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Merkel hat integrationspolitisch nichts verstanden

Merkel hat integrationspolitisch nichts verstanden

Bei der heutigen Rede von Bundeskanzlerin Merkel zur 1. Lesung des Bundeshaushalt habe ich meinen Ohren nicht getraut: Merkel forderte einerseits, dass Kinder mit Migrationshintergrund in die Kita gehen müssten, andererseits verteidigte sie das sog. Betreuungsgeld – also die Herdprämie, die ab 2013 für jedes Kind, das zuhause bleibt und nicht in die Kita geht, gezahlt werden soll.

Einzige Schlussfolgerung: Die Bundeskanzlerin hat integrationspolitisch nichts verstanden. Wie wäre dieser Gegensatz sonst zu verstehen? Der gelernten Physikerin Merkel müsste klar sein, dass eine logische Auflösung dieses widersprüchlichen Paradoxon Nobelpreis verdächtig ist!

Nach jahrzehntelangem Druck der SPD ist es heutzutage doch politischer Konsens, dass die Kita eine wichtige Lerneinrichtung im frühen Kindesalter ist und die Entwicklung der Kinder fördert. Politisch gewollt müsste es heutzutage sein, dass möglichst alle Kinder halbtags eine solche Einrichtung besuchen können. Dafür wäre der Ausbau der Kitaplätze sowie Gebührenfreiheit des Kita-Platzes notwendig.

Klar ist: Das Betreuungsgeld darf nicht kommen. Stattdessen muss der Bund den Ausbau der Kitabetreuung noch stärker finanziell unterstützen, damit alle Kinder – gerade auch aus Familien mit Migrationshintergrund – eine wohnortnahe Kita besuchen können. Das ist integrationspolitisch geboten!

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Ein Kommentar

  1. Gerhard Wellmann - 29 Jun 2011 | Reply

    Ich freue mich, dass mein Schuhbild in einem so wichtigen Zusammenhang auftaucht.

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