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Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft – vier Fragen, vier Antworten

Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft – vier Fragen, vier Antworten

MailiconHeute am 5. Mai 2010 konstituiert sich die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Deutschen Bundestages.

Auf Anfrage von Spiegel online haben alle Mitglieder der Kommission vier netzrelevante Fragen beantwortet. Nachstehend können Sie meine Antworten einsehen. Die Antworten der 16 anderen Mitglieder finden Sie hier.

1) Spiegel online: Seit wann beschäftigen Sie sich mit Netzpolitik?

Natürlich ist der Umgang mit dem Internet seit Jahren sowohl im Berufs- als auch im Privatleben für mich selbstverständlich. Ich freue mich über die Möglichkeit nun auch in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ mitarbeiten zu dürfen. Seit Beginn dieser Legislaturperiode bin ich im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Berichterstatterin meiner Fraktion für die Themen Jugendschutz und Neue Medien. Hierin sehe ich auch bei meiner Arbeit in der Enquete-Kommission meinen Schwerpunkt. Die digitale Welt bietet so viele positive Möglichkeiten, befördert aber auch eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit persönlichen Daten und Informationen. Daher ist mir die Vermittlung von Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche, aber auch für ihre Eltern wichtig. Medienkompetenz gehört in den Schulunterricht, hier gibt es in Deutschland ohne Zweifel noch großen Nachholbedarf – und zwar sowohl in der Ausstattung als auch in der Schulung der Lehrer.

2) Spiegel online: Können Sie uns ein konkretes Internet-Phänomen nennen, das Sie in den vergangenen Monaten begeistert hat?

Durch soziale Netzwerke im Internet wie beispielsweise facebook rückt meine auf der ganzen Welt verstreute Familie (USA, Türkei, Südamerika) näher zusammen – wenn schon nicht geographisch, dann zumindest digital. Durch Mails, Chats und den Austausch von Bildern nehme ich viel konkreter Anteil an ihrem Leben. Natürlich muss jeder selbst wissen, wie viel er von sich in solchen Netzwerken preisgeben will. Es lesen ja schließlich auch die eigenen „Freunde“ oder „Follower“ mit.

3) Spiegel online: Und eines, das Sie erschreckt hat?

Erschreckt hat mich in der jüngeren Vergangenheit der Umgang mit dem Tod des georgischen Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili bei den Olympischen Spielen in Vancouver: Über Youtube konnte man tagelang ungeschnitten den Unfall in voller Länge sehen, während im Fernsehen darauf verzichtet wurde den tödlichen Aufprall zu zeigen. Das zeigt: Das Internet kennt keine Grenzen und Tabus, was Vor- und Nachteil zu gleich sein kann. Gerade im Fall des Rodlers steht für mich persönlich aber die Privatsphäre des Mannes und seiner Familie im Vordergrund.

4) Spiegel online: Haben Sie schon Mal eine Musik- oder Videodatei aus einer Tauschbörse heruntergeladen?

Über Tauschbörsen habe ich noch nichts heruntergeladen, bei iTunes habe ich aber bereits Musik gekauft.

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