wieder in Erinnerung rufen. In diesem Europa steckt nach wie vor ein gigantisches Potenzial. Und dieses Potenzial m&#252;ssen wir aktivieren, indem wir als europ&#228;ische Politiker mutig und entschlossen voranschreiten. Wir brauchen aber daf&#252;r neuen Schwung, einen neuen europ&#228;ischen Antritt. Und wir brauchen konkrete Ideen und Visionen, die das Potential freisetzen. Einen Impuls, der die Vorteile der Integration gegen die Gefahren der Renationalisierung stellt. Wir brauchen nicht weniger als eine Debatte &#252;ber ein zukunftsf&#228;higes Europa, das sich endlich l&#246;st von den Diskussionen &#252;ber die Preise f&#252;r Europa hin zu den Werten von Europa.</p>
<p>Ihre Generation ist gefragt, Europa weiter zu gestalten und auch Europa weiterzudenken. Dabei sollten wir uns nicht vor Visionen f&#252;rchten. Aber: Die Debatte dar&#252;ber tut not! Wir m&#252;ssen uns wieder einmal dar&#252;ber vergewissern, warum wir inzwischen fraglos europ&#228;ischer denken und handeln, aber noch nicht wirklich europ&#228;isch! Wir brauchen in einer Zeit, in der sich die Welt immer schneller ver&#228;ndert, ein gemeinsames Bewusstsein, f&#252;r die Werte, die uns in Europa verbinden – Solidarit&#228;t miteinander und Verantwortung f&#252;r unsere gemeinsame Zukunft. Und lassen Sie mich ein gro&#223;es Wort daf&#252;r verwenden, wir brauchen endlich einen europ&#228;ischen Patriotismus, denn in Europa verbindet uns doch l&#228;ngst sehr viel mehr, als uns trennt.</p>
<p>Vor einigen Jahren hat der ehemalige franz&#246;sische Staatspr&#228;sident, Valéry Giscard d’Estaing in einer Rede an der Humboldt-Universit&#228;t in Berlin die Frage gestellt „Wie kann ein europ&#228;ischer Patriotismus entstehen?“. Ich denke, ein wirklich ernst gemeinter europ&#228;ischer Patriotismus muss wachsen, wie auch unsere Gesellschaften in Europa zusammenwachsen muss. Sie alle hier haben schon im europ&#228;ischen Ausland studiert, gearbeitet und Urlaub gemacht und Sie werden das in Zukunft noch h&#228;ufiger und selbstverst&#228;ndlicher tun. Europa ist unsere gemeinsame Heimat mit allem was an Chancen und Herausforderungen darin auf uns zukommt, deswegen halte ich diesen handgreiflichen und alltagstauglichen europ&#228;ischen Patriotismus auch f&#252;r so wichtig f&#252;r unsere Zukunft.</p>
<p>Damit wir die Chancen aber auch nutzen k&#246;nnen und uns nicht immer nur mit den aktuellen Herausforderungen herumschlagen m&#252;ssen, brauchen wir konkrete Ideen und Visionen in vielen verschiedenen Bereichen. Wir m&#252;ssen zeigen, dass Integration der bessere Weg ist und Renationalisierung der falsche. Eine gemeinsame europ&#228;ische Au&#223;en-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik kann genau das leisten. Ist die Zeit reif f&#252;r einen echten „Neuimpuls“ f&#252;r die europ&#228;ische Sicherheit und Verteidigung? Ich denke ja. Wann, wenn nicht jetzt! Damit die Menschen sp&#252;ren, dass die Politik nicht kapituliert. Statt Gipfel f&#252;r Gipfel zu inszenieren, statt Vertrag f&#252;r Vertrag, deren Inhalte kaum noch einer versteht, zu ratifizieren, sollten wir ein konkretes Projekt vorantreiben, das die Menschen endlich wieder mit Europa verbindet: eine gemeinsame europ&#228;ische Armee!</p>
<p>Dabei hilft uns sogar das Spardiktat in vielen europ&#228;ischen Partnerl&#228;ndern dabei, nationale Vorbehalte aufzuweichen und eine gemeinsame politische Vision f&#252;r dieses Vorhaben voranzustellen. Sie alle kennen sicher das Zitat des Namensgebers dieser Universit&#228;t zu Visionen („Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.&#8221;), aber wenn die Kassen knapper werden, brauchen wir politische Ideen, die in die Zukunft weisen, auch wenn auf dem Weg dahin nat&#252;rlich noch einige Hindernisse zu &#252;berwinden sind. Deshalb liegt der Ball aber auch bei uns. Wenn wir unsere Bundeswehrreform planen, dann m&#252;ssen wir von Anfang an Europa mit denken. Das sehe ich bisher nicht. Und hier sehe ich noch gravierenden Ver&#228;nderungsbedarf in der politischen F&#252;hrung unseres Landes.</p>
<p>Sie werden als Offizierinnen und Offiziere die k&#252;nftigen Sicherheitsmanager in und f&#252;r Europa. Sie werden mit Kolleginnen und Kollegen befreundeter Streitkr&#228;fte in gemeinsamen St&#228;ben, Korps, Divisionen, Brigaden, Bataillonen und Kompanien zusammenarbeiten. Die Ausbildung ist bis dahin einheitlich. Und in ferner Zukunft werden Sie, sofern das europ&#228;ische Parlament zustimmt, gemeinsam in von der UN mandatierte Eins&#228;tze gehen. Das ist noch Zukunftsmusik, aber zugleich das Fernziel, an dem wir uns orientieren sollten.</p>
<p>Nat&#252;rlich m&#252;ssen bis dahin einige grundlegende Dinge gekl&#228;rt werden. Das will ich nicht verschweigen: der Parlamentsvorbehalt des Bundestags, die Einschr&#228;nkung der Souver&#228;nit&#228;t und damit verbunden eine &#196;nderung der Verfassung, ein gemeinsames Wehrrecht und ein einheitliches Modell der inneren F&#252;hrung. Das sind alles wichtige Punkte, die zum gegebenen Zeitpunkt diskutiert und entschieden werden m&#252;ssen.</p>
<p>Heute Abend m&#246;chte ich mit ihnen aber vorrangig er&#246;rtern, wie wir &#252;berhaupt bis zu diesem Punkt kommen k&#246;nnen. Nach einem festgefahrenen und impulslosen Prozess der europ&#228;ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik ist das doch die eigentlich spannende Frage! Was kann und soll die Europ&#228;ische Union sicherheitspolitisch leisten? Was ist – um im Milit&#228;rjargon zu bleiben – das „level of ambition“? Diese Frage muss gemeinsam und europ&#228;isch diskutiert werden. Ich m&#246;chte einige Gedanken dazu beitragen.Da ich heute zu Gast an einer Bundeswehr-Hochschule bin, erlauben Sie mir, mich auf die milit&#228;rischen Aspekte der Sicherheitspolitik zu konzentrieren, auch wenn ich als Sozialdemokrat nat&#252;rlich von einem umfassenden Sicherheitsverst&#228;ndnis &#252;berzeugt bin. Europa ist eine wertgebundene und von gemeinsamer Verantwortung getragene „Friedensmacht“, jedenfalls sollte sie sich als eine solche „Friedensmacht“ Europa verstehen. Daraus l&#228;sst sich auch die k&#252;nftige sicherheitspolitische Rolle Europas ableiten.</p>
<p>Erstens: Europa ist der unmittelbaren Sicherheit seiner B&#252;rgerinnen und B&#252;rger und der territorialen Integrit&#228;t seiner Mitglieder verpflichtet. Der Lissabonner Vertrag von 2009 stellt die Weichen f&#252;r ein Defensivb&#252;ndnis f&#252;r den Fall eines bewaffneten Angriffs auf einen der Mitgliedstaaten – &#228;hnlich dem Artikel 5 der NATO.</p>
<p>Zweitens: Als „Friedensmacht“ schafft Europa Stabilit&#228;t, die &#252;ber die eigenen Grenzen hinaus strahlt. Im Umkehrschluss wirken sich Krisen und Konflikte in der Peripherie auf die Stabilit&#228;t und Sicherheit der Europ&#228;ischen Union aus. Die europ&#228;ische Sicherheitspolitik muss also wirksame Antworten auf Risiken in der eigenen Nachbarschaft geben k&#246;nnen.<br />
Dass wir dabei auch die USA und die NATO entlasten k&#246;nnen, sollte uns ein weiterer Ansporn sein.</p>
<p>Drittens: Unsere gemeinsamen Werte, wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, geben uns eine globale Mitverantwortung. Die Europ&#228;ische Union setzt sich im Rahmen der Vereinten Nationen und der OSZE f&#252;r Frieden und Stabilit&#228;t ein. Die Bereitschaft Europas, sich an UN-Missionen zu beteiligen, sollte verst&#228;rkt und entsprechende F&#228;higkeiten sollten ausgebaut werden. Die Teilnahme europ&#228;ischer Kontingente an UN-mandatierten Friedenseins&#228;tzen w&#252;rde dann zur Regel. Rein national best&#252;ckte Kontingente w&#228;ren die absolute Ausnahme.</p>
<p>Die logische au&#223;enpolitische Konsequenz w&#228;re &#252;brigens auch, dass bei einer Reform des UN-Sicherheitsrates ein permanenter Sitz f&#252;r die EU anzustreben w&#228;re. Ich pers&#246;nlich f&#228;nde das politisch w&#252;nschenswert, auch wenn ich wei&#223;, dass die st&#228;ndigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat Gro&#223;britannien und Frankreich einen solchen Vorschlag derzeit sicher noch ablehnen werden. Unsere Verantwortung in multilateralen Organisationen gilt nat&#252;rlich auch f&#252;r die Nordatlantische Allianz. Erlauben Sie mir an dieser Stelle ein Zitat des bis vor wenigen Wochen amtierenden US-Verteidigungsminister Robert Gates, der in einem Gastbeitrag Mitte Juni dieses Jahres im Handelsblatt schrieb: „Es ist nicht zu sp&#228;t f&#252;r Europa, seine Verteidigung und seine Sicherheitspolitik wieder in Ordnung zu bringen. Aber daf&#252;r m&#252;ssen seine Politiker F&#252;hrungsst&#228;rke zeigen.“ Den Fingerzeig wird man in London, Paris und Berlin sicher registriert haben. Wenn vor einigen Jahren noch mit erhobenem Zeigefinger gesagt wurde, Europa d&#252;rfe nicht zur milit&#228;rischen Konkurrenz der NATO werden, so vernehmen wir heute aus den USA eine Mischung aus Mahnung und Flehen, endlich mehr zu tun. Ein st&#228;rkeres Europa schafft also lang geforderte F&#228;higkeiten, um die transatlantische Br&#252;cke wieder etwas st&#228;rker auszubalancieren. Auch das ist ein Teil der B&#252;ndnissolidarit&#228;t, der wir uns als Deutschland verpflichtet f&#252;hlen m&#252;ssen.</p>
<p>Das eine oder andere, was ich gerade zum sicherheitspolitischen Rolle Europas gesagt habe, mag Ihnen nicht besonders originell erscheinen. Ich gebe Ihnen soweit recht, dass sich seit fast zwanzig Jahren &#8211; seit dem Maastricht Vertrag 1992 &#8211; um die m&#246;gliche Ausgestaltung einer europ&#228;ischen Verteidigung zahlreiche Debatten und Studien drehen. Wir erinnern uns, dass gerade Deutschland auf dem K&#246;lner Gipfel von 1999 wichtige Initiativen vorangetrieben hat. Kurzum: Wir haben auch auf diesem Gebiet also kein Erkenntnisproblem, sondern – wie so oft in der Politik – ein Handlungsproblem!</p>
<p>Die Europ&#228;ische Union der 27 Mitgliedstaaten tut sich schwer, bei der Sicherheits- und Verteidigungspolitik gemeinsam vorzugehen. Auf eine eigene strategische Positionierung konnte sie sich bis jetzt nicht festlegen. Dass selbst die Europ&#228;ische Sicherheitsstrategie von 2003, die ja seither nur einmal sanft &#252;berpr&#252;ft wurde, keine gemeinsame Antwort auf die Frage nach einem strategischen „level of ambition“ gibt, mag aufgrund des Titels des Dokuments bizarr erscheinen. Das w&#252;rde aber auch den fragilen Konsens der 27 gef&#228;hrden. Daraus ziehe ich meine Schl&#252;sse, wenn ich nun zum zweiten Punkt komme und mit Ihnen diskutieren m&#246;chte, welche politischen Schritte nun getan werden sollten. Denn Sie erinnern sich an das Zitat von Gates, er sagte „es ist nicht zu sp&#228;t f&#252;r Europa“ – aber, das wissen Sie ebenso wie ich, richtig fr&#252;h dran sind wir auch nicht. Also: Wie k&#246;nnen wir das aufholen? Ein „Neuimpuls“ der europ&#228;ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, bei dem alle 27 Mitgliedsstaaten im Boot s&#228;&#223;en, w&#228;re w&#252;nschenswert, ist nach aller politischer Lebenserfahrung v&#246;llig unrealistisch. Politische Priorit&#228;ten, nationale Philosophien und die jeweiligen F&#228;higkeitsspektren divergieren sehr stark in den sicherheitspolitischen Vorstellungen einzelner L&#228;nder. Ich glaube zwar, dass der Sparzwang einige wesentliche Vorbehalte aufweichen wird, aber ich gehe nicht davon aus, dass historisch gewachsene Politiken und Traditionen von heute auf morgen &#252;berall &#252;ber Bord geworfen werden.</p>
<p>Ein wirklicher „Neuimpuls“ m&#252;sste von einer Vorreitergruppe ausgehen, die den gemeinsamen politischen Willen mitbringt, das Projekt einer europ&#228;ischen Integration der Sicherheit und Verteidigung entscheidend sichtbar voranzubringen. Solche Vorreitergruppen gab es in der EU immer wieder, ich nenne hier nur die beiden erfolgreichsten Beispiele – Schengen und nat&#252;rlich der Euro.</p>
<p>Mein Szenario: Als Vorreitergruppe einer solchen st&#228;rkeren Vertiefung der Au&#223;en-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik b&#246;te sich vielleicht die Formel des „Weimarer Dreiecks plus 1“ an. Warum? Deutschland und Frankreich sind noch immer das erfolgreichste und leistungsst&#228;rkste Gespann der europ&#228;ischen Integration. Und gerade aus historischen Gr&#252;nden denke ich, dass die deutsch-franz&#246;sische Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit und Verteidigung weiterhin von gro&#223;er Bedeutung w&#228;re. Mit Polen verbindet uns viel, und dass die polnische Ratspr&#228;sidentschaft vor wenigen Tagen erkl&#228;rt hat, die europ&#228;ische Au&#223;en- und Sicherheitspolitik ins Zentrum ihrer Anstrengungen zu r&#252;cken, zeigt unser gemeinsames Verst&#228;ndnis f&#252;r die Notwendigkeit, in diesem Bereich aktiver zu werden. Eine solche Avantgarde-Gruppe sollte aber die EU als Ganzes repr&#228;sentieren und selbstverst&#228;ndlich Ankn&#252;pfungspunkte f&#252;r alle anderen bieten. Und Polen ist nicht nur wichtig, weil wir in der EU der 27 ein mitteleurop&#228;isches Land in einer solchen F&#252;hrungsgruppe brauchen. Wir brauchen unsere Nachbarn auch, weil sie zeigen, wie sich eine neu gewonnene Souver&#228;nit&#228;t, feste transatlantische Bindung und europ&#228;ische Integration vereinbaren lassen. Deutschland – das ist klar – wird keine Sonderwege dabei gehen auf dem Gebiet der Au&#223;en-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Aber Deutschland muss die Chance ergreifen, dem Projekt Europa einen neuen wichtigen Impuls zu geben.</p>
<p>Das „Plus“ lasse ich bewusst offen, denn es ist klar, dass es in dieser Vorreitergruppe auf den politischen Willen ankommt, mehr europ&#228;ische Integration zu wagen. Unsere britischen Freunde w&#228;ren milit&#228;risch nat&#252;rlich ideale Partner, sie werden aber erst dann mitmachen, wenn diese Vorreitergruppe erfolgreich ist. Das gilt besonders f&#252;r die jetzige konservative Regierung. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein oder zwei skandinavische L&#228;nder daran mitwirken m&#246;chten, ebenso wie Spanien, das in der GSVP ja ebenfalls w&#228;hrend seiner Ratspr&#228;sidentschaft treibend war.</p>
<p>Im Gegensatz zum franz&#246;sisch-britischen Abkommen vom November 2010, das sich auf seine Exklusivit&#228;t beruft, ist unser ausgesprochenes Ziel die St&#228;rkung der europ&#228;ischen Integration. Der Lissabon-Vertrag bietet mit der M&#246;glichkeit der St&#228;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit die rechtliche Grundlage. Dass die sogenannte SSZ bisher keine Anwendung findet, ist ein politisches Vers&#228;umnis. Ich w&#252;nsche mir, dass dieses Instrument aufgegriffen und endlich benutzt wird. Von der St&#228;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit kann ein starkes politisches Signal ausgehen, das alle Staaten der Europ&#228;ischen Union einl&#228;dt, an der engeren sicherheitspolitischen Kooperation mitzuwirken. Mit der deutsch-franz&#246;sischen Brigade, dem Eurokorps, dem deutsch-niederl&#228;ndischen Korps, dem multilateralen Korps Nordost und weiteren gemeinsamen Einrichtungen gibt es bereits wegweisende Projekte milit&#228;rischer Zusammenarbeit. Bei deren Gr&#252;ndung dominierten damals politische Gr&#252;nde vor milit&#228;rischer Notwendigkeit. Es galt, nationale Vorbehalte, durch die enge Kooperation in milit&#228;rischen Fragen weiter abzubauen und den europ&#228;ischen Integrationsgedanken durch symboltr&#228;chtige Elemente deutlich zu st&#228;rken. Dagegen ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil, heute k&#246;nnen besonders Sie darauf aufbauen. Der „Neuimpuls“ im Rahmen einer Vorreitergruppe muss aus meiner Sicht allerdings einen deutlichen Schritt nach vorne markieren.</p>
<p>Zwei zentrale Punkte stehen f&#252;r mich deshalb im Zentrum: Integration und Effizienz.</p>
<p>K&#246;nnen Sie sich vorstellen, zusammen mit polnischen oder franz&#246;sischen Soldaten einen gemeinsamen Verband zu bilden, sich eine Kaserne zu teilen und gemeinsam in den Einsatz verlegt zu werden? Das w&#228;re ein Beispiel integrierter europ&#228;ischer Sicherheitspolitik. Die Idee der deutsch-franz&#246;sischen Brigade oder des multilateralen Korps Nordost, bei denen sich die Integration meist auf St&#228;be und unterst&#252;tzende Einheiten beschr&#228;nkt, muss daher weiterentwickelt werden. Mit den AWACS-Verb&#228;nden der NATO haben wir das beste Beispiel eines multinationalen integrierten Verbandes zur Hand, an dem aber gut abzulesen ist, welche politischen H&#252;rden auf europ&#228;ischer Ebene noch zu nehmen sind. Die will ich hier gar nicht verschweigen. In der Vergangenheit stellten multilaterale Kooperationen im milit&#228;rischen und im R&#252;stungsbereich einen Wert an sich da. Das ist w&#246;rtlich zu nehmen, denn wir haben uns diese Kooperationen etwas kosten lassen.<br />
Sie waren Bekundung eines politischen Willens zur europ&#228;ischen Integration.</p>
<p>Das ist heute zu wenig – beziehungsweise von der Ausgabenseite her gedacht zu viel. In Anbetracht der starken Einschnitte in europ&#228;ische Verteidigungsbudgets von acht bis 30 Prozent, je nach Land, muss der Effizienz-Gedanken eine weit st&#228;rkere Rolle einnehmen. Und damit ist er zugleich ein starkes &#246;konomisches Argument f&#252;r eine Europ&#228;isierung unserer Au&#223;en-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. „Pooling“, „Sharing“ und die Spezialisierung milit&#228;rischer F&#228;higkeiten unter Partnern sind kein wirklich neuer, aber ein noch viel zu wenig beschrittener, dabei aber umso erfolgversprechender Weg, den die EU-Partner auf breiter Front, um mal in der Milit&#228;rsprache zu sprechen, gehen sollten! Es gibt heute bereits circa 100 Kooperationen im Bereich „Pooling &amp; Sharing“. Fast alle im Rahmen der NATO, aber eben kaum in der EU. In der Regel umfassen sie logistische Unterst&#252;tzung im kleineren Umfang oder f&#252;hren Ausbildungseinheiten zusammen. Im regionalen Rahmen sehen wir schon etwas mutigere Schritte, wie das Flottenkommando Benelux oder die Nordische Verteidigungskooperation. Deutliche Synergien bei strategischen F&#228;higkeiten gibt es bislang kaum.<br />
Das von Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden best&#252;ckte Europ&#228;ische Lufttransportkommando ist eine der wenigen Initiativen in diese Richtung. Allerdings haben sich die beteiligten Nationen noch nicht durchgerungen, auch ihre Ressourcen zu integrieren; der Verband wird sogar multilateral gef&#252;hrt. Ein anderes Beispiel sind die EU-Battle-Groups, die weiterentwickelt und noch st&#228;rker integriert werden sollten.</p>
<p>Gro&#223;e Einschnitte in den Ausgaben fordern mutige Konsequenzen, um die Leistungsst&#228;rke europ&#228;ischer Streitkr&#228;fte zu erhalten. Kurzum: Gerade die Krise der Staatsfinanzen in vielen EU-Mitgliedsl&#228;ndern sollte die Politik als Chance zum „Neuimpuls“ begreifen. Der im belgischen Gent angesto&#223;ene Prozess der Ideensammlung f&#252;r „Pooling“, „Sharing“ und Spezialisierung in der Europ&#228;ischen Union kann nur ein erster Schritt in diese Richtung sein. Umso schmerzlicher ist die Tatsache, dass dieser Prozess schon wieder erlahmt ist aufgrund fehlender politischer Entschlossenheit und F&#252;hrung.</p>
<p>Ein weiterer Bereich, in dem deutlich mehr Effizienz n&#246;tig ist, ist die europ&#228;ische R&#252;stungspolitik. Der europ&#228;ische Verteidigungsmarkt ist zersplittert, und gerade R&#252;stungsindustrien werden gern als nationale G&#252;ter betrachtet und gehegt und gelegentlich gep&#228;ppelt. Die Europ&#228;ische Verteidigungsagentur zur Abstimmung von R&#252;stungsprojekten zwischen den Mitgliedsstaaten soll zwar ausgleichend wirken. Aufgrund nationaler Vorbehalte, kommt sie aber in der Praxis ihrem Auftrag nur zum Teil nach. Das Resultat ist, dass die Fragmentierung und die erschwerte Koordination zu erh&#246;hten Kosten in der Anschaffung und fehlender Interoperabilit&#228;t f&#252;hren. So leistet sich Europa weiterhin vier verschiedene Kampfpanzer, w&#228;hrend die USA nur ein einziges Modell haben. Die Ma&#223;gabe muss daher sein, gemeinsam unser Material zu entwickeln, zu beschaffen und zu nutzen. Denken Sie an das Beispiel des gemeinsamen Verbandes, das ich vorhin nannte. Da muss selbstredend allen Soldatinnen und Soldaten das gleiche Material zur Verf&#252;gung stehen. Das gebietet die Vernunft, aber auch die Solidarit&#228;t der Partner untereinander. Was im Gro&#223;en oft schwierig zu realisieren ist, kann im Kleineren reale Erfolgsaussichten haben. Ich stelle mir vor, dass eine Vorreitergruppe europ&#228;ischer Staaten gemeinsame R&#252;stungsprojekte effizienter umsetzen kann.</p>
<p>Gerade Sie in Hamburg wissen, dass dies kein Selbstl&#228;ufer ist. Der A 400 M von Airbus, der zum Teil in Ihrer Stadt gefertigt wird, ist zwar ein wegweisendes Gemeinschaftsprojekt, doch unterm Strich ist er zu teuer und die Auslieferung verz&#246;gert sich von Mal zu Mal. Wichtig ist, dass wir daraus f&#252;r die Zukunft die n&#246;tigen Lehren ziehen und die politische Entschlossenheit aufbringen, diese auch umzusetzen. Politischer F&#252;hrungswille und die Kraft, andere von der eigenen Idee zu &#252;berzeugen und sie an einem gemeinsamen Projekt in und f&#252;r Europa zu beteiligen, sind f&#252;r mich die entscheidenden Faktoren, Europa wieder in den K&#246;pfen der Menschen zu verankern.</p>
<p>Ein europ&#228;ischer Patriotismus gedeiht nur, wenn die Politik Ziele bestimmt und zugleich mutig und entschlossen voranschreitet. Vor allem aber muss die Politik ihre Ziele vorstellen, sie den Menschen erkl&#228;ren und im Zweifel daf&#252;r beharrlich streiten. Nur wer selbst von einem Ziel &#252;berzeugt ist, was er anzustreben bereit ist, kann auch andere davon &#252;berzeugen.</p>
<p>Dieses Ziel muss fassbar, plausibel und vor allem der Verbesserung der Lebensverh&#228;ltnisse in Europa dienen. Gewiss: Die Notwendigkeit aller Staaten, sicherheitspolitische Synergien zu schaffen, k&#246;nnen wichtige Triebfedern dieses Prozesses sein. Aber sie bieten eben keinen Ersatz f&#252;r den politischen Willen, in einem relevanten Bereich von Politik im 21. Jahrhundert, n&#228;mlich der Au&#223;en-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik einen entscheidenden Schritt nach vorn zu gehen.</p>
<p>Ich hoffe nat&#252;rlich, dass ich Sie davon ein wenig habe &#252;berzeugen k&#246;nnen, wie notwendig ein solcher Schritt ist. Wie sehr er gerade jetzt unserem Europa aus seiner Starre helfen w&#252;rde. Denn die Menschen warten darauf, dass die Politik ihnen Europa wieder n&#228;her bringt: als ein politisches und soziales Projekt, das jede Anstrengung lohnt, weil es uns, unseren Kindern und Enkeln einen Kontinent in Frieden und Freiheit, aber der Welt zugleich als attraktiver Raum gelebter B&#252;rger- und Menschenrechte vorstellt. Ein soziales Europa mit wirtschaftlicher Kraft und kultureller Vielfalt.</p>
<p>Ich habe k&#252;rzlich geh&#246;rt, dass die Bundeswehr einen neuen Slogan hat, der da lautet: Wir dienen Deutschland. Ich w&#252;rde mir w&#252;nschen, dass dieser Slogan bald abgel&#246;st wird durch folgendes Leitmotto:</p>
<p>Wir dienen Europa.</p>
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		<title>Peer Steinbr&#252;ck war zu Gast in Wandsbek</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 09:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wandsbek]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 22. Juni hatte ich wieder zu einer meiner Veranstaltungen in Wandsbek eingeladen. Als Gastredner konnte ich Peer Steinbr&#252;ck, Bundesminister a.D., gewinnen, der &#252;ber Finanzpolitik in Zeiten der Euro-Krise referierte. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, die vielen Wandsbekerinnen und Wandsbeker brachten den B&#252;rgersaal Am alten Posthaus an den Rand seiner Kapazit&#228;ten. Kein Wunder, denn [...]]]></description>
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<div id="attachment_4375" class="wp-caption alignleft" style="width: 295px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1378.jpg" rel="shadowbox[post-4373];player=img;"><img class="size-medium wp-image-4375" title="1378" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1378-300x234.jpg" alt="" width="285" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">gut gelaunt schon bei der Ankunft in Wandsbek</p></div>
<p>Am 22. Juni hatte ich wieder zu einer meiner Veranstaltungen in Wandsbek eingeladen. Als Gastredner konnte ich Peer Steinbr&#252;ck, Bundesminister a.D., gewinnen, der &#252;ber Finanzpolitik in Zeiten der Euro-Krise referierte. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, die vielen Wandsbekerinnen und Wandsbeker brachten den B&#252;rgersaal Am alten Posthaus an den Rand seiner Kapazit&#228;ten. Kein Wunder, denn Peer Steinbr&#252;ck ist derzeit laut Politbarometer des ZDF der beliebteste Politiker unseres Landes und nat&#252;rlich eine absolute fachliche Instanz auf dem Gebiet der Finanzpolitik.</p>
<p>Peer Steinbr&#252;ck war der ideale Referent, denn kaum jemand kann den B&#252;rgern so anschaulich und verst&#228;ndlich komplexe Zusammenh&#228;nge wie den europ&#228;ischen Finanzmarkt erkl&#228;ren. Griechenland, Irland, Portugal – wer soll <a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1384.jpg" rel="shadowbox[post-4373];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4376" title="1384" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1384-300x208.jpg" alt="" width="285" height="197" /></a>das alles bezahlen? Sind der Euro und der gemeinsame europ&#228;ische W&#228;hrungsraum noch zukunftsf&#228;hig? Ist die Politik machtlos gegen&#252;ber den Finanzm&#228;rkten? Auf diese Fragen gab Steinbr&#252;ck den Wandsbekerinnen und Wandsbekern Antworten.</p>
<p>Immer wieder unterbrochen von anhaltendem Applaus skizzierte Steinbr&#252;ck, wie eine Neuordnung der Finanzm&#228;rkte und europ&#228;ische Solidarit&#228;t geschaffen werden k&#246;nnen. Es sei nicht zu begreifen, warum die schwarz-gelbe Bundesregierung bei der Einf&#252;hrung einer Finanzmarkttransaktionssteuer <a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1418.jpg" rel="shadowbox[post-4373];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4377" title="1418" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1418-300x232.jpg" alt="" width="285" height="221" /></a>blockiere, das Projekt einer unabh&#228;ngigen, europ&#228;ischen Ratingagentur nicht vorantreibe und der Finanzsektor bei der Hilfe f&#252;r &#252;berschuldete Staaten nicht beteiligt werde. Wenn alle fordern, dass der Steuerzahler nicht als alleiniger B&#252;rge f&#252;r die Milliarden-Rettungsfonds einstehen d&#252;rfe, m&#252;sse eben gehandelt werden, so Steinbr&#252;ck.</p>
<p>Risikoaufschl&#228;ge, Sekund&#228;rmarkt f&#252;r Anleihen, Infektionskan&#228;le durch &#220;berschuldung &#8211; &#252;ber all&#8217; das dozierte Steinbr&#252;ck am Mittwoch, aber stets so, dass die Wandsbekerinnen und Wandsbeker im B&#252;rgersaal gut folgen konnten. Der Abend zeigte, was f&#252;r ein exzellenter Finanzpolitiker Peer Steinbr&#252;ck ist und wie sehr ein Minister von seinem Format der aktuellen Regierung <a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1494.jpg" rel="shadowbox[post-4373];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4378" title="1494" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1494-300x236.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a>fehlt. Steinbr&#252;ck gelang es, f&#252;r das Projekt Europa in Zeiten der Euro-Krise und der drohenden Griechenland-Pleite zu begeistern.</p>
<p>Nach den hervorragenden Erfahrungen mit meinem Talk-Format wird es weitergehen: Franz M&#252;ntefering, Karl Lauterbach und Peer Steinbr&#252;ck waren schon in Wandsbek &#8211; Fortsetzung folgt auf jeden Fall! Sie sind wie immer herzlich eingeladen. Die n&#228;chsten Termine werden wieder hier auf der Homepage ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Wenn Sie Interesse an einer Einladung per Post haben, um keinen Termin zu verpassen, teilen Sie mir ihre Anschrift mit (Mail: aydan.oezoguz@bundestag.de) und ich nehme Sie in meinen Verteiler auf. <a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1675.jpg" rel="shadowbox[post-4373];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-4380" title="1675" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/1675-300x211.jpg" alt="" width="285" height="200" /></a><strong> </strong></p>
<p><strong>Fotos und Copyright</strong>: <a href="http://www.thomas-raupach.de">Thomas Raupach</a></p>
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		<title>Bundespr&#228;sident Wulff zu Gast in Hamburg</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 09:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch war Bundespr&#228;sident Christian Wulff zu seinem Antrittsbesuch in unserer sch&#246;nen Freien und Hansestadt Hamburg. B&#252;rgermeister Olaf Scholz empfing den Bundespr&#228;sidenten und Gattin Bettina Wulff im Hamburger Rathaus. Auch ich war zum Senatsfr&#252;hst&#252;ck geladen und habe nat&#252;rlich die Gelegenheit genutzt, unseren Bundespr&#228;sidenten willkommen zu hei&#223;en. Sehr gefreut habe ich mich als Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion [...]]]></description>
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<div id="attachment_4328" class="wp-caption alignleft" style="width: 477px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/2011-06-15-BPr&#228;s-Wulff-und-Aydan.jpg" rel="shadowbox[post-4327];player=img;"><img class="size-large wp-image-4328" title="2011 06 15" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/06/2011-06-15-BPr&#228;s-Wulff-und-Aydan-1024x717.jpg" alt="" width="467" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">v.l.n.r.: B&#252;rgermeister Olaf Scholz, Mustafa Yoldas (Vorsitzender der SCHURA Hamburg), Aydan &#214;zoguz (MdB), Bundespr&#228;sident Christian Wulff und Gattin Bettina Wulff</p></div>
<p>Am Mittwoch war Bundespr&#228;sident Christian Wulff zu seinem Antrittsbesuch in unserer sch&#246;nen Freien und Hansestadt Hamburg. B&#252;rgermeister Olaf Scholz empfing den Bundespr&#228;sidenten und Gattin Bettina Wulff im Hamburger Rathaus. Auch ich war zum Senatsfr&#252;hst&#252;ck geladen und habe nat&#252;rlich die Gelegenheit genutzt, unseren Bundespr&#228;sidenten willkommen zu hei&#223;en.</p>
<p>Sehr gefreut habe ich mich als Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion &#252;ber die Worte des Bundespr&#228;sidenten im Rathaus: &#8220;Mich interessiert die Weltoffenheit, die Hamburg auszeichnet&#8221;, sagte Wulff bei seinem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.</p>
<p>Hamburg war das vorletzte Bundesland, welches der Bundespr&#228;sident besuchte. Das lag aber keineswegs an mangelnder Wertsch&#228;tzung unserer Stadt, sondern an der vorgezogenen B&#252;rgerschaftswahl vom Februar 2011, die den Terminkalender ein wenig durcheinander gewirbelt hatte.</p>
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