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Die SPD trauert um Hermann Scheer

Die SPD trauert um Hermann Scheer

15. Oktober 2010 | Kategorie: SPD-Bundestagsfraktion

Die SPD-Bundestagsfraktion trauert um Hermann Scheer, der am 14. Oktober 2010 im Alter von 66 Jahren in Berlin gestorben ist. Wir sind bestürzt über seinen plötzlichen Tod. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Mit Hermann Scheer verlieren wir einen herausragenden Umweltpolitiker und einen leidenschaftlichen Kämpfer.

Der Sozialdemokrat Scheer war ein streitbarer Parlamentarier und Aktivist, der zu seinen politischen Überzeugungen stand und die Menschen stets zu begeistern wusste. Auf dem wichtigen Feld der Ökologie prägte er wesentlich die sozialdemokratische Orientierung.

Mit seinem Entwurf zu einer radikalen Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien errang Hermann Scheer weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Anerkennung und Respekt. Sein politisches Ideal war, der Welt eine Energieversorgung zu gewährleisten, die ohne Atomkraft und Kohle auskommt.

Innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion überzeugte er viele von seinen umweltpolitischen Zielen. Aber auch bei anderen Themen mischte er sich mit viel Engagement und Sachverstand ein. Scheer war ein politischer Generalist, der zu vielen politischen Fragestellungen Stellung bezog und schon in jungen Jahren als Buchautor hervortrat.

Seit 1965 war Scheer Mitglied der SPD. Seit 1980 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und von 1993 bis 2009 auch Mitglied des SPD-Bundesvorstandes.

Er war Präsident und Gründer der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V. und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (WCRE). 1999 wurde ihm der Alternative Nobelpreis verliehen, 1998 erhielt Scheer für sein Umwelt-Engagement den Weltsolarpreis.

Als sein größter politischer Erfolg gilt vielen die Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien, IRENA, im Jahr 2009.

Wenige Tage vor seinem Tod ist sein jüngstes Buch “Der energethische Imperativ” erschienen.

Hermann Scheers Gedanken und Ideen werden auch nach seinem Tod für die sozialdemokratische Orientierung im Deutschen Bundestag prägend sein.

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