OECD-Bildungsbericht stellt Deutschland schlechtes Zeugnis aus
Der OECD-Bildungsbericht 2010 macht deutlich, dass die Bildungspolitik von CDU, CSU und FDP deutlicher Korrekturen bedarf. Der OECD-Bericht kritisiert insbesondere, dass in Deutschland trotz erheblicher Verbesserungen der vergangenen Jahre immer noch zu wenig junge Menschen ein Studium aufnehmen und die Studienabbruchquote nach wie vor zu hoch ist. Im internationalen Vergleich fällt Deutschland immer weiter zurück – gerade auch bei den Investitionen in Bildung (siehe Grafik!). Die von Bundeskanzlerin Merkel ausgerufenen Bildungsrepublik Deutschland kann den harten Daten und Fakten der OECD nicht Stand halten.
Was ist jetzt zu tun? Deutschland muss den in SPD-Regierungsverantwortung eingeschlagenen Kurs der BAföG-Verbesserungen konsequent fortsetzen sowie die Lehre an den Hochschulen deutlich verbessern. Nur so können mehr junge Leute insbesondere aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Familien für ein Studium gewonnen und die Abbrecherquote reduziert werden.
Was tut aber Bildungsministerin Schavan (CDU)? Im Bundesrat hat sie erst einmal das untaugliche Stipendienprogramm durchgesetzt, statt sich um eine ordentliche BAföG-Novelle zu kümmern. Sie hat die Empfehlungen des Wissenschaftsrates für gute Lehre ignoriert und anstatt des vom Wissenschaftsrat errechneten Bedarfes von über einer Milliarde Euro jährlich lediglich 200 Millionen Euro für Investitionen in bessere Lehre vorgesehen. Unvergessen auch das dramatische Scheitern des Bildungsgipfels mit den Bundesländern, wo Schavan das Ziel, 10% des BIP in Bildung zu investieren, aufgegeben hat. Nach dem OECD-Bericht investiert Deutschland nur 4,7% des BIP in die Bildung (OECD-Schnitt: 6,2%). Nur die Slowakei, Tschechien und Italien investieren als Industriestaaten noch weniger als wir in die Köpfe unserer Kinder.
Die Bundesregierung muss den OECD-Bericht ernst nehmen und die Probleme endlich energisch anpacken.
Downloads
- Keine Dokumente zum downloaden.




















Kommentar hinterlassen