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Mehrgenerationenhäuser müssen Zukunft haben

Mehrgenerationenhäuser müssen Zukunft haben

Am 6. Juni ist der „Tag der Mehrgenerationenhäuser“. Für mich ist dies Anlass, auf die wertvolle Arbeit der Mehrgenerationenhäuser in Hamburg aufmerksam zu machen. Die Häuser leisten wertvolle Arbeit und bieten passgenaue Angebote wie Familienbildung, Kinderbetreuung oder Seniorenarbeit. Wie so ein Mehrgenerationenhaus aussieht und welche Projekte es konkret gibt, können Sie exemplarisch hier im Haus Nachbarschatz in Hamburg-Eimsbüttel sehen.

Das Problem: Die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser ist ungewiss: So hat die schwarz-gelbe Bundesregierung sich nicht ausreichend für den Fortbestand der bereits bestehenden Häuser eingesetzt. Das betreffende Bundesprogramm wird neu ausgeschrieben, die Träger von Häusern müssen sich neu bewerben. Hinzu kommt, dass der jährliche Bundeszuschuss pro Mehrgenerationenhaus von 40.000 auf 30.000 Euro ab 2012 sinkt. Insbesondere in strukturschwachen Regionen und im ländlichen Raum droht die Gefahr von Projektruinen. Besonders kritisch sehe ich, dass die Bundesregierung keine Übergangslösung für diejenigen Häuser, deren Bundesförderung bereits vor Ablauf des Jahres 2011 ausläuft, geschaffen hat.

Ganz bitter, dass die Bundesregierung schon eingestanden hat, in Zukunft bundesweit nur noch 450 statt 500 Häuser zu fördern. Das bestehende Bundesprogramm wird zusammengestrichen. Für mich sieht eine nachhaltige Generationenpolitik anders aus!

Das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“, dessen fünfjährige Laufzeit 2011 zu Ende geht, ist eine Erfolgsgeschichte. Die 500 Begegnungsstätten für alle Generationen wurden 2006 ins Leben gerufen. Sie haben sich in Städten und Gemeinden als Anlaufstelle bewährt. Doch ab Herbst 2011 läuft schrittweise die Bundesförderung für alle Häuser aus, ein neues Programm folgt ab 1. Januar 2012.

Einen Starttermin für die Ausschreibung des neuen Programms hat die zuständige Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) noch nicht bekannt gegeben.

So kann es nicht weitergehen, liebe Bundesregierung! Ich hoffe, dass der Tag der Mehrgenerationenhäuser nicht der letzte in Hamburg sein wird und auch im nächsten Jahr die Mehrgenerationenhäuser in unserer Stadt ihre Pforten weit geöffnet haben.

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