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	<title>Aydan Özoguz (SPD Hamburg) &#187; Arbeit</title>
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		<title>Arbeitsmarktpolitik der Regierung ist kontraproduktiv</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Woche ist Haushaltswoche des Deutschen Bundestages, diese Woche werden die finanziellen Mittel f&#252;r die Programme und Projekte aus Bundesmitteln f&#252;rs n&#228;chste Jahr verteilt. Seit Langem in der Kritik von Fachleuten und Opposition stehen die K&#252;rzungen bei den Programmen f&#252;r eine verbesserte Arbeitsmarktintegration. Die gestern mit schwarz-gelber Mehrheit im Vermittlungsverfahren beschlossenen &#196;nderungsvorschl&#228;ge zum sogenannten (was [...]]]></description>
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<div id="attachment_5059" class="wp-caption alignleft" style="width: 282px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/Agenturf&#252;rArbeit.jpg" rel="shadowbox[post-5058];player=img;"><img class="size-medium wp-image-5059" title="Agenturf&#252;rArbeit" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/11/Agenturf&#252;rArbeit-300x243.jpg" alt="" width="272" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">Weniger Geld f&#252;r die Arbeitsmarktvermittlung - Sparen am falschen Ende!</p></div>
<p>Diese Woche ist Haushaltswoche des Deutschen Bundestages, diese Woche werden die finanziellen Mittel f&#252;r die Programme und Projekte aus Bundesmitteln f&#252;rs n&#228;chste Jahr verteilt.<br />
Seit Langem in der Kritik von Fachleuten und Opposition stehen die <strong>K&#252;rzungen bei den Programmen f&#252;r eine verbesserte Arbeitsmarktintegration</strong>. Die gestern mit schwarz-gelber Mehrheit im Vermittlungsverfahren beschlossenen &#196;nderungsvorschl&#228;ge zum sogenannten (was f&#252;r eine Ironie!) „Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ sind f&#252;r uns mehrheitlich nicht akzeptabel. Wer in den n&#228;chsten Jahren Milliarden Euro in der Arbeitsmarktvermittlung sparen will, setzt die falschen Weichenstellungen; so werden es Arbeitslose schwerer haben, wieder ein Arbeit zu finden. Wir lehnen das Gesetz und die unzureichenden &#196;nderungsvorschl&#228;ge ab.</p>
<p><strong>Warum sind wir dagegen?</strong></p>
<ul>
<li> Weil Arbeitsministerin Ursula von der Leyen keine L&#246;sung beim Gr&#252;ndungszuschuss von Arbeitslosen aufzeigt.</li>
</ul>
<ul>
<li> Weil die F&#246;rderkonditionen verschlechtert werden und der Gr&#252;ndungszuschuss in eine Ermessensleistung umgewandelt wird, die einem Arbeitslosen gew&#228;hrt werden kann, nicht muss. Schwarz-Gelb bleibt stur, obwohl der Gr&#252;ndungszuschuss von Experten nachweislich positiv beurteilt wird.</li>
</ul>
<ul>
<li> Weil auch die &#246;ffentlich gef&#246;rderte Besch&#228;ftigung massiv an Schlagkraft verlieren wird, da st&#228;rker als bisher arbeitsmarktferne T&#228;tigkeiten gef&#246;rdert werden. Ursula von der Leyen l&#228;sst Menschen, die mehr und gezieltere F&#246;rderung br&#228;uchten, am Rand stehen.</li>
</ul>
<p>Auch in anderen Punkten wurde die Kritik von Experten und Sachverst&#228;ndigen an der Instrumentenreform bei den arbeitsmarktpolitischen Ma&#223;nahmen bis zum Schluss nicht aufgegriffen. Es wurden nur kleinere Zugest&#228;ndnisse zum Beispiel bei der Entfristung der Einstiegsqualifizierung gemacht.</p>
<p>In der Gesamtschau bleibt es bei einem Gesetz mit massiven Verschlechterungen f&#252;r Arbeitslose. Auf die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt gibt das Gesetz keine Antwort. Ziel des Gesetzes bleibt die Umsetzung der unsozialen K&#252;rzungen der Bundesregierung und nicht die Verbesserung der Eingliederungschancen f&#252;r Menschen ohne Arbeit. <strong>Hier wird definitiv am falschen Ende gespart! </strong>Solide Arbeitsmarktpolitik sieht anders aus.</p>
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		<title>Merkel und der Mindestlohn</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 11:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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<div id="attachment_4937" class="wp-caption alignleft" style="width: 265px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/10/Euro_M&#252;nzen.jpg" rel="shadowbox[post-4936];player=img;"><img class="size-medium wp-image-4937" title="Euro_M&#252;nzen" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/10/Euro_M&#252;nzen-290x300.jpg" alt="" width="255" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Lohnuntergrenze f&#252;r alle Branchen - die CDU bewegt sich! </p></div>
<p>Verwundert reiben sich die Beobachter des politischen Geschehens und auch wir uns in der SPD die Augen: Am Wochenende erfolgte die n&#228;chste <strong>politische Kehrtwende der CDU um 180 Grad</strong> &#8211; es soll eine &#8220;Lohnuntergrenze&#8221; geben. Dar&#252;ber werde ein CDU-Bundesparteitag in wenigen Wochen beschlie&#223;en und f&#252;r alle Branchen eine Lohnuntergrenze einziehen, so verlautete es aus der CDU-Parteizentrale. <strong>Atomausstieg, Bundeswehr-Reform mit Abschaffung der Wehrpflicht und jetzt der Weg zum Mindestlohn: Was ist eigenlich noch &#252;brig vom &#8220;Markenkern&#8221; der CDU? </strong>Mal sehen, ob der Stammw&#228;hler das alles noch mitmacht beim n&#228;chsten Urnengang. Jahrzehntelang trugen die Christdemokraten vor, dass jegliche Lohnuntergrenzen oder Mindestl&#246;hne die (soziale) Marktwirtschaft zu Grabe tragen w&#252;rden, jetzt also die Kehrtwende.</p>
<p>Wir in der SPD sind nat&#252;rlich zun&#228;chst einmal erfreut, dass Merkel und die CDU ein weiteres Mal auf unsere Positionen einschwenken. Sigmar Gabriel hat der CDU sogleich Hilfe angeboten, wenn es an die gesetzliche Ausgestaltung eines Mindestlohnes gehen soll, denn nur diesen wird die SPD mittragen. Noch windet sich die CDU und spricht lediglich von einer Lohnuntergrenze f&#252;r alle Branchen, die sich am Tarifniveau der Zeitarbeit orientieren solle. Das w&#228;ren 7,79 Eur pro Stunde im Westen und 6,89 Euro im Osten. Die <strong>SPD fordert wie die Gewerkschaften einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro</strong>.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, wie ernst es die CDU mit ihrem Vorsto&#223; in Richtung Mindestlohn wirklich meint. Aber: &#8220;Besser sp&#228;t, als nie&#8221;, so muss die Devise f&#252;r den neuen Vorschlag der CDU lauten.</p>
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		<title>Mindestlohn kostet nix</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 13:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rund um den 1. Mai, an dem die volle Freiz&#252;gigkeit f&#252;r ArbeitnehmerInnen aus 8 &#246;stlichen EU-Mitgliedsstaaten in Kraft trat, haben Gewerkschaften und SPD nochmal die Einf&#252;hrung eines fl&#228;chendeckenden Mindestlohnes gefordert, um Lohn-Dumping zu verhindern. Ritualisiert folgen stets die Gegenargumente: Aber werden dadurch nicht Arbeitspl&#228;tze abgebaut? M&#252;ssen Unternehmen dann dicht machen? Nein, das wird mit einem [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/05/Euro_M&#252;nzen.jpg" rel="shadowbox[post-4132];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-4135" title="Euro_M&#252;nzen" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/05/Euro_M&#252;nzen.jpg" alt="" width="266" height="275" /></a>Rund um den 1. Mai, an dem die volle Freiz&#252;gigkeit f&#252;r ArbeitnehmerInnen aus 8 &#246;stlichen EU-Mitgliedsstaaten in Kraft trat, haben Gewerkschaften und SPD nochmal die Einf&#252;hrung eines fl&#228;chendeckenden Mindestlohnes gefordert, um Lohn-Dumping zu verhindern. Ritualisiert folgen stets die Gegenargumente: Aber werden dadurch nicht Arbeitspl&#228;tze abgebaut? M&#252;ssen Unternehmen dann dicht machen?</p>
<p>Nein, das wird mit einem fl&#228;chendeckenden Mindestlohn nicht passieren, im Gegenteil! Die<strong> aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung</strong> zeigt, dass mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde sich nicht nur die Einkommenssituation von f&#252;nf Millionen Menschen verbessern w&#252;rde, sondern auch der Staat seine angespannte Haushaltslage mit &#252;ber sieben Milliarden Euro entlasten k&#246;nnte. Die Studie zeigt: Mit dem Mindestlohn w&#252;rden die Erwerbseinkommen der privaten Haushalte um etwa 14,5 Milliarden Euro steigen. Daraus resultieren zus&#228;tzliche unmittelbar h&#246;here Einnahmen aus der Einkommensteuer und Sozialbeitr&#228;gen in H&#246;he von jeweils 2,7 Milliarden Euro.</p>
<p>Durch h&#246;here verf&#252;gbare Einkommen steigen aber auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte und leisten so einen nachhaltigen Beitrag zur St&#228;rkung der Binnennachfrage, was wiederum den Unternehmen in unserem Land zu Gute k&#228;me. Ein Mindestlohn steigt auch das Aufkommen aus den Verbrauchssteuern um knapp 700 Millionen Euro. Zudem gingen die Ausgaben f&#252;r staatliche Transfers wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kindergeldzuschlag um 1,7 Milliarden Euro zur&#252;ck.</p>
<p><strong>Und was tut die Bundesregierung?</strong> Ein fl&#228;chendeckender Mindestlohn komme nicht in Frage, stattdessen legte die schwarz-gelbe Regierung zur Konsolidierung des Bundeshaushalts ein sozial unausgewogenes Sparpaket vor. Die angeblichen Belastungen f&#252;r die Verursacher der Finanzkrise und hohe Einkommen und Verm&#246;gen sind bisher reine Ank&#252;ndigung geblieben. Konkret sind dagegen die Belastungen f&#252;r die arbeitenden Menschen und vor allem f&#252;r die Arbeitsuchenden.</p>
<p>Dass der Ansatz der SPD-Bundestagsfraktion, Haushaltskonsolidierung auch sozial gerecht zu gestalten, m&#246;glich ist, hat die aktuelle Studie gezeigt.</p>
<p>Zur Lekt&#252;re w&#228;rmstens zu empfehlen: Die Studie &#8220;<a href="http://www.fes.de/aktuell/documents2011/110429_Studie_Mindestlohn.pdf" target="_blank">Fiskalische Effekte eines gesetzlichen Mindestlohnes</a>&#8221; der Friedrich-Ebert-Stiftung!</p>
<p>Und noch ein Wort zur vollen Freiz&#252;gigkeit seit dem 1. Mai: &#8220;Stell&#8217; Dir vor, die (Arbeitsmarkt-)Grenzen sind offen, und niemand kommt!&#8221; Von der gro&#223;en Einreise-Welle nach Deutschland ist bislang wenig zu sp&#252;ren. Wenig verwunderlich, da die ausreisewilligen Arbeitsmigranten aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten l&#228;ngst weg sind, und in Gro&#223;britannien, Irland oder &#220;bersee eine Arbeitsstelle gefunden haben. Der aktuelle <a href="http://www.fr-online.de/wirtschaft/arbeit---soziales/das-grosse-experiment/-/1473632/8387826/-/index.html" target="_blank">Artikel in der Frankfurter Rundschau </a>bringt Daten und Fakten gut in der &#220;bersicht.</p>
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		<title>Scheitern der Regelsatz-Verhandlungen ist ein Skandal</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 11:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Verhandlungen &#252;ber die Reform des SGB II (u.a. Hartz-IV-Regelsatz und Bildungspaket f&#252;r Kinder) sind an der Zerrissenheit der schwarz-gelben Koalition vorerst gescheitert. FDP und CDU-Wirtschaftsfl&#252;gel waren aus ideologischen Gr&#252;nden nicht bereit, eine angemessene Regelsatz-Erh&#246;hung und flankierende Ma&#223;nahmen f&#252;r Kinder mitzutragen. Frau Merkel hat sich f&#252;r den Koalitionsfrieden und gegen staatspolitische Verantwortung entschieden. Das Scheitern [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/02/arbeitsagentur.jpg" rel="shadowbox[post-3713];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-3715" title="arbeitsagentur" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2011/02/arbeitsagentur.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Verhandlungen &#252;ber die Reform des SGB II (u.a. Hartz-IV-Regelsatz und Bildungspaket f&#252;r Kinder) sind an der Zerrissenheit der schwarz-gelben Koalition vorerst gescheitert. FDP und CDU-Wirtschaftsfl&#252;gel waren aus ideologischen Gr&#252;nden nicht bereit, eine angemessene Regelsatz-Erh&#246;hung und flankierende Ma&#223;nahmen f&#252;r Kinder mitzutragen. Frau Merkel hat sich f&#252;r den Koalitionsfrieden und gegen staatspolitische Verantwortung entschieden.</p>
<p>Das Scheitern der Regelsatz-Verhandlungen ist ein Skandal. Schon zu Verhandlungsbeginn zeigte sich, dass es der Regierung nicht um ernsthafte Verhandlungen ging, sondern nur um ein <strong>&#8220;Friss oder Stirb&#8221;</strong>. Die Opposition hatte bis zuletzt erhebliche Zweifel, ob die neue Regelsatzberechnung verfassungskonform ist. Einem erneut verfassungswidrigen Regelsatz konnte die SPD auf keinen Fall zustimmen. Doch Schwarz-Gelb war nicht bereit, &#252;berhaupt noch &#252;ber verfassungskonforme Regels&#228;tze zu diskutieren.</p>
<p>Die SPD hat ihre Forderungen w&#228;hrend der Verhandlungen erheblich eingedampft. Um eine sachgerechte Reform des SGB II zu erreichen, sind jedoch <strong>drei Positionen unerl&#228;sslich</strong>:</p>
<p>• Die Regels&#228;tze der Grundsicherung f&#252;r Arbeitslose nach dem SGB II m&#252;ssen verfassungskonform berechnet werden. Dies war bisher nicht der Fall. Die Rechentricks der Bundesregierung m&#252;ssen ein Ende haben!</p>
<p>• Wir brauchen mehr Schulsozialarbeiter. Die Teilhabe von Kindern im Bildungssystem h&#228;ngt nicht nur von Geldleistungen ab, sondern von individueller Betreuung und Zuwendung, um herkunftsbedingte Defizite abzubauen.</p>
<p>• Wir brauchen den Mindestlohn in der Leiharbeit, um den Lohnabstand zwischen Transferleistungen und Arbeitsl&#246;hnen zu sichern. 500 Millionen Euro werden jedes Jahr ausgegeben, weil Armutsl&#246;hne in der Leiharbeit nicht zum Leben reichen. &#8220;Equal Pay&#8221; in der Leiharbeit muss nach vier Wochen Einarbeitungszeit gelten, damit endlich gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit bezahlt wird. Die Union und FDP beharren auf Equal Pay erst nach 9 Monaten Arbeitszeit, intelligenterweise sind die meisten Leiharbeiter (&#252;ber 50%) nur bis zu 3 Monate in einem Betrieb. Folglich w&#252;rden kaum Leiharbeiter von einem Mindestlohn gesch&#252;tzt.</p>
<p><strong>Was will die Bundesregierung jetzt tun? </strong>Im Bundesrat hat Schwarz-Gelb keine Mehrheit f&#252;r ihre unausgegorenen Pl&#228;ne. Und am 1. Mai 2011 besteht die volle Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreiheit f&#252;r die meisten osteurop&#228;ischen EU-Staatsangeh&#246;rige (z.B. aus Polen, Lettland, Litauen). Wie will Schwarz-Gelb rechtfertigen, dass ein lettischer Zeitarbeiter f&#252;r den lettischen Mindestlohn von 1,48 Euro/Stunde (Quelle: Hans B&#246;ckler Stiftung) dann in der Bundesrepublik arbeiten k&#246;nnte?</p>
<p>Die Hoffnung stirbt zuletzt &#8211; CDU/CSU und FDP werden sich bewegen m&#252;ssen, und zwar schnell! Der verfassungswidrige Zustand beim SGB II und den Hartz-IV-Regels&#228;tzen muss endlich behoben werden. Vielleicht bewegt sich die Regierungskoalition ja heute oder im Laufe des Donnerstages, wenn sie die ganze Wucht ihrer skandal&#246;sen Haltung zu sp&#252;ren bekommt.</p>
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		<title>Wir fordern verfassungsfeste Regels&#228;tze und Mindestlohn</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 15:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Wochen in der Diskussion: Die Zukunft der Regels&#228;tze beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Die schwarz-gelbe Koalition hatte in der letzten Sitzungswoche des Bundestages ihren Gesetzentwurf eingebracht. Seitdem hagelt es harsche Kritik und auch die SPD-Bundestagsfraktion h&#228;lt den vorgelegten Gesetzentwurf (hier einsehen!) nicht f&#252;r zustimmungsf&#228;hig. Wir erwarten grundlegende &#196;nderungen, damit es in Deutschland k&#252;nftig verfassungsgem&#228;&#223;e [...]]]></description>
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<div id="attachment_3205" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/11/Justitia.jpg" rel="shadowbox[post-3202];player=img;"><img class="size-full wp-image-3205" title="Justitia" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/11/Justitia.jpg" alt="" width="224" height="340" /></a><p class="wp-caption-text">...wenn sich Schwarz-Gelb nicht bewegt, muss Karlsruhe wieder ran. Bildrechte: Thorben Wengert / pixelio.de </p></div>
<p>Seit Wochen in der Diskussion: Die Zukunft der Regels&#228;tze beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Die schwarz-gelbe Koalition hatte in der letzten Sitzungswoche des Bundestages ihren Gesetzentwurf eingebracht. Seitdem hagelt es harsche Kritik und auch die SPD-Bundestagsfraktion h&#228;lt den vorgelegten Gesetzentwurf (<a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/11/Gesetzentwurf-Regels&#228;tze.pdf" target="_blank">hier einsehen!</a>) nicht f&#252;r zustimmungsf&#228;hig. Wir erwarten grundlegende &#196;nderungen, damit es in Deutschland k&#252;nftig verfassungsgem&#228;&#223;e Regels&#228;tze beim ALG II gibt.</p>
<p>Zentral ist f&#252;r die SPD eine korrekte Bestimmung der Referenzgruppe. Als Vergleichsma&#223;stab f&#252;r das Existenzminimum muss die Regierung wie bisher das Ausgabeverhalten der unteren 20 Prozent zum Ma&#223;stab machen. Die Beschr&#228;nkung auf nur noch 15 Prozent ist willk&#252;rlich. &#8220;Aufstocker&#8221; und verdeckt Arme d&#252;rfen nicht in der Referenzgruppe verbleiben. Letztere verzichten oft aus Scham oder Unwissen auf Sozialleistungen. Dies f&#252;hrt zu einer Verf&#228;lschung des tats&#228;chlichen Existenzminimums.<br />
Nicht akzeptabel ist auch das methodisch ungenaue Vorgehen der Regierung beim Herausrechnen bestimmter Verbrauchspositionen. Hier muss nachgebessert werden. Wichtige Bedingung f&#252;r eine Zustimmung der SPD ist auch, dass echte Teilhabe an Bildung und Kultur nicht nur bei ALG-II-Kindern, sondern auch f&#252;r die Kinder von Geringverdienern garantiert wird. Dazu muss dringend die entsprechende Infrastruktur ausgebaut werden. Ein warmes Mittagessen statt warmer Worte ist f&#252;r alle bed&#252;rftigen Kinder von gro&#223;er Bedeutung. Neu zu schaffende Schulsozialarbeiter m&#252;ssen daf&#252;r sorgen, dass es nicht nur theoretische Teilhabem&#246;glichkeiten f&#252;r Kinder gibt. Sie sollen F&#246;rderbedarfe feststellen und daf&#252;r Sorge tragen, dass entsprechende Angebote konkret bereitgestellt werden.</p>
<p>Der dritte Bereich der zentralen Forderungen der SPD betrifft die Arbeitsmarktpolitik. Wir erwarten, dass die Regierung endlich einen gesetzlichen Mindestlohn einf&#252;hrt. Damit k&#246;nnten j&#228;hrlich Ausgaben f&#252;r Aufstockungsleistungen eingespart werden. Au&#223;erdem w&#252;rde das Steueraufkommen und &#8211; f&#252;r k&#252;nftige Berechnungen des ALG-II-Satzes &#8211; auch das durchschnittlich verf&#252;gbare Budget im unteren Einkommensf&#252;nftel steigen.</p>
<p>Die schwarz-gelbe Koalition ist gefordert, den vorliegenden Gesetzesentwurf dringend nachzubessern, denn so wird die SPD im Bundesrat nicht zustimmen!</p>
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		<title>SPD begr&#252;&#223;t Vorsto&#223; von BA-Chef zu Ein-Euro-Jobs</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 15:42:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Heinrich Alt, Mitgliedes des Vorstandes der Bundesagentur f&#252;r Arbeit, hat laut dar&#252;ber nachgedacht, die sogenannten Ein-Euro-Jobs k&#252;nftig anders zu gestalten. Wir in der SPD-Bundestagsfraktion begr&#252;&#223;en diesen Vorsto&#223;: Die Ein-Euro-Jobs sind zwar sinnvoll und hilfreich f&#252;r bestimmte Gruppen Arbeitsuchender. Das Instrumentarium muss jedoch zielgerichteter eingesetzt werden, unter anderen h&#228;ufiger in der sogenannten Entgeltvariante. Das bisherige Gie&#223;kannen-Prinzip [...]]]></description>
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<div id="attachment_3189" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/11/Euro_M&#252;nzen.jpg" rel="shadowbox[post-3187];player=img;"><img class="size-medium wp-image-3189" title="Euro_M&#252;nzen" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/11/Euro_M&#252;nzen-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© J&#252;rgen Oberguggenberger / pixelio.de </p></div>
<p>Heinrich Alt, Mitgliedes des Vorstandes der Bundesagentur f&#252;r Arbeit, hat laut dar&#252;ber nachgedacht, die sogenannten Ein-Euro-Jobs k&#252;nftig anders zu gestalten.</p>
<p>Wir in der SPD-Bundestagsfraktion begr&#252;&#223;en diesen Vorsto&#223;: Die Ein-Euro-Jobs sind zwar sinnvoll und hilfreich f&#252;r bestimmte Gruppen Arbeitsuchender. Das Instrumentarium muss jedoch zielgerichteter eingesetzt werden, unter anderen h&#228;ufiger in der sogenannten Entgeltvariante. Das bisherige Gie&#223;kannen-Prinzip bei den Ein-Euro-Jobs muss aufh&#246;ren. Hierin stimmen wir mit den meisten Sozialverb&#228;nden und vielen Argen &#252;berein.</p>
<p>Ein-Euro-Jobs sind keine Strafe, sondern sollen der schrittweisen Heranf&#252;hrung an den Arbeitsmarkt dienen. Dazu m&#252;ssen sie zielgruppenorientierter eingesetzt werden. Um dies zu erreichen, brauchen wir dringend mehr Jobvermittler. Nur so sind ein vern&#252;nftiges Profiling und eine tragf&#228;hige Eingliederungsvereinbarung f&#252;r den Arbeitsuchenden machbar. Individuelle F&#246;rderbed&#252;rfnisse k&#246;nnen aber nicht in einem zehnmin&#252;tigen Gespr&#228;ch erkannt werden. Insbesondere wenn Arbeitsgelegenheiten als erster Schritt zur&#252;ck ins Erwerbsleben eingesetzt werden (zum Beispiel zur Tagesstrukturierung), muss auch die sozialp&#228;dagogische Betreuung verbessert werden. Insgesamt muss st&#228;rker Augenmerk auf Qualifizierung gelegt werden.</p>
<p>Die Art der F&#246;rderung muss auch bei Arbeitsgelegenheiten teilweise langfristiger angelegt sein, als dies bisher oft der Fall ist. Erfahrungen in der Praxis haben gezeigt, dass l&#228;ngere F&#246;rderzeitr&#228;ume als die &#252;blichen sechs Monate erforderlich sein k&#246;nnen. Auch Umschichtungen der Arbeitsmarktmittel in l&#228;ngerfristige Ma&#223;nahmen sind sinnvoll. Um zu verhindern, dass durch Ein-Euro-Jobs regul&#228;re Arbeitspl&#228;tze verdr&#228;ngt werden, fordert die SPD einen Zustimmungsvorbehalt f&#252;r Gewerkschaften und Kammern.</p>
<p>Die Weiterentwicklung der Ein-Euro-Jobs ist eine wirklich gute Idee vom Vorstand Alt der Bundesagentur f&#252;r Arbeit. Die SPD-Bundestagsfraktion wird das Vorhaben konstruktiv begleiten! <strong></strong></p>
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		<title>Sparlotterie geht weiter – schon morgen kann es SIE treffen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 09:29:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[schwarz-gelb]]></category>

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		<description><![CDATA[In Berlin ist derzeit parlamentarische Sommerpause, aber dennoch werden jeden Tag neue, willk&#252;rlich anmutende Sparvorschl&#228;ge der Bundesregierung bekannt. Jeden morgen k&#246;nnen Sie am Fr&#252;hst&#252;ckstisch in der Zeitung Ihres Vertrauens nachlesen, welchen Sparhammer Schwarz-Gelb demn&#228;chst schwingen m&#246;chte. Es hat beinahe etwas von der Ziehung der Lottozahlen oder von Bingo: Bin ich heute dabei? Geh&#246;re ich zu [...]]]></description>
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<div id="attachment_2505" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/07/Sparschwein1.jpg" rel="shadowbox[post-2503];player=img;"><img class="size-full wp-image-2505" title="Sparschwein" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/07/Sparschwein1.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">S.Hofschlaeger/pixelio.de</p></div>
<p>In Berlin ist derzeit parlamentarische Sommerpause, aber dennoch werden jeden Tag neue, willk&#252;rlich anmutende Sparvorschl&#228;ge der Bundesregierung bekannt.</p>
<p>Jeden morgen k&#246;nnen Sie am Fr&#252;hst&#252;ckstisch in der Zeitung Ihres Vertrauens nachlesen, welchen Sparhammer Schwarz-Gelb demn&#228;chst schwingen m&#246;chte. Es hat beinahe etwas von der Ziehung der Lottozahlen oder von Bingo: Bin ich heute dabei? Geh&#246;re ich zu der gesellschaftlichen Gruppe, wo gek&#252;rzt wird?</p>
<p>Mit Sicherheit ist auch f&#252;r Sie etwas dabei! Denn es trifft viele, und oftmals die Falschen:</p>
<ul>
<li> die Elterngeldk&#252;rzung belastet Familien,
<ul></ul>
</li>
<li>die Anhebung der Arbeitslosengeldversicherung belastet einseitig die ArbeitnehmerInnen und</li>
<li>die Einschnitte bei den Hartz IV-Leistungen belasten Arbeitslose.</li>
</ul>
<p>Da kommt noch Einiges auf Sie zu.</p>
<p>Aktuell trifft es wieder die Hartz IV-Empf&#228;ngerInnen: Spar-Experten aus dem Bundesarbeitsministerium von Ursula von der Leyen (CDU) haben angebliches Einsparpotenzial beim Mietzuschuss und der Wohnungsgr&#246;&#223;e bei Hartz IV-Haushalten aufgesp&#252;rt. Bisher hatten ein alleinstehender Hartz-IV-Empf&#228;nger Anspruch auf eine Wohnfl&#228;che von ca. 45 Quadratmetern. Diesen palastartigen Luxus k&#246;nnte man einsparen! Also hauten die Referenten der Arbeitsministerin gleich einen Sparvorschlag raus: 25 Quadratmeter, das muss reichen. Absolut unw&#252;rdig! SPD, Gewerkschaften und Arbeitslosenverb&#228;nden protestierten umgehend.</p>
<p>Leider wurden auch f&#252;r Menschen mit Behinderungen neue Sparpl&#228;ne bekannt: Sie sollen angeblich k&#252;nftig f&#252;r Bus und Bahn zahlen und die Werkst&#228;tten f&#252;r Behinderte k&#246;nnten demn&#228;chst ihre T&#252;ren f&#252;r diejenigen geschlossen halten, die eine Erwerbsminderungsrente beziehen. Ebenfalls unterste Schublade &#8211; nicht mit der SPD zu machen.</p>
<p>Meine Bef&#252;rchtung: Da die parlamentarische Sommerpause lang ist (bis Anfang September) werden wir bei der morgendlichen Zeitungslekt&#252;re noch &#252;ber viele unausgegorene, unsoziale Sparvorhaben der Bundesregierung lesen m&#252;ssen. F&#252;r Sie wird in den n&#228;chsten Wochen mit Sicherheit etwas dabei sein…</p>
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		<item>
		<title>Entfristung der 3.200 Stellen in den JobCentern gesichert</title>
		<link>http://oezoguz.de/entfristung-der-3-200-stellen-in-den-jobcentern-gesichert/2039/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 07:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt noch gute Nachrichten aus der Berliner Regierungskoalition: Gestern hat sich Schwarz-Gelb im Haushaltsaussschuss des Deutschen Bundestages durchgerungen, die SPD-Forderung nach der Entfristung von 3.200 Stellen in den Jobcentern endlich zu beschlie&#223;en. Damit ist sichergestellt, dass gut eingearbeitete Mitarbeiter der JobCenter in dieser schwierigen Zeit des Umbruchs kontinuierlich ihre Arbeit f&#252;r die Vermittlung von [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/06/arbeitsagentur.jpg" rel="shadowbox[post-2039];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-2040" title="arbeitsagentur" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/06/arbeitsagentur.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt noch gute Nachrichten aus der Berliner Regierungskoalition: Gestern hat sich Schwarz-Gelb im Haushaltsaussschuss des Deutschen Bundestages durchgerungen, die SPD-Forderung nach der Entfristung von 3.200 Stellen in den Jobcentern endlich zu beschlie&#223;en. Damit ist sichergestellt, dass gut eingearbeitete Mitarbeiter der JobCenter in dieser schwierigen Zeit des Umbruchs kontinuierlich ihre Arbeit f&#252;r die Vermittlung von Arbeitssuchenden fortsetzen k&#246;nnen.<br />
Der Weg zu diesem Beschluss war schwierig und nicht immer von Fairness auf Seiten der schwarz-gelben Regierung gepr&#228;gt. Die 3.200 Stellen, die 2010 planm&#228;&#223;ig bei der Bundesagentur f&#252;r Arbeit zur Entfristung anstanden, hatte Schwarz-Gelb im Dezember 2009 im Haushaltsausschuss qualifiziert gesperrt. Unglaublich, mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise, wo wir gutgeschulte und erfahrene Mitarbeiter in den JobCentern brauchen, um Arbeitslose wieder in Arbeit zu bringen!</p>
<p>Die Regierungsfraktionen hatte auch 2010 die Entfristung der Mitarbeiter mehrfach von der Tagesordnung des Haushaltsausschusses genommen. Zudem stand zu bef&#252;rchten, dass angesichts des j&#252;ngsten Sparpakets (<a href="http://oezoguz.de/ungerecht-und-unsozial-familien-und-arbeitslose-muessen-unter-sparplaenen-von-schwarz-gelb-leiden/2014/" target="_blank">hier mein Artikel dazu</a>) mit seinen unverantwortlichen K&#252;rzungen im Arbeits- und Sozialbereich um 30 Mrd. Euro bis 2014 auch die Entfristung erneut vertagt worden w&#228;re. Doch letztlich hat sich die SPD mit ihrer Forderung durchgesetzt &#8211; eine gute Nachricht f&#252;r die betroffenen Mitarbeiter der JobCenter und f&#252;r die Arbeitssuchenden, die auf gute Betreuung angewiesen sind.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>F&#252;r 100 Prozent Leistung 100 Prozent Lohn – 77% sind ungerecht!</title>
		<link>http://oezoguz.de/fuer-100-prozent-leistung-100-prozent-lohn-77-sind-ungerecht/1133/</link>
		<comments>http://oezoguz.de/fuer-100-prozent-leistung-100-prozent-lohn-77-sind-ungerecht/1133/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 04:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am heutigen Equal Pay Day, dem Aktionstag zur Lohnungerechtigkeit zwischen Mann und Frau, muss wieder darauf hingewiesen werden: Frauen haben in der Arbeitswelt immer noch schlechtere Karten als M&#228;nner! Die SPD-Bundestagsfraktion war prominent am Brandenburger Tor zur zentralen Kundgebung vertreten (siehe Bild)! Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, warum der Equal Pay Day auch [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/03/epd-berlin.jpg" rel="shadowbox[post-1133];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1194" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="epd berlin" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/03/epd-berlin-300x200.jpg" alt="epd berlin" width="300" height="200" /></a>Am heutigen Equal Pay Day, dem Aktionstag zur Lohnungerechtigkeit zwischen Mann und Frau, muss wieder darauf hingewiesen werden: Frauen haben in der Arbeitswelt immer noch schlechtere Karten als M&#228;nner!</p>
<p>Die SPD-Bundestagsfraktion war prominent am Brandenburger Tor zur zentralen Kundgebung vertreten (siehe Bild)!</p>
<p>Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, warum der Equal Pay Day auch im Jahr 2010 seine Berechtigung hat!</p>
<p>Zum Vergleich:</p>
<ul>
<li>Frauen ziehen den K&#252;rzeren beim Einkommen – ganze 23 Prozent verdienen sie weniger als M&#228;nner. Das hei&#223;t: Verdient ein Mann im Job 1 Euro, bekommt die Frau f&#252;r die gleiche Arbeit nur 77 Cent – unm&#246;glich, unbegr&#252;ndet, ungerecht!</li>
<li>Frauen sind besonders h&#228;ufig im Niedriglohnbereich anzutreffen – dort stellen sie 70 Prozent der Besch&#228;ftigten.</li>
<li>In der Spitze von Unternehmen sind Frauen immer noch eine Seltenheit – die Schl&#252;sselpositionen sind nach wie vor in M&#228;nnerhand.</li>
</ul>
<p>Das wollen wir &#228;ndern. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert:</p>
<ul>
<li>Endlich Lohngleichheit schaffen – gesetzliche Regelungen, damit f&#252;r gleiche und gleichwertige Arbeit der gleiche Lohn gezahlt wird</li>
<li>Mehr Frauen in Aufsichtsrate – durch eine gesetzliche 40-Prozent-Quote</li>
<li>Mehr Frauen an die Spitze – durch gesetzliche Regelungen f&#252;r die Privatwirtschaft</li>
<li>Gute Arbeit f&#252;r Frauen und M&#228;nner &#8211; durch einen gesetzlichen Mindestlohn.</li>
<li>Offensive f&#252;r Alleinerziehende – sie leisten mehr als andere und brauchen bessere Unterst&#252;tzung.</li>
</ul>
<p>Freiwillige Vereinbarungen und Appelle helfen nicht weiter. Zeit zu handeln: Frauen brauchen echte Gleichstellung – per Gesetz!</p>
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		<title>Fairness auf dem Arbeitsmarkt &#8211; das SPD-Konzept</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 10:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aydan Özoguz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Lohn]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen & Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Die SPD will mit grundlegenden Reformen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Die Begrenzung von Leiharbeit, mehr Mitbestimmung, ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro und ein sozialer Arbeitsmarkt sollen f&#252;r mehr Gerechtigkeit sorgen, die W&#252;rde der Menschen sichern und das Ziel von Vollbesch&#228;ftigung verfolgen. Daf&#252;r hat das SPD-Pr&#228;sidium am 15. M&#228;rz 2010 ein umfassendes [...]]]></description>
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<p><a href="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/03/Gabriel-Scholz.jpg" rel="shadowbox[post-996];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-998" title="Gabriel Scholz" src="http://oezoguz.de/wp-content/uploads/2010/03/Gabriel-Scholz.jpg" alt="Gabriel Scholz" width="150" height="150" /></a>Die SPD will mit grundlegenden Reformen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Die Begrenzung von Leiharbeit, mehr Mitbestimmung, ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro und ein sozialer Arbeitsmarkt sollen f&#252;r mehr Gerechtigkeit sorgen, die W&#252;rde der Menschen sichern und das Ziel von Vollbesch&#228;ftigung verfolgen.</p>
<p>Daf&#252;r hat das SPD-Pr&#228;sidium am 15. M&#228;rz 2010 ein umfassendes Konzept beschlossen (<a href="http://www.spd.de/de/pdf/100315_beschluss_arbeitsmarkt.pdf" target="_blank">hier einsehen!</a>).<br />
Mit diesem arbeitsmarktpolitischen Gesamtkonzept hat die SPD einen Gegenentwurf vorgelegt zu den Hartz-IV-Thesen Guido Westerwelles und der Aufstocker-Logik von J&#252;rgen R&#252;ttgers. Wir zeigen detailliert Vorschl&#228;ge f&#252;r eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Selbstkritik mit Fehlentwicklungen aus den Arbeitsmarktreformen der rot-gr&#252;nen Bundesregierung geh&#246;ren ehrlicherweise auch dazu – bspw. bei der Leiharbeit oder auch bei der Verm&#246;gensanrechnung von Arbeitslosengeld II-Empf&#228;ngern („Hartz IV“). SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel und SPD-Vize Olaf Scholz stellten das Konzept in Berlin vor.</p>
<p>In der Kurzfassung hier die wichtigsten Eckpunkte:</p>
<p><strong>Arbeit muss sich lohnen</strong><br />
Im Kern geht es darum, den Trend auf dem Arbeitsmarkt weg von sozialversicherungspflichtiger und Existenz sichernder Besch&#228;ftigung zu stoppen. Deutschland darf nicht zu einer Transfergesellschaft werden, wie sie der nordrhein-westf&#228;lische Ministerpr&#228;sident R&#252;ttgers vertritt. Klare Absage auch an die FDP-Pl&#228;ne, das Lohnabstandsgebot durch K&#252;rzungen in der Grundsicherung vorzunehmen. Dies ist schon verfassungsrechtlich nicht machbar. Darum macht sich die SPD f&#252;r einen gesetzlichen Mindestlohn stark und unterst&#252;tzt den Deutschen Gewerkschaftsbund in seiner Forderung nach 8,50 Euro f&#252;r die Lohnuntergrenze.</p>
<p><strong>Leiharbeit begrenzen</strong><br />
Leih- und Zeitarbeit m&#252;ssen wieder auf ihren eigentlichen Zweck zur&#252;ckgef&#252;hrt werden. Denn die Leiharbeit hat sich – auch durch Tarifvertr&#228;ge mit neu entstandenen &#8220;Scheingewerkschaften&#8221; – weniger zu einem Instrument der Flexibilit&#228;t entwickelt als viel mehr zur Lohndr&#252;ckerei. Darum wollen wir die Mitbestimmungsrechte der Betriebsr&#228;te in den Entleihbetrieben st&#228;rken und den Grundsatz &#8220;gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit&#8221; durchsetzen.</p>
<p><strong>Neue Perspektiven f&#252;r Langzeitarbeitslose</strong><br />
Der von vielen voreilig kritisierte Ansatz von SPD-Vize Hannelore Kraft ist richtig: Wir brauchen einen ausgebauten sozialen Arbeitsmarkt gerade f&#252;r Langzeitarbeitslose, die wegen starker Vermittlungshemmnisse derzeit kaum Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. 200.000 neue Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse sollen geschaffen werden. Klar ist: Es darf keine regul&#228;re Besch&#228;ftigung vernichtet werden und die Annahme eines solchen Angebots ist freiwillig. Kein Stra&#223;enkehr-Zwang a la Guido Westerwelle!</p>
<p><strong>Qualifizierung verl&#228;ngert Arbeitslosengeld I-Bezug</strong><br />
Wichtige Verbesserungen schl&#228;gt das SPD-Konzept beim Arbeitslosengeld vor. Der Anspruch auf das Arbeitslosengeld I soll bei beruflichen Qualifizierungsma&#223;nahmen bis zu zw&#246;lf Monate verl&#228;ngert werden. Wegen des hohen b&#252;rokratischen Aufwands und auch um die Lebensleistung jedes Einzelnen zu honorieren fordert die SPD die Abschaffung der Verm&#246;genspr&#252;fung beim Arbeitslosengeld II. In den kommenden Wochen wollen wir au&#223;erdem pr&#252;fen, wie die zunehmende Zahl an freiberuflich T&#228;tigen, beispielsweise K&#252;nstler, Selbst&#228;ndige oder Subunternehmer in die sozialen Sicherungssysteme, insbesondere Alterssicherung, einbezogen werden k&#246;nnen.</p>
<p>Die vorgelegten Thesen, die jetzt in der Partei aber auch mit Gewerkschaften, Unternehmen und Sozialverb&#228;nden diskutiert werden sollen, sind eine konsequente Weiterentwicklung unserer Politik, die auch Korrekturen vornimmt.</p>
<p><strong>Endg&#252;ltig beschlossen wird das arbeitsmarktpolitische Konzept auf dem SPD-Parteitag im September 2010.</strong></p>
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