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Bundesregierung muss Fachkräfte-Offensive für Kitas starten

Bundesregierung muss Fachkräfte-Offensive für Kitas starten

21. Juni 2010 | Kategorie: Positionen & Debatten
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Bei der Jugend- und Familienministerkonferenz vom 18. Juni war es das bestimmende Thema: der Fachkräftemangel im Erziehungswesen.

Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) machte keine überzeugende Figur. Es reicht eben nicht, nur die Bundesländer aufzufordern, ihre Zusagen zum Krippenausbau einzuhalten. Die Ministerin muss Ländern und Kommunen zusichern, dass ein Teil der Mehrausgaben für Bildung auch in den Ausbau der Qualität in Kitas und Krippen investiert wird. Schließlich hat die Bundesregierung mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz für massive Steuerausfälle in Ländern und Kommunen gesorgt. Ein nationaler Pakt zum Ausbau der frühkindlichen Bildung ist längst überfällig.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert von der Bundesregierung eine Fachkräfte-Offensive für mehr Erzieherinnen und Erzieher. Das haben wir im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages immer wieder deutlich gemacht. Die Regierung selbst hat Zahlen vorgelegt, wonach bis 2013 bis zu 40.000 pädagogische Fachkräfte fehlen. Aber ein Handeln von Schwarz-Gelb ist weit und breit nicht in Sicht.

Ich konnte im Gespräch aus erster Hand erfahren, wie ernst die Lage der Erzieherinnen und Erzieher ist: Auf der Betriebsrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion kamen am 16. Juni auf meine Einladung hin auch zwei Hamburger Betriebsräte der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten und berichteten mir von ihren Sorgen: Zu wenig Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas, zu schlechte Bezahlung bei größter Belastung.

Die SPD sagt klar: Kinder können nur dann optimal gefördert werden, wenn es eine ausreichende Zahl an qualifizierten Fachkräften in Kitas gibt. Als Sofortmaßnahme müssen arbeitslose und arbeitsuchende Erzieherinnen und Erzieher möglichst schnell und unbürokratisch auf offene Stellen vermittelt werden. Der Beruf der Erzieherin beziehungsweise des Erziehers (!) muss attraktiver werden, daher sind Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verbessern. Wichtig sind auch eine gerechte Bezahlung von Erzieherinnen und Erziehern und gute Arbeitsbedingungen in Kitas.

Vor diesen Herausforderungen darf sich Schwarz-Gelb nicht länger drücken, das ist sie Eltern und Kindern schuldig.

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