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FDP will Elterngeld abschaffen

FDP will Elterngeld abschaffen

Die FDP ist in tiefer Verzweiflung: Auflösungserscheinungen bei Landtagswahlen, kalter Putsch gegen die eigene Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, und ein gescheiterter Wirtschaftsminister Brüderle, der den Scherbenhaufen der FDP-Fraktion nun als Nachfolger zusammenkehren darf.

Sehr beachtlich, dass sich die FDP dann auf ihrem Bundesparteitag in Rostock am vergangenen Wochenende selbst feierte und nun den neuen Aufbruch ausruft. „Ab heute wird die FDP liefern“, so der neue FDP-Vorsitzende Rösler. Mit diesem Ausspruch dokumentierte er knapp 2 Jahre Regierungshandeln, bzw. Nicht-Handeln der Liberalen – ganz bitter, ein Scheitern auf ganzer Linie. Wie der neue programmatische Aufbruch der FDP aussehen könnte, skizzierte sogleich FDP-Generalsekretär Christian Lindner: Elterngeld abschaffen! So die Forderung, weil das Elterngeld die Geburtenrate nicht erhöht habe.

Absurder geht es nicht! Das Elterngeld ist ein echtes Erfolgsmodell. Es hilft Familien dabei, im ersten Lebensjahr des Kindes ohne größere finanzielle Einbußen finanziell über die Runden zu kommen. Denn der absolute Großteil der Eltern möchte seine Kinder in diesen ersten Monaten selbst zu Hause betreuen. Außerdem leistet das Elterngeld mit den Partnermonaten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Väter sich von Anfang an mehr an der Betreuung und Erziehung ihrer Kinder beteiligen können.

Dass Herr Lindner die Abschaffung des Elterngeldes fordert, zeigt einmal mehr die familienfeindliche Haltung der FDP. Hoteliers und Banken liegen der FDP eben näher als die Familien. Die Auffassung der FDP von Familienpolitik, Leistungen für Familien als Gebärprämien einzusetzen, ist schauderhaft und von vorgestern. Gute und moderne Familienpolitik setzt darauf, die Rahmenbedingungen für Eltern und ihre Kinder nachhaltig zu verbessern. Nötig dafür sind eine gute Infrastruktur, eine familienfreundliche Zeitpolitik und ausreichend finanzielle Unterstützung für Familien. Dafür steht die SPD!

Schwarz-Gelb ist weiter regierungsunfähig, das zeigen die aktuellen Verlautbarungen aus der FDP zum Elterngeld.

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Ein Kommentar

  1. FDP und Rösler reden sich in Eurokrise um Kopf und Kragen » Beitrag » Aydan Özoguz (SPD Hamburg) - 13 Sep 2011 | Reply

    [...] In meinem Artikel vom 16. Mai 2011 (FDP will Elterngeld abschaffen) hatte ich bereits über die „Drohung“ des neu gewählten FDP-Vorsitzenden Rösler berichtet, dass die FDP „ab heute liefern“ werde, nachdem sie zwei Jahre in der Koalition vor sich hin gestolpert ist. Im August und September lieferte die FDP dann aber erst einmal ganz anders, als der Streit zwischen Außenminister Westerwelle und Wirtschaftsminister Rösler über die Richtlinienvorgabe in Partei und Regierung über die Medien ausgefochten wurde. Verheerende Wahlergebnisse in den Bundesländer bestätigten den Trend, jüngst etwa das blamable Ausscheiden aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern. Der Niedergang der Liberalen geht also weiter, am Wochenende gab es Röslers Schwadronieren über eine Pleite  Griechenlands serviert. Artikel / Seite als PDF downloaden [...]

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